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Tommy Cash

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Der jüngste Spross der legendären Cash-Dynastie ist inzwischen auch schon 72 Jahre. Aber wie viele seiner Musiker-Kollegen kennt auch er keine Altersgrenze und geht weiterhin seinem Beruf nach. Wie es sein deutlich bekannterer Bruder Johnny war, ist auch Tommy Cash Countrysänger aus Leidenschaft.

Als Tommy Cash am 5. April 1940 in der Kleinstadt Dyess, im Bundesstaat Arkansas geboren wurde, gesellte er sich zu bereits jeweils drei älteren Brüdern und Schwestern. Wie seine Brüder wurde auch der Jüngste von der Leidenschaft für die Musik gepackt. In dem acht Jahre älteren Johnny Cash hatte er einen starken Motor, von dem er mitgerissen wurde.

Tommy CashTommy Cash berichtet, er habe während der High School Zeit ernsthaft mit Musik begonnen und dort auch seine ersten öffentlichen Auftritte absolviert. Achtzehn Jahre alt geworden, ging er zur U.S. Army und kam so nach Frankfurt. Das Glück war ihm hold, denn man holte ihn zum Sender AFN (American Forces Network), wo er als Discjockey u.a. die legendäre Sendung „Stickbuddy Jamboree“ moderierte. Eine Sendung, die bei vielen deutschen Country-Fans der Nachkriegsgeneration Glücksgefühle ungeahnten Ausmaßes auslöste, denn dort war das Aktuellste aus der Country-Szene zu hören und zu erfahren.

Zu einer seiner traurigsten Aufgaben hatte es gehört, so erzählte mir Tommy Cash, am 5.11.1960 den Unfalltod von Johnny Horton vermelden zu müssen. In späteren Jahren kam Tommy Cash übrigens immer wieder auf Tournee durch die amerikanischen NCO Clubs in Deutschland, wo er zumindest einmal auch seinen Vater Ray Cash dabei hatte.

Nach seiner Zeit bei der Army strebte Tommy Cash eine Karriere in der Country Music an. Kurzzeitig arbeitete er mit Hank Williams Jr. Zusammen, ehe er einen Vertrag bei Musicor bekam. Aber er hatte es im Schatten seines damals schon bekannten Bruders Johnny Cash schwer, zumal er auch nicht über eine solche prägnante Stimme verfügte. Da es bei Musicor nicht lief, versuchte es Tommy Cash bei United Artists. Dort gelang mit der Single „The Sounds Of Goodbye“ immerhin 1968 der Sprung in die Top Fifty der Charts.

Der Wechsel zu Epic 1969 brachte ihn ein gutes Stück weiter. Sein „Six White Horses“ stand zwar nur auf Platz 4, hat aber eine lang andauernde Wirkung, die bis in die Gegenwart reicht. Der Song setzt den Brüdern John F. und Robert F. Kennedy sowie Martin Luther King ein Denkmal. Mit „Rise And Shine“ und „One Song Away“ folgten noch zwei weitere Top Ten Erfolge, dann ging es bereits wieder bergab. 1973 schaffte Tommy Cash mit seiner Version von „I Recall A Gypsy Woman“ noch einmal die Top Twenty, seit Mitte 1978 sucht man ihn in den Charts vergebens.

Tommy Cash hat aber beileibe nicht aufgegeben. Mit viel Fleiß und Engagement trat er weiterhin rund um den Globus auf, auch in Deutschland. Im Laufe der Jahre sind einige interessante Alben entstanden, die immer wieder beweisen, dass Tommy Cash ein solider Countrysänger und ein akribischer Handwerker ist. Natürlich hat er in den letzten Jahren einige Tributes an seinen Bruder Johnny aufgenommen, dessen Standard er allerdings nie auch nur annähernd erreichen konnte. Dass er dies nie schaffen würde, damit hatte sich Tommy Cash schon vor vielen Jahren abgefunden. Wie schon erwähnt ist er auch heute noch da, wenn man ihn braucht. Tommy Cash steht auf der Bühne nach wie vor seinen Mann.

Ein zweites Standbein hatte er sich vor Jahren schon aufgebaut, denn er erwarb die Lizenz als staatlich geprüfter Grundstücksmakler in Tennessee. So konnte er u.a. am Verkauf des Grundstückes seines Bruders Johnny in Hendersonville mitwirken.

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