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Eric Paslay: Eric Paslay

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Eric Paslay ist der klassische Typ für den zweiten Blick. Während die smarten New-Country-Guys von Luke Bryan über Jake Owen bis Thomas Rhett ihre Rolle als „Singing Womanizer“ nach außen tragen, ist der rotbärtige Texaner eher gezwungen, durch andere Werte zu überzeugen. Doch diese Werte haben es in sich und präsentieren der Szene mit dem nun erschienenen Debütalbum eines der vielseitigsten Countrytalente der letzten Jahre.

Von den musikalischen Einflüssen her ist Eric Paslay ein klassischer Southern Boy und damit dem Country tief verbunden. Neben Johnny Cash, den er als glaubwürdigen Geschichtenerzähler bewundert, zählen Rodney Crowell und Dave Matthews zu seinen Inspirationsquellen. „Ich habe mir regelmäßig Austin City Limits und die Grand Ole Opry angeschaut und ansonsten von Country über Rock, Southern Rock bis hin zum Jazz alles mitgenommen“, beschreibt Paslay seine musikalische Prägung.

Dennoch schien seine Rolle im Hintergrund als anerkannter Songwriter der Nummer-Eins-Hit-Singles von Jake Owen (Barefoot Blue Jean Night), der Eli Young Band (Even If It Breaks Your Heart) und Love & Theft (Angel Eyes) zunächst festgelegt. „Ich war der Meinung, jede Menge Soul in der Stimme zu haben, als mir irgendjemand sagte, dass ich nicht genügend rocken würde“, erinnert sich der sympathische Rotschopf an einen seiner ersten Liveauftritte. „Das war für mich wie eine Kampfansage mit dem Ergebnis, dass ich nach meinem nächsten Song nur noch ungläubiges Staunen erntete.“

Die daraus resultierende Erkenntnis des Mannes aus Abilene lautet: „Wenn Du auf eine Wand stösst, versuche sie einzureissen“, und genau dies schien sich im letzten Sommer auszuzahlen. Quasi aus dem Nichts brachte Eric Paslay mit der Party-Single „Friday Night“ das gesamte Countryradio hinter sich und hat es nun nach mehr als 40 Wochen an die Spitze der Airplaycharts geschafft. Dieser in seiner Message einfache aber eingängig konzipierte Sing-A-Long ist jedoch alles andere als repräsentativ für die Fähigkeiten seines Interpreten und könnte Käufer des neuen Albums glatt auf eine falsche Fährte locken.

„Eric Paslay“ ist kein Party-Album sondern die Visitenkarte eines Künstlers, der die Gesetzmäßigkeiten des aktuellen Musikbusiness geschickt verarbeitet und mit seinen Songwritingskills zu verbinden weiss. Er schafft damit einen Spagat zwischen den kommerziellen Anforderungen des Radiopublikums und der individuellen Note, die ihn als eigenständigen Singer-Songwriter auszeichnet. Seine Stärken als Storyteller werden schon zu Beginn bei dem megaintensiven „Keep On Fallin'“ deutlich, die er mit seiner reichhaltigen Stimme auf „Less Than Whole“ und dem schon fast introvertierten Closing-Track „Deep As it is Wide“ überzeugend bestätigt. Songs wie das durchweg radiotaugliche „Never Really Wanted“, der mit einem leichten Bluegrass-Flavour unterlegte Uptempo-Song „Here Comes Love“ oder die neue Single „Song About A Girl“ geben dem zeitgemäßen New-Country Flair durch Paslays Stimmfarbe und klassische Beigaben wie Steel, Mandoline und Banjo besonderen Charakter. „Countryside Of Heaven“ ist der traditionellste Song des Albums und findet in der Ergänzung durch Little Big Town eine ganz spezielle Soundfärbung. Die Ballade „She Don’t Love You“ belegt nochmals, dass die Vorzüge von Paslays Songinterpretation bei reduziertem Instrumenteneinsatz besonders zum Vorschein kommen.

Am Ende bleibt festzustellen, dass ein Musiker wie Eric Paslay, der in der Lage ist, sich selbst derartig authentische Songs auf den Leib zu schneidern, vom Countrypublikum mit offenen Armen aufgenommen werden dürfte.

Fazit: Eric Paslay setzt mit seinem selbstbetitelten Album die Serie der herausragenden (New) Country-Veröffentlichungen 2014 nahtlos fort. Auch wenn er den Partylöwen durchaus glaubwürdig zu verkaufen weiss, zeigt sich seine wahre Stärke in den leisen, intensiven Momenten. Kraft seiner charismatischen Stimmfarbe besitzt der 30-jährige Texaner in der musikalischen Verpackung lebensnaher Stories einen besonderen Wiedererkennungswert. Songs wie „Keep On Fallin'“ oder „Deep As It Is Wide“ sind Schmuckstücke, die keine realistische Chance haben, als Single zu erscheinen. Dies ist ein Grund mehr, direkt auf das Album zuzugreifen.

Das aktuelle Album von Eric Paslay – Bestellen, Format, VÖ. und Label:

 
Eric Paslay
 
Künstler / Albumtitel: Eric Paslay – Eric Paslay
Format / Label / Veröffentlicht: CD &, Digital (Capitol Nashville, 2014)
 
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Trackliste:

01. Keep On Fallin‘
02. Friday Night
03. Less Than Whole
04. Country Side Of Heaven
05. Never Really Wanted
06. Here Comes Love
07. Like A Song
08. Good With Wine
09. She Don’t Love You
10. Song About A Girl
11. Deep As It Is Wide

 
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Über Bernd Wenserski (588 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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