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Justin Haigh: Leute wie er …

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Halten die Fahne der traditionellen Country Music hoch. Man sucht diese Art der Country Music in den aktuellen Charts zwar meist vergebens, doch heißt das nicht, dass es sie nicht mehr gibt. Im Gegenteil, eine ganze Reihe von Interpreten haben sich der Honky Tonk Music verschrieben, Künstler, deren Namen nicht nur hierzulande meist unbekannt bleiben, man kennt sie auch in ihrer amerikanischen Heimat nur regional oder in bestimmten Fan-Kreisen.

Justin Haigh ist solch ein Sänger. Er kommt aus einer Gegend, in der man nicht unbedingt einen Country-Sänger suchen würde. Seine Wiege stand in Wessington im Bundesstaat South Dakota, knapp 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Pierre gelegen.

Justin Haigh„Meine Eltern hatten eine Farm dort. Dad kaufte mir meine erste Gitarre als ich 4 Jahre alt war“, erzählt Haigh. „Ich bin aufgewachsen mit Vieh und Pferden. Ich kenne die langen und harten Arbeitstage, an denen Heu geerntet wird, Zäune repariert werden, Pferde zugeritten. Da blieb lange nur wenig Zeit, mich aktiv mit Musik zu befassen.“

Die hörte er stattdessen im Radio. In der Regel war es Country Music. Und das hatte irgendwann Auswirkungen. Haigh: „Merle Haggard, Waylon Jennings, Lefty Frizzell, Hank Williams oder die TV-Serie Hee Haw waren meine wichtigsten Einflüsse in der Jugend. Aber ich mag auch Brad Paisley, AC/DC, Jamey Johnson, ich bin einfach ein Musik-Fan. Doch die traditionelle Country Music steht bei mir ganz oben.“

Dass dies mit Sicherheit keine Floskeln oder gar leere Versprechungen sind, machte er mit zwei prächtigen Studioalben deutlich. Im Jahr 2006 erschien der Silberling „Pale Horse Rider“, 2011 folgte „People Like Me“. Herzerfrischende, schnörkellose Country Music. Justin Haigh erzählt in seinen Liedern meist selbst verfasste Geschichten. Dabei greift er auf seine mannigfachen Erfahrungen zurück, die er als Rancher, LKW-Fahrer, Arbeiter in einer Fleischfabrik und während seiner Zeit bei der U.S. Air Force sammeln konnte. „Den Titel People Like Me (Leute wie ich) habe ich ausgesucht, weil meine Musik die Liebhaber traditioneller Country Music mit Steel Guitar und Fiddle ansprechen soll. Leute also, zu denen ich selbst mich auch zähle“, lächelt er.

Beide Alben, die im Online-Handel erhältlich sind, bestätigen, dass Justin Haigh es ernst meint mit seiner Devise. Wer seine Vorbilder sind, ist unüberhörbar. Gleichwohl bewahrt er seine eigene musikalische Identität. Ein Lied wie „All My Best Friends (Are Behind Bars)“ (Alle meine besten Freunde sitzen hinter Gittern), zu dem es auch ein Video gibt, beweist zudem, dass Haigh ein humorvoller Mensch ist. Den Song schrieb er übrigens, nachdem das Album eigentlich schon fertig war. Man befand ihn aber für so gut, dass er noch mit eingebaut wurde. Veröffentlicht hat „People Like Me“ das texanische Indie-Label Apache Records.

In Texas, wo Justin Haigh unterdessen beheimatet ist, kann er auf eine starke Fan-Gemeinde bauen, für die er regelmäßig auf der Bühne steht. Schade, dass Austin, Frederiksburg, Brady, Waco und Dallas so weit weg sind …

Album-Tipps:

Pale Horse Rider (2005) – Bestellen bei: Amazon
People Like Me (2011) – Bestellen bei: Amazon

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