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Aus oder Weitermachen? Fortsetzung von „Nashville“ noch ungewiss

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Vor zwei Monaten, so berichtet das US-Magazin Billboard, erhielten die Mitarbeiter der Serie in Nashville den Rat, sich für Mai neue Jobs zu suchen. Das Aus der Serie schien nach der zweiten Staffel sicher, denn die Zuschauerzahlen waren von 6,5 auf durchschnittlich 5,5 Millionen zurückgegangen.

Doch nun gibt es für die immer noch zahlreichen Fans wieder Hoffnung. ABC hat nämlich keine andere Show, die besser läuft. Also hat der Fernsehsender zumindest für die verbleibenden Folgen bis zum Finale am 14. Mai umgedacht. Es wird massive Unterstützung durch eine Werbungkampagne mit der Musik, die in der Serie ja reichlich (und gut) gemacht wird, geben.

Im April und Mai werden in Chicago, New York und Washington D.C. Livekonzerte mit Stars von Nashville stattfinden. Dabei sind der von Country.de portraitierte Sam Palladio, sowie Charles Esten, Jonathan Jackson, Chris Carmack und die überaus talentierte Clare Bowen (deren Song „Black Roses“ ab Samstag, dem 19. April auf Platz 30 der Hot Country Songs einsteigt). ABC wird die Aufzeichnung einer Liveshow „Nashville: On The Record“ im Ryman Auditorium senden und am 6. Mai wird die Plattenfirma Big Machine den vierten Soundtrack mit der Musik aus der Serie veröffentlichen.

Big Machine kann das Interesse an der Musik auch mit Zahlen belegen. Drei Millionen einzelne Songs wurden bisher heruntergeladen, am meisten „If I Didn’t Know“ (255.000) und „Fade Into You“ (251.000), beides Duette von Clare Bowen und Sam Palladio. Der Soundtrack Nummer 1 „Music Of Nashville“ hat sich bereits 326.000 mal verkauft. In der jetzt laufenden Staffel sind insgesamt 64 neue Countrysongs zu hören, was nur von der Show Glee übertroffen wird, deren Lieder allerdings ausschließlich Coverversionen sind. All diese Aktivitäten unterstreichen, welche große Rolle die Musik in der Serie spielt.

Nashville und die Frauen

Ein wichtiges Argument für den Fortbestand der Serie sind die Frauen! Genauer gesagt, die weiblichen Zuschauer zwischen 18 und 49 Jahren. Zwei Millionen von ihnen schauen Nashville regelmäßig an, was ein sehr wichtiges Argument für die Werbebranche und damit für die Sender ist, die in den USA ja ausschließlich von den Werbeeinnahmen leben. Und selbst wenn die Männer dazugezählt werden, bleibt noch ein guter Zuschauerschnitt in dieser Altersgruppe.

Die Stadt und die Serie

Die Serie Nashville ist natürlich auch für die Music City Nashville ein wichtiger Faktor. Die Stadtverwaltung hat durch finanzieller Unterstützung und Steuernachlässen in Höhe von 13 Millionen Dollar die Produzenten veranlasst, sämtliche Dreharbeiten direkt vor Ort durchzuführen. Eine lohnenden Investition, denn ca. 40 Millionen hat Nashville dadurch eingenommen. Im vergangenen Jahr gaben bei einer Umfrage des Touristenbüros immerhin 20 Prozent aller Touristen an, dass die Serie ein motivierender Faktor für ihren Besuch gewesen sei. Ich selbst habe beim vergeblichen Versuch, ins Bluebird Café zu kommen, gemerkt, wie begehrt die Plätze geworden sind, seit hier viele Szenen gedreht wurden. Das Bluebird Café kann sich vor Sängerinnen und Sängern, die hier auftreten wollen, kaum noch retten und der T-Shirt-Verkauf mit Bluebird Café-Motiven hat sich explosionsartig entwickelt.

Trotz allem hat ABC angekündigt, dass am 13. Mai in New York die endgültige Entscheidung bekannt gegeben wird. Bei aller Unsicherheit, ob es eine dritte Staffel geben wird, sehen die Fans einen Silberstreifen an Horizont. Die schon legendäre Erfinderin der Serie und Regisseurin Calli Khouri (von ihr stammt der Kultfilm „Thelma & Louise“) hat sich soeben ein Haus in Nashville gekauft!

Die 20. Episode der zweiten Staffel von Nashville „Your Good Girl’s Gonna Go Bad“ wird in Deutschland auf Fox Channel am 30. April zu sehen sein.

Drei Soundtracks zu The Music of Nashville (Original Soundtrack)

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Über Franz-Karl Opitz (1002 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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