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Bryan White

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Ein junger Mann ist er eigentlich noch, der Mitte der 1990er Jahre für Furore in der Country Music sorgte, aber schon bald wieder nach hinten gedrängt wurde von der großen Konkurrenz, die um die Futtertröge wetteiferte. Mit seiner klaren Stimme (Tenor) und dem ausgesprochen guten Aussehen kam er vor allem bei den Teenies sehr gut an.

Bryan White wurde am 17. Februar 1974 in Fort Still (bei Lawton in Oklahoma) geboren. Sein Daddy brachte ihm das Trommeln bei, noch ehe er in die Schule kam und dann – etwas später, durfte er in der Rockband mitwirken, in der seine Mutter spielte. Die Countryband von Daddy gefiel ihm allerdings besser.

Bryan WhiteIn diesem Umfeld war sein Berufsziel eigentlich immer klar: Sänger. Erst recht nachdem er Steve Wariner gehört hatte, den fand er ausgesprochen cool, sowohl als Sänger wie als Gitarristen. White lernte folglich auch, die Gitarre zu spielen.

Nach Abschluss der High School machte er sich deshalb sofort auf nach Nashville, zumal er einige eigene Songs im Gepäck hatte. Anders als den meisten Ambitionierten mit der gleichen Absicht stand White das Glück zur Seite. Schritt für Schritt kam er voran, er hielt sich ständig am Puls der Musik. Einer seiner Freunde spielte in der kurzzeitig erfolgreichen Band Pearl River, dort durfte er hin und wieder bei einem Gig ein oder zwei Lieder singen. Er lernte den Musiker Billy Joe Walker jr. kennen, über ihn den Produzenten Kyle Lehnig und kam so zu seinem Vertrag mit Asylum Records.

Sein erstes Album, schlicht „Bryan White“ betitelt, erhielt Platin. Mit der dritten Single erreichte er 1995 Platz 1: „Someone Else’s Star“. Mit „Rebecca Lynn“, „So Much For Pretending“ und „Sittin’On Go“ gelangen weitere Top Hits. Zu erwähnen ist ein Duett mit „Shania Twain“: „From This Moment On“, das sich auf Platz 6 einpendelte. 1996 erhielt er den Horizon Award von der Country Music Association als bester Newcomer.

Doch der Hype hielt nicht lange an, bis Ende der 1990er Jahre aber blieb Bryan White mit seinen Veröffentlichungen noch in den Charts. Als im Jahre 2000 Asylum seine Filiale in Nashville dicht machte, war es mit der Plattenkarriere erst einmal vorbei. Bryan White nutzte die Gelegenheit zur Selbstbesinnung. Er spürte, dass der ganze Stress nicht spurlos an ihm vorüber ging, künstlerisch fühlte er sich als Spielball der Musikindustrie, die ihm wenige Möglichkeiten gelassen hatte, sich musikalisch zu finden und zu festigen.

Inzwischen hatte er die Schauspielerin Erika Page geheiratet, mit ihr wollte er eine Familie gründen. Da kam ihm die aktuelle Situation nicht ungelegen, er zog sich erst einmal aus dem Music Business zurück. Seine Songs oder solche, an denen er mitgewirkt hatte, hielten ihn aber gleichwohl im Gespräch, denn damit fuhren immer wieder andere Künstler nicht schlecht.

Bryan White zur damaligen Situation: „Ich musste den Kopf wieder frei bekommen. Ich hatte gute Jahre, ich bin dankbar für die Erfolge aber ich war nicht glücklich. Ich kam mir vor wie auf einem Boot ohne Steuermann. Mir waren viele Dinge aus den Händen geglitten. Ich musste wieder Dinge tun, von denen ich geträumt hatte. Im Schoße meiner Familie mit unseren beiden Söhnen fand ich wieder zu mir. Heute lebe ich mein Leben bewusster. Ich weiß, dass Musik dazu gehört, ich weiß aber auch, dass es Wichtigeres im Leben gibt als Hits zu haben.

Ab 2005 etwa beschäftigte er sich allmählich wieder mit Musik, jetzt aber von einer etwas anderen Plattform aus. Er lässt sich mehr Zeit und hört viel stärker auf sich selbst oder in sich hinein. Das ist seinem bisher letzten Album „Dustbowl Dreams“ aus 2009 deutlich anzuhören. Es offenbart, dass ein Künstler sich entfaltet, dass hier Jemand ohne jeglichen Druck hat arbeiten können. Das ist nicht mehr der oberflächliche Teenie-Schwarm, da präsentiert sich ein gestandener Künstler, der als Mensch und in der Folge als Künstler gereift und erwachsen geworden ist. Er selbst kommentiert: „Ich brauche Niemandem mehr etwas zu beweisen, aber ich habe noch einiges zu sagen. Meine Träume sind noch nicht erfüllt, daran werde ich weiter arbeiten.

Wir dürfen also noch damit rechnen, dass dieser Bryan White noch die eine oder andere Überraschung aus dem Ärmel ziehen wird.

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