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Kort: Invariable Heartache

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Kurt Wagner und Cortney Tidwell präsentieren ein besonderes Nashville-Projekt. Der Lampchop-Sänger Wagner und die aus altem Nashville-Country-Adel stammende Tidwell geben auf ihrem Album „Kort: Invariable Heartache“ zwölf Liebeserklärungen an die Musiktraditionen der Stadt ab: 12 wenig bekannte Singles (elfmal RCA, einmal ABC) aus den 1960ern und frühen 1970ern wurden von Ihnen gecovert.

Die Songs heißen „Incredibly Lonely“, „Eyes Look Away“ oder „He’s Only A Memory Away“ und die Grundatmosphäre des Albums ist melancholisch. Denn geehrt werden die vergessenen Songperlen und Musiker. Eine der Originalinterpretinnen der hier versammelten Songs heißt Connie Eaton. Sie ist Cortney Tidwells Mutter. Cortneys Vater Cliff Williamson war A&R-Mann bei Chart Records. Die Ehe der beiden zerbrach an der Erfolglosigkeit der Karriere von Connie und sie verstarb bereits mit 49 Jahren im Jahr 1999. Bittere Ironie: Ihren einzigen Hit hatte Sie nach dem Wechsel zu ABC Dunhill.

Cortney singt auf diesem Album mit glasklarer und bei dem Song ihrer Mutter – „Who’s Gonna Love Me“ besonders traurigen Stimme. Wagners lässiger und markanter Gesang ergibt dazu einen guten Kontrast und so entsteht eine elegische Hommage an die wichtige Stilform der gemischten Duette in der Countrymusik.

„Invariable Heartache“ ist so etwas wie ein Familienprojekt geworden. Kurt Wagner produzierte, für die Aufnahmen waren Cortneys Ehemann Todd Tidwell (in den Music Row’s Starstruck Studios) und Roger Moutenot (in Hap Town), der auch einen Großteil der letzten Lambchop-Platte produzierte, verantwortlich. Für das Mischen war Mark Nevers, ein Freund aus den frühen Tagen von Lambchop zuständig. Mittlerweile ist er einer gefragtesten Soundengineers von Nashvilles. Aufgenommen wurde mit einigen der besten Alternative-Country-Musiker der Stadt wie Paul Niehaus (Pedal Steel Guitar) Ben Hall (Acoustic Guitar) oder Billy Conteras (Fiddle).

Invariable Heartache ist ein ungewöhnliches Album. Es ehrt die Countrymusik, kleidet die Songs aber in neue Gewänder, die oftmals auch nach Country, aber mitunter auch recht verfremdet klingen. Nur zweimal wird das Tempo auf der Platte etwas angezogen: Bei „Pickin‘ Wild Mountain Berries“ und „Let’s Think About Where We’re Going“. Noch mehr Tempowechsel hätten dem Album sicher noch besser getan. Vielleicht beim nächsten Mal.

Fazit: „Invariable Heartaches“ sei allen denen empfohlen, die sowohl klassische Countrymusik, als auch Alternative-Country-Töne mögen. Gerade Nashville braucht musikalische Experimente und eine Avantgarde, die jene allzu breiten Pfade verlässt.

Tour: Wer sich dieses ungewöhnliche Projekt live ansehen möchte: Kort gastieren am 6.11. in Hamburg, am 7.11. in Berlin, am 9.11. in Leipzig, am 10.11. in Dresden, am 14.11. in München und am 19.11. in Frankfurt am Main.

   
Invariable Heartache
CD: „Invariable Heartache“
Veröffentlicht: 2010
Label: City Slang (Universal)

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Trackliste:

01. Incredibly Lonely
02. Eyes Look Away
03. A Special Day
04. Picking Wild Mountain Berries
05. Yours Forever
06. He’s Only A Memory Away
07. She Came Around Last Night
08. Penetration
09. April’s Fool
10. I Can’t Sleep With You
11. Let’s Think About Where We’re Going
12. Who’s Gonna Love Me Now?

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Über Thomas Waldherr (508 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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