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Carl Belew

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Ist er nun als Sänger oder als Songschreiber besser in Erinnerung? Erfolge erzielte der am 21. April 1931 in Salina, Oklahoma geborene Künstler jedenfalls in beiden Bereichen. Während der Sänger Carl Belew seit Jahren längst in Vergessenheit geraten ist, erfreuen sich einige der von ihm geschriebenen Songs auch mehr als 20 Jahre nach seinem Tod noch großer Beliebtheit.

Seine Karriere verlief so wie die vieler Country-Stars der 1950er Jahre. Belew ergriff nach der Schulausbildung den Beruf des Klempners. Größeren Reiz aber übte die Musik auf ihn aus. In der Schule hatte er damit begonnen, Gedichte zu schreiben. Diese Freizeitbeschäftigung baute er stetig weiter aus bis nicht nur Lieder entstanden sondern er diese auch selbst sang. Als er erkannte, dass man damit eventuell auch Geld verdienen konnte, liebäugelte er mit einer Karriere als Sänger. Viele Jahre blieb es aber ein Broterwerb, von dem allein er nicht leben konnte.

Carl BelewBeim Louisiana Hayride kam er schließlich unter. Dort lernte er Marvin Rainwater kennen, der ihn beim Plattenlabel 4 Star ins Gespräch brachte. Erste Plattenaufnahmen von Carl Belew entstanden 1955 mit Rock’n’Roll-Titeln wie „Cool Gator Shoes“ und „Folding Money“. Weiter brachten sie ihn nur insoweit als er mehr Auftrittsmöglichkeiten bekam.

Carl Belew wurde in die beliebten Shows „Town Hall Party“ und „The Cliffie Stone Show“ geholt. Hier konnte er vor allem mit seinen Songs punkten. Als das beliebte Duo Johnny & Jack sein „Stop The World (And Let Me Off)“ in die Top Ten brachte, hatte Belew gewonnen. Dieser Song aus 1958 wurde später noch oft aufgenommen, u.a. von Waylon Jennings, Susan Raye und Don King.

Bleiben wir zunächst noch beim Songschreiber Carl Belew. Von ihm stammen auch Eddy Arnold’s Nr. 1 „What’s He Doing In My World“ (Co-Autorin war Betty Jean Robinson, mit der Belew auch Duett-Aufnahmen machte), „That’s When I See The Blues (In Your Pretty Brown Eyes)“ mit Jim Reeves, „Lonely Street“ (u.a. Andy Williams, Gene Vincent, Rex Allen Jr., Tony Booth und viele andere). Sein bekanntester und erfolgreichster Song ist zweifellos „Am I That Easy To Forget“, das zu einem Klassiker weit über die Country Music hinaus wurde. Debby Reynolds und vor allem Engelbert (der sich damals noch Humperdinck nannte), stürmten damit die Pop Charts.

Im Country-Bereich waren Skeeter Davis und Jim Reeves damit gut bedient und Carl Belew selbst kletterte damit 1959 bis auf Platz 9. Drei Jahre später schaffte er mit „Hello Out There“ sogar Platz 8, diesen Song hatte er allerdings nicht selbst geschrieben. Das gilt auch für „Crystal Chandaleer“, mit dem er 1965 noch einmal aufhorchen ließ.

Danach gingen seine Erfolge als Sänger allmählich zurück, 1974 findet man ihn ein letztes Mal in den Charts mit „Welcome Back To My World“. Carl Belew blieb weiter aktiv, vor allem als Songschreiber. Gelegentlich trat er auch als Sänger noch in Package Shows oder bei kleineren Veranstaltungen auf.

Am 31. Oktober 1990 starb Belew in seiner Heimat Salina, Oklahoma an den Folgen einer Krebserkrankung. Zwei Jahre nach seinem Tod erfuhr er eine besondere Ehrung. Von der Zeitschrift Music City News erhielt Carl Belew den Award für den besten Song des Jahres: „Look At Us“. Vince Gill hatte damit einen Riesenhit gelandet.

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