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Billy Dean

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Sein Onkel war der Country- und TV-Star Jimmy Dean („Big Bad John“), sein Vater hatte eine kleine Band, mit der er nach Feierabend für Unterhaltung sorgte. In dieses Umfeld hinein wurde William Harold Dean am 2. April 1962 in Quincy, Florida geboren. Da wundert es nicht, dass der Sprössling sehr früh zur Musik fand und in der Band des Vaters ein Versuchsfeld entdeckte.

Dabei blieb es natürlich nicht, er spielte in Schul-Bands mit und trat noch zu Schulzeiten in örtlichen Clubs auf. Aber Billy Dean hatte noch ein zweites Eisen im Feuer. Als sportlicher Mensch und mit entsprechenden Körpermaßen ausgestattet, tat er sich im Basketball hervor. So sehr, dass er ein Stipendium an einem College in Decatur, Mississippi annahm. Dort hielt er es nicht länger als ein Jahr aus, dann lockte ihn die Musik zurück. Als er dann bei einem renommierten Talentwettbewerb als Zweiter ins Ziel kam, gab es für ihn kein Zurück mehr.

Billy DeanNashville war seine nächste Station. Billy versuchte es zunächst mit dem Songschreiben. Zudem nahm Schauspielunterricht und wirkte in Werbespots mit. Nebenbei arbeitete als Demosänger. Mit 26 gewann Billy Dean die „Star Search“, amerikanische Ausgabe der Suche nach dem Superstar. Dies allein garantierte aber noch keine Karriere.

Als Songschreiber stellten sich immerhin erste vielversprechende Erfolge ein, denn Stars wie Randy Travis oder die Oak Ridge Boys wurden seine Kundschaft. In Sachen Gesang stellte Dean eine eigene Band zusammen, mit der er u.a. das Vorprogramm für Mel Tillis und Ronnie Milsap bestritt.

Ende der 1990er Jahre war es dann endlich soweit, Capitol Records nahm Billy Dean unter Vertrag. Gleich die erste Single vom Album „Young Man“ stürmte die Charts über wurde erst auf Platz 3 gestoppt. Titel: „Only Here For A While“. Auch die nächsten Singles schlugen sich prächtig und erreichten alle die Top Ten, darunter „Somewhere In My Broken Heart“, das Randy Travis schon etwas früher aufgenommen hatte.

1992 wechselte Dean zu Liberty Records, er war angekommen im Konzert der aktuellen Country-Stars. Man verpflichtete ihn für die Abschieds-Tournee der Judds, später ging er mit Wynonna und Clint Black auf Tour, auch Alan Jackson holte ihn ins Vorprogramm. Seine ersten drei Alben erreichten den Gold-Status, daneben blieb er ein gefragter Songschreiber in Nashville. Als sich seine Scheiben nicht mehr ganz so gut verkauften, trat Dean etwas kürzer. Inzwischen war er Vater geworden und konnte so etwas mehr für die Familie da sein. 1996, zurück bei Capitol, schaffte Dean mit „It’s What I Do“ und „That Girl’s Been Spyin‘ On Me“ wieder einmal die Top Five. Unterdessen gab es durchaus verlockende Angebote als Schauspieler für Dean, die er zumindest teilweise akzeptierte. In verschiedenen TV Produktionen konnte man sehen, dass er auch als Schauspieler Talent hat.

Seine einzige Nr. 1 bis heute verdiente er sich 1999, allerdings nicht als Solist sondern als Gast (gemeinsam mit Alison Krauss) beim Kenny Rogers Hit „Buy Me A Rose“. Erst 2003 tauchte der Solist Billy Dean wieder in den Charts auf, mit „I’m In Love With You“ auf dem unbekannten Label View 2. Beim gleichen Label erschien auch die Single „Thank God I’m A Country Boy“, ein Remake des John Denver-Klassikers. Aktuell ist Billy Dean bei Asylum-Curb unter Vertrag. Dort ist neben einem Weihnachts-Album auch „The Christ (A Song For Joseph)“ veröffentlicht worden, das religiöse Lieder sowie ein Duett mit Tochter Hannah enthält. Billy Dean’s derzeit letztes reines Studio-Album trägt den Titel „Let Them Be Little“, das sich ordentlich verkaufte.

Ein Blick in seinen Terminkalender zeigt, Dean ist ziemlich regelmäßig unterwegs, um irgendwo in den USA ein Publikum zu unterhalten. Er ist also weiter im Geschäft als Sänger, Songschreiber und Schauspieler.

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