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Tom Shapiro: Lieber Songschreiber statt Lehrer

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Es soll jede Menge Sänger in Nashville, Tennessee gegeben haben, die davon überzeugt gewesen sind, mit einem Song von Tom Shapiro eine Hit-Garantie „eingekauft“ zu haben. Wenn man die beeindruckende Liste von erfolgreichen Songs sieht, an denen er zumindest als Co-Autor beteiligt war, kann man das verstehen.

Es gibt auch in Music City – Nashville, tatsächlich nur wenige Songschreiber, die eine ähnlich erfolgreiche Karriere hingelegt haben wie Shapiro. Er stammt aus Kansas City, einer Großstadt im Bundesstaat Missouri, die nicht unbedingt dafür bekannt ist, der Country Music große Künstler zugeliefert zu haben.

Tom ShapiroAuch Tom Shapiro hatte als Kind mit Country nichts im Sinn. Filmmusik interessierte ihn viel mehr. Er lernte Klavier spielen und studierte in Oklahoma u.a. Französisch. Ein Kommilitone dort schrieb in seiner Freizeit Lieder, das wiederum machte Shapiro so neugierig, dass er sich seinem Kumpel anschloss.

Shapiro: „Wie so oft hinterlassen solch ersten Erlebnisse nachhaltige Wirkung. Ich kam danach vom Songschreiben nicht mehr los. Es beeinflusste mein Studium, das ich in Kalifornien und in Boston absolvierte. Meine Hauptfächer waren Musik und Englisch – das brauchte ich als Songschreiber stellte ich mir vor. Ich wurde dann zunächst Musiklehrer in Kalifornien. Ich wollte aber unbedingt Songschreiber werden, nicht Lehrer sein. Mitte der 1970er Jahre setzte ich dann voll aufs Schreiben. Zunächst musste ich mir mit anderen Tätigkeiten das nötige Kleingeld verdienen.“

Shapiro bekam einen Autorenvertrag bei einem Musikverlag, Künstler wie Sister Sledge und Smokey Robinson nahmen den einen oder anderen seiner Songs auf. George Benson bewirkte die Wende hin zum Erfolg. Er hatte Shapiros „Never Give Up On A Good Thing“ aufgenommen und damit die Top Ten der Pop-Charts geentert. Diese Bestätigung hatte Shapiro gebraucht. Er erzählt: „Montag bekam ich Nachricht, dass der Song aufgenommen worden war. Dienstag kündigte ich meinen Job, Mittwoch packte ich meine Klamotten und Donnerstag düste ich nach Nashville. Von L.A. hatte ich die Nase voll“

Bis dahin hatte er Country Music nicht auf der Rechnung. Erst eine Begegnung mit Michael Garvin änderte das, denn Garvin gab ihm so etwas wie Unterricht im „Country Song Schreiben“. In Nashville fasste Tom Shapiro sofort Fuß, Tree International nahm ihn unter Vertrag. Stars von Crystal Gayle über Eddy Raven, Marie Osmond oder George Strait griffen zu, Lorrie Morgan, Janie Fricke oder Tanya Tucker kletterten dank Shapiro an die Spitze der Charts. Eine Übersicht in Listenform am Ende dieses Beitrages wird dokumentieren, wie gefragt Tom Shapiro seit den 1980er Jahren ist. Der eine oder andere Sänger verdankt Tom Shapiro praktisch seine eigene Karriere. Der wiederum begnügte sich nicht mit dem Schreiben, er schlüpft immer wieder einmal in die Rolle des Produzenten – mit ähnlichem Erfolg. Billy Dean und Pop Ikone Dusty Springfield profitierten reichlich davon.

Im Jahre 2004 konnte Tom Shapiro ein besonderes Jubiläum feiern. Da erreichte die 50. Single mit einem von ihm geschriebenen Song die Billboard Top Ten – eine Erfolgsserie, die ihresgleichen sucht. Natürlich ist der Mann mit allen Ehren bedacht worden, die für einen Songschreiber möglich sind. Was ihn aber keinesfalls hat satt werden lassen, denn Mr. Shapiro schreibt fleißig weiter Songs, auch wenn natürlich längst nicht jeder aufgenommen, geschweige denn ein Hit wird. Shapiro: „Ich habe das Schreiben einfach im Blut, etwas anderes könnte ich auch nicht mehr machen. Eine Altersgrenze gibt es für einen Autoren Gott sei Dank nicht. Solange es mir Spaß macht und mir der Herr dort oben Ideen schickt, werde ich weiter schreiben. Wobei mir völlig klar ist, dass natürlich längst nicht alle Lieder, die man schreibt, gut genug sind, um aufgenommen zu werden. Aber über die spricht man nicht, das sind sozusagen die Späne, die beim Hobeln abfallen“

Hier in alphabetischer Reihenfolge eine Auswahl an Songs, die Tom Shapiro zumindest als Co-Autoren ausweisen und die die Top Ten erreicht haben. Eine komplette Übersicht über alle aufgenommenen Songs von Tom Shapiro würde den Rahmen des Beitrages sprengen.

Auswahl an Songs, die bis in die Top 10 der Charts kletterten:

Ain’t Nothin‘ ‚Bout You (Brooks & Dunn)
Are You Ever Gonna Love Me (Holly Dunn)
Better Things To Do (Terri Clark)
Don’t Stop (Wade Hayes)
Highway Robbery (Tanya Tucker)
Hot Mama (Trace Adkins)
I Could Use Another You (Eddy Raven)
I Keep Looking (Sara Evans)
I Miss my Friend (Daryl Worley)
I Only Wanted You (Marie Osmond)
If There Hadn’t Been You (Billy Dean)
If You Ever Stop Loving Me (Montgomery Gentry)
If You Loved Me (Tracy Lawrence)
If Your Heart Ain’t Busy Tonight (Tanya Tucker)
In A New York Minute (Ronnie McDowell)
In Another World (Joe Diffie)
It Won’t Be Me (Tanya Tucker)
It’s What I Do (Billy Dean)
Just Let Me Be In Love (Tracy Byrd)
Living And Living Well (George Strait)
My Give A Damn’s Busted (Jo Dee Messina)
No Place That Far (Sara Evans)
Nothin‘ New Under The Moon (LeAnn Rimes)
Oh Me Oh My Sweet Baby (Diamond Rio)
Only Love Can Save Me Now (Crystal Gayle)
Only When I Love (Holly Dunn)
Perfect (Sara Evans)
She Never Let’s It Go To Her Heart (Tim McGraw)
Somebody Else’s Moon (Collin Raye)
That Ain’t My Truck (Rhett Akins)
Thinkin‘ About You (Trisha Yearwood)
This Is Me (Randy Travis)
Walking Away A Winner (Kathy Mattea)
Watch Me (Lorrie Morgan)
When Boy Meets Girl (Terri Clark)
Wink (Neal McCoy)
You Really Had Me Going (Holly Dunn)
You’re Beginning To Get To Me (Clay Walker)
You’re Easy On The Eyes (Terri Clark)
Your Heart’s Not In It (Janie Fricke)

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