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Crystal Gayle

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Nur wenigen Familien ist es vergönnt, so erfolgreiche Töchter zu haben wie der Webb Family aus Kentucky. Zunächst schaffte es Loretta Lynn, Jahre später wurde auch ihre fast 16 Jahre jüngere Schwester als Crystal Gayle zum Star.

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Geboren wurde Gayle als Brenda Gail Webb am 9. Januar 1951 in Paintsville, Kentucky. Das Nesthäkchen der Webbs fand nahezu ideale Voraussetzungen, um Kapital aus ihrem früh erkennbaren Talent zu schlagen. Nicht nur hatte sie in ihrer Schwester Loretta ein Vorbild, auch die anderen Geschwister frönten mehr oder weniger ernsthaft der Musik. Von ihrer Mutter ermutigt, fand die Kleine immer wieder Gelegenheit, bei einem ihrer Geschwister musikalische Erfahrungen zu sammeln. So nutzte sie regelmäßig die Ferien dazu, mit Loretta Lynn einigen Wochen auf Tournee zu gehen.

Crystal GayleFrüh wurde offenkundig, dass Brenda Gail Webb sich stimmlich deutlich von ihrer Schwester unterschied und stilistisch eher der Pop orientierten Spielart der Country Music zugetan war.

Ihren ersten Plattenvertrag bekam sie nach Abschluss der Schulausbildung nicht zuletzt dank der Beziehungen der Loretta Lynn bei Decca Records. Es zeigte sich, dass die Beziehungen nicht immer zum Ziel führen. Decca beging den Fehler, Crystal Gayle, wie sie sich nun nannte, als zweite Loretta Lynn aufbauen zu wollen. Wobei die anerkannt bärenstarke Autorin Loretta Lynn ihre Schwester natürlich gern mit Songs versorgte.

Fast vier Jahre trat Gayle auf der Stelle, dann wechselte sie zu United Artists, wo Allen Reynolds ihr Produzent wurde, der u.a. an der Karriere des Don Williams maßgeblichen Anteil hatte. Reynolds fand genau den Stil, der zu Crystal Gayle passte und prompt stellte sich der Erfolg ein. Mit „Wrong Road Again“ hielt sie 1974 erstmals Einzug in die Top Ten, was sie 1975 mit „Somebody Loves You“ wiederholte. Ein Jahr später thronte sie ganz oben mit „I’ll Get Over You“. Auch „You Never Miss A Real Good Thing“ und „I’ll Do It All Over Again“ mauserten sich zu großen Hits.

War sie anfangs noch der weichen, traditionellen Stilrichtung zugeneigt, entwickelte sie nun immer stärker ihren eigenen, moderneren Stil, mit dem sie weit über das Country-Genre hinaus Interesse weckte. Das Jahr 1977 brachte den endgültigen Durchbruch als sie mit dem dezent jazzigen „Don’t It Make My Brown Eyes Blue“ ihren größten Erfolg überhaupt feiern konnte. Selbst in den Pop Charts schaffte sie es bis auf Platz 2! Es folgte ein überaus erfolgreiches Jahrzehnt mit weiteren Top Hits wie „Ready For The Times To Get Better“, „Talking In Your Sleep“, „It’s Like We Never Said Goodbye“, „Too Many Lovers“, „You And I“ (Duett mit Eddie Rabbitt), „Til I Gain Control Again”, „Our Love Is On The Faultline”, „Baby What About You”, „The Sound Of Goodbye“, „Turning Away“; „Makin‘ Up For The Last Time“, „Cry“ und „Straight To The Heart“. In diese Zeit fallen Labelwechsel zu Columbia, Elektra und Warner Brothers sowie zahlreiche Auszeichnungen der Academy of Country Music, Country Music Association und American Music Awards sowie auch ein Grammy.“Das Magazin „People“ wählte sie sogar unter die 50 schönsten Menschen der Welt. In der Tat ist Crystal Gayle auch heute noch nicht nur ein Ohren- sondern auch ein Augenschmaus.

Ende der 1980er Jahre drehte sich der Trend. Die so genannten Neo-Traditionalisten um Ricky Skaggs und Randy Travis drängten die Pop-Country Music zeitweise stark zurück. Auch Crystal Gayle erging es so. Dennoch macht sie bis heute weiter ihre Alben, die aber zunehmend für spezielle Anlässe und nicht mehr mit Blick auf die schnelllebigen Pop-Charts produziert werden. So finden sich in ihrer Discographie neben zwei Gospel Alben mit „In My Arms“ eine Kinder-CD sowie ein Tribute an Hoagy Carmichael. Auch mit Live Alben kann“man sich durchaus gekonnt in Szene setzen wie es Crystal Gayle noch 2007 bewiesen hat.

Crystal Gayle ist seit vielen Jahren mit ihrer Jugendliebe Bill Gatzimos verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Kinder und auch schon Enkel. Crystal Gayle hat es nicht nur geschafft, aus dem großen Schatten ihrer Schwester Loretta Lynn zu treten, sondern auch ihre Karriere und das ihr so wichtige Familienleben in Einklang zu halten. So gibt sie auch heute weiter regelmäßig Konzerte und kommt dazu auch gerne mal nach Europa. Zu ihren Aufnahmen aus jüngerer Zeit gehört u.a. das bemerkenswerte 2010 veröffentlichte Duett mit Tom Astor: „When It Comes Down To Us“. Wer nach Hollywood kommt, findet Crystal Gayle’s Stern auf dem „Walkway of Stars“ seit 2009 unter der Nummer 2390.

Ach ja, ihr Markenzeichen trägt sie auch anno 2012 noch – die bis zu den Knöcheln hinunter reichenden langen braunen Haare!

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