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Brennen Leigh: Der Geheimtipp aus Austin

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Der Austin Chronicle schrieb über sie: „Wenn das, was man heute als Country Music anbietet, Ihnen Kopfschmerzen bereitet, dann ist Brennen Leigh die beste Medizin dagegen!“ Dem kann, nein, dem muss man vorbehaltlos zustimmen. Brennen Leigh steht seit gut einem Jahrzehnt bereits für allerbeste, in der Tradition verwurzelte Country Music. Und das sowohl als Songwriter wie auch als Sängerin.

Warum sie nicht längst den Durchbruch geschafft hat und viel bekannter ist, bleibt ein Rätsel. Die junge Dame aus North Dakota hat Klasse, was sie produziert, ist keine Dutzendware. Vier prächtige Alben hat sie bisher produziert, sie lässt sich Zeit für eine neue CD, denn sie will nur das Beste anbieten und das gelingt ihr immer wieder. Ihr Mix aus Country Music und Bluegrass, in den sie ihre durchaus modernen Themen in den Songs einbettet, ist bewundernswert und scheint ihr mühelos von der Hand zu gehen.

Geboren wurde sie in Fargo, North Dakota, aufgewachsen aber ist Brennen Leigh in Moorhead, Minnesota. Dort begann sie gemeinsam mit ihrem Bruder zu singen und aufzutreten. Im Jahr 2002 ging Leigh nach Austin, um sich dort weitere Erfahrung zu holen. Mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme und einem gefälligen Mandolinenspiel fand sie sofort Aufnahme in die dortige Szene. Und mit Dale Watson einen Förderer. Im gleichen Jahr machte sie ausgerechnet bei einem Festival in Frankreich Bekanntschaft mit Jesse Dayton. Er wurde, wie Dale Watson, zu einem Lehrmeister für die junge Künstlerin. Ebenfalls 2002 erschien ihr erstes Album „Lonesome Wild & Blue“.

In der Folgezeit konnte sich Brennen Leigh immer mehr in der traditionellen wie alternativen Country Szene von Texas etablieren. 2004 begann sie damit, jeden Dienstag im Evangeline Cafe von Austin aufzutreten, wenn sie in der Stadt war. Diese Tradition hat sie bis heute beibehalten. Ihr zweites Album „Too Thin To Plow“ bekam blendende Kritiken und machte sie auch in der Szene bekannt, die man mit „Americana“ bezeichnet. Altmeister Ralph Stanley holte sie ins Vorprogramm für eine Reihe seiner Gigs.

Brennen Leigh

Mit „Devil’s On My Trail“ produzierte die Künstlerin 2006 ihr bereits 3. Album, das erneut beste Kritiken erhielt. 2007 ist es der routinierte Jesse Dayton, längst ein guter Freund von Brennen Leigh, der mit ihr ein Duett-Album aufnimmt. Erfreulicherweise gehen sie nicht auf Nummer Sicher sondern integrieren 50 Prozent eigene Songs in das harmonische Album „Holdin‘ Our Own“, das zeigt, wie gut die beiden Stimmen zueinander passen.

Nächster wichtiger Schritt ist die Band von Charlie Louvin, denn der Altmeister holte sie als Mandolinistin in seine Gruppe. Allmählich wird man auch in Nashville auf diese talentierte Künstlerin aufmerksam. Sie schreibt gemeinsam mit Jim Lauderdale und John Scott Sherrill neue Songs. So geht sie bestens vorbereitet an ihr bisher aktuellstes Album: „The Box“, erschienen Ende 2010. Mit dabei auch Jim Lauderdale. Ein absolut gelungenes Album, das leider, wie schon die Vorgänger viel zu wenig Beachtung in den Medien fand. Mag sein, dass die eher introvertierte, feinfühlige Künstlerin kein Mensch ist, der viel Aufheben von sich macht. Sie möchte ganz einfach nur durch ihre Musik überzeugen und die Menschen für sich gewinnen. Ohne die geballte Unterstützung der Medien ein zähes Unterfangen. Ihr ist es egal, sie will es so.

Nicht nur in der musikalisch so vielschichtigen Musik-Szene in und um Austin ist sie längst eine feste Größe, auch in Teilen Europas konnte sich Brennen Leigh eine treue Fan-Gemeinde erarbeiten. Hier ist in erster Linie Norwegen zu nennen, wo sie innerhalb der letzten acht Jahre bereits fünfmal zu Gast war.

Es wäre zu schön, diese Künstlerin auch einmal in Deutschland live erleben zu können. So bleibt derzeit nur der Ausweg, sich ihre Alben anzuhören. Und in diesem Zusammenhang noch ein Geheimtipp: es gibt in den USA ein weibliches Trio mit dem Namen Carper Family (kein Druckfehler). Traditionelle Musik vom Allerfeinsten. Mit dem Trio ist sie gelegentlich on stage und spielt Mandoline bzw. Gitarre. Brennen Leigh – mehr als eine Alternative zu Taylor Swift und Carrie Underwood!

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