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Billy Currington: We Are Tonight

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In der von Stilmixen dominierten New Country-Szene ist es für gestandene Künstler zunehmend schwieriger geworden, die eigene, unverwechselbare Marke aufrechtzuerhalten. Andererseits hat das Aufbrechen der vorhandenen Genregrenzen mit seinen Pop-, Rock- und Hip-Hop-Anleihen der Country Music eine ungeahnte mediale Breitenwirkung beschert, von der auch die Etablierten der Szene profitieren.

In diesem Spannungsfeld hat nun auch Billy Currington mit seinem neuesten Album Stellung bezogen. Dem mit einer naturgegebenen, relaxten Smoothness behafteten Feelgood-Guy ist es mit We Are Tonight in der Tat gelungen, frisch und modern zu klingen ohne seiner traditionellen Linie untreu zu werden. Auch wenn diese Linientreue gegenüber den zeitgleich erschienenen Alben von Chris Young und Justin Moore mit geringeren Verkaufszahlen quittiert wurde, überzeugt das Vorliegende durch hohe Authentizität, unaufgeregt-reduzierte Arrangements und ein hohes Maß an „good vibrations“.

Der Opener und Smash-Hit „Hey Girl“ schlägt da ein bisschen aus der Art und lässt mit den branchenüblichen Anzüglichkeiten die Redneckseele hochleben. Bereits bei dem wohltuend-reduzierten „Wingman“ und dem mit einer leichten George-Strait-Attitude behafteten „One Way Ticket“ wird der Traditionsfaden konsequent aufgenommen und mit einem Summer-Revival-Feeling gekonnt in Verbindung gebracht. Nach der Ballade „23 Degrees And South“, die einem Kenny Chesney auf den Leib geschneidert scheint und stimmlich eindrucksvoll umgesetzt wird, folgt mit „We Are Tonight“ das einzig echte Zugeständnis an die Mainstreamredakteure der Radiostationen. Hier werden vom pulsierenden Upbeat bis zum wuchtigen Backgroundchor die Belange der Partyfraktion – zugegebenermaßen sehr gelungen, bedient.

Nach dem augenzwinkernden Willie-Nelson-Duett „Hard To Be A Hippie“ folgen die vielleicht stärksten Momente des kurzweiligen aber eindeutig zu kurzen 10-teiligen Machwerks. „Closer Tonight“ ist durchweg outstanding und reicht an frühere Karriere-Highlights wie „Must Be Doin‘ Something Right“ oder „People Are Crazy“ heran. Auch das ebenfalls aus der Feder Shane McAnallys stammende „Another Day Without You“ oder das originelle Jack-Johnson-Cover „Banana Pancakes“ bringen den Feelgood-Habit perfekt zum Vorschein. Mit dem abschließenden Earcatcher „Hallelujah“ verfestigt sich der Eindruck, dass Billy Currington mit seinen nunmehr 40 Lenzen noch nie besser geklungen hat.

Fazit: Billy Currington hat mit „We Are Tonight“ dem Mainstreamdruck standgehalten und mit Hilfe eines gewieften Produzententrios seine Linie im Sinne der Tradition überzeugend fortgeführt. Dabei scheut er sich keineswegs, die bei einigen Kollegen mittlerweile als uncool verpönte Steelguitar einzusetzen, um neben den vorhandenen Pop- und Soulanleihen seine Position als Countryguy zu untermauern. Das Album kommt insgesamt ohne jegliches Füllmaterial aus und verstärkt den Wunsch, den ausklingenden Sommer noch mal neu zu starten. Einziges Manko: 38 Minuten Spielzeit sind angesichts der vortrefflichen Darbietung entschieden zu kurz.

Die CD We Are Tonight von Billy Currington – Bestellen, Format, VÖ. und Label:

   

Billy Currington: We Are Tonight
Künstler: Billy Currington
Albumtitel: We Are Tonight
Format: CD & Digital
Veröffentlicht: 2013
Label: Mercury (Universal)

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Trackliste:

01. Hey Girl
02. Wingman
03. One Way Ticket
04. 23 Degrees And South
05. We Are Tonight
06. Hard To Be A Hippie – mit Willie Nelson
07. Closer Tonight
08. Another Day Without You
09. Banana Pancakes
10. Hallelujah

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Über Bernd Wenserski (587 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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