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Lane Brody

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Die Blondine ist vielen, vor allem Amerikanern gut bekannt. Die meisten von ihnen wissen dennoch nicht unbedingt etwas mit ihrem Namen anzufangen. Ähnlich wie Janie Fricke war Lynn Connie Voorlas aus Oak Hill Park, Illinois, die sich Lane Brody nennt, zunächst als Sängerin von Jingles erfolgreich. McDonalds, 7 Up, Kentucky Fried Chicken, Juicy Fruit Gum, Schlitz Bier – sie machten sich das Talent der jungen Dame zunutze. Dank ihrer Vielseitigkeit konnte sich Lane Brody bis heute im Show-Business auf verschiedensten Ebenen behaupten, ohne dass sie zum großen Star geworden wäre.

Geboren am 24. September 1955 war Miss Voorlas alias Lane Brody nicht immer so lieb wie sie auf Presse-Fotos aussieht. Aufgewachsen in Racine, Wisconsin schloss sie dort ihre Schulausbildung auch ab. Als Teenager revoltierte sie gegen ihre Eltern, haute ab nach Florida, tauchte in Milwaukee auf und sang dort in diversen Bands. Dann schloss sie mit ihrer Mutter einen Kompromiss und schrieb sich für ein Jahr bei der Uni ein.

Lane BrodyDie junge Frau warf alle guten Vorsätze über Bord, lief in Chicago den Hafen der Ehe ein und jobbte als Lynn Nilles wie sie nach der Eheschließung hieß, als Fotomodell und Jinglessängerin. Unter diesem Namen machte sie 1976 erste Singles für das GRT Label. Als sich nichts tat, ging sie nach Los Angeles.

Auf ihrer Suche nach höheren Zielen hatte sie zunächst kein Glück. Erst ein Manager brachte 1979 die Karriere ins Rollen. 1979 gastierte Lane Brody neben Danny de Vito in der TV-Serie „Taxi“, sie war im Soundtrack des Loni Anderson Films „Tough Enough“ vertreten und begann, Songs zu schreiben.

Ihre Lieder brachten sie weiter. Paul Anka griff zu und Anne Murray machte ihr „The Hottest Night Of The Year“ sogar zum Titelsong eines Albums. Jetzt nahm Liberty sie als Sängerin unter Vertrag. Mit „Over You“ aus dem Streifen „Tender Mercies“ gelang ihr ein Filmhit, der sogar für den Oscar nominiert wurde. Ihre erste und einzige Top Twenty Nummer als Solistin in den Country Charts.

Der Zufall brachte Lane Brody 1984 auf Platz 1 der Country Hitlisten. Für die TV-Verfilmung von The Yellow Rose sollte sie eben diesen Song singen. Wunschpartner Thom Bresh war verhindert, man wählte den damals sehr populären Johnny Lee als Duett-Partner. Ein Glücksgriff, denn die Single landete später ganz oben. Im gleichen Jahr 1984 war Lane Brody so etwas wie die „Stimme der XIV Olympischen Winderspiele“, in den Werbespots von Hauptsponsor Beatrice war sie da sehr oft zu hören.

Nach 1986 tauchte Lane Brody nicht mehr in den Country Charts auf, sie blieb aber in Vollbeschäftigung. Zum Beispiel in Soundtracks u.a. zu „Country Gold“ mit Linda Hamilton oder „The Gift Of Life“. Kaum zu zählen sind ihre Auftritte in den verschiedensten Fernseh-Sendungen Shows und Serien. Als Sängerin aber auch als Schauspielerin (u.a. „Heart Of The City“). Nach wie vor fühlt sie sich auf der Bühne vor einem Publikum am wohlsten. Ihr Repertoire ist reifer und breit gefächerter geworden. So fühlt sie sich unterdessen besonders zum Jazz hingezogen. Das Album „Familiar Places“, das sie als Eleni aufnahm, stellt sie als starke Sängerin von Standards vor. Jazz-Legende Louie Bellson schwärmt gar: „Lane hat eine wunderschöne Stimme und erinnert an große Sängerinnen wie Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan!“ Gleich in drei Kategorien wurde es für den Grammy nominiert.

Die ehemalige jugendliche Rebellin ist angekommen im Kreis der Top-Entertainer. Das Album „Pieces Of Life“ steckt voller guter Country Music u.a. im Duett mit Alison Krauss, Johnny Lee, Lee Roy Parnell und Collin Raye. 2010 sang sie mit ihrem Idol Johnny Mathis zwei Titel für dessen Album. Sie selbst machte sich musikalisch noch unabhängiger und startete ihr eigenes Label Records Records. Dort erschien 2011 auch ihr bislang letztes Album „On The Wings Of Songs“.

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