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Blackberry Smoke – Der Hahn kräht erst um Mitternacht!

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Blackberry Smoke sind in den U.S.A längst vom Geheim-Tipp zum Headliner-Artist avanciert und füllen problemlos sämtliche Venues des House Of Blues oder die großen Theater der Republik. Die Jungs aus Atlanta, Georgia, sind 2014 endlich wieder seit den letzten Konzerten im Jahre 2009 auf Europa-Tournee und so war es kein Wunder, dass Hamburgs rockender Groß-Container-Schuppen das Logo rappelvoll war und der Grizzlie-Bär zum Lock-N-Loll tanzte.

Als Special Guest hielten Million $ Reload die Fahnenstange des klassischen Hard-Rock hoch. Die Mucke à la Guns N‘ Roses bis hin zu Aerosmith sorgte sofort für ausgelassene Stimmung. Musikalisches Aushängeschild waren die beiden Gitarristen Bam und Andy Mack mit Ihren Gitarren-Soli.

Der kraftstrotzende Vokalist Phil Conalane sah optisch, wie der Bruder von Ricky Warwick aus. Da die Band aus Nord-Irland stammt, durfte die exzellente Cover-Version von „Cowboy Song“ von Thin Lizzy nicht fehlen. Dies war vom Titel die einzige Assoziation zum Thema Country im Live-Repertoire. Wenigstens durften die anwesenden Country-Freaks bei geschlossenen Augen vom Ride mit der Harley Davidson auf der Route 66 oder im Grand Canyon träumen. Ein rockiger Einheitzer für Blackberry Smoke.

Nach einer überlangen Umbaupause wurde die Bühne zuerst passend zum Bandnamen von Tour-Manager Scott wie bei einem Schamanen-Ritual geweihräuchert. Danach war es dann endlich soweit und Blackberry Smoke aus Atlanta, Georgia betraten mit Hurricane-Applaus die Bühne. Mit dem Country-Südstaaten-Kracher „Leave A Scar“ rockten sie sofort fulminant los und der sprichwörtliche Funke zwischen Band und Publikum im Logo sprang sofort sprichwörtlich rüber. Sänger und Lead-Gitarrist Number One Charlie Starr duellierte sich dabei als Double-Twin-Lead-Axe Attack mit Number Two Paul Jackson. Unglaublich wie Charlie seine Soli der Extra-Klasse so performte und dabei noch inbrünstig und voller Glorie sang.

Blackberry Smoke

Bei „Six Days To Sunday“ war Brandon Still als Keyboarder im Spot-Light durch seine heißblütigen, virtuosen Honky-Tonk-Piano-Soli. Hier hätte noch eine Burlesque-Tänzerin von der nahen Reeperbahn gepasst. Bei „Good One Comin‘ On“ zollten Blackberry Smoke der legendären The Band musikalisch Tribut und der Spirit of Woodstock wurde im Logo zelebriert. Die Country-Hymne „The Whipporwill“ wurde zum meditativen Jam-Höhepunkt mit dem verzaubernden Multi-Harmonie-Gesang. „Shakin‘ Hands With The Holy Ghost“ rockte danach voll ab und head-bangen war angesagt. Die Rhythmus-Fraktion um Richard Turner am Bass und Brit Turner am Schlagzeug, sorgten für groovende Power par Exzellenz. Die beiden Brüder sind vom Outfit und mit Ihren Bärten die Hippies in der Band.

Pure Southern-Country-Passion war bei „Ain’t Got The Blues“ angesagt. Charlie griff hier zur Western-Akustik-Gitarre und die wunderschönen Melodien verwandelten das Logo in ein Tollhaus. Die Koyoten sangen den Refrain als Background-Chor lautstark mit. Väterchen Winter wurde durch diesen Song endgültig in den Ruhe-Schlaf geworgen … Hell-Yeah!

Nach 80 Minuten gingen trotz Jubelstürmen die Lichter im Logo nach „Ain’t Much Left Of Me“ als finalem Song an und Musik erklang vom Tape. Sehr schade, auf der Set-Liste standen noch zwei Zugaben: „Sanctified Woman“ & „Shaker Your Magnolia“ Es war trotzdem richtig geil live. Der Blackberry Smoke-Hahn krähte an diesem Montag in Hamburg-Rotherbaum erst kurz vor Mitternacht zum Nachtschlaf.

Wer die sympathischen Jungs, die nach dem Gig noch fleißig am Tour-Bus Autogramme schrieben und für Fotos posierten verpasst hat wird im November 2014 nochmals die Gelegenheit haben, also nicht verpassen.

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