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Weldon Henson: Austin’s Favorit

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Nun ja, neu im Geschäft ist der Bursche beileibe nicht, mir ist er seit 2008 bekannt. Und da war er schon eine Weile mit seiner Musik unterwegs. Auch wenn er kaum über seinen Heimatstaat Texas hinaus bekannt ist, ändert das nichts an der Tatsache, dass Weldon Henson herzerfrischende, handgemachte Country Music spielt.

Bei ihm kommt die Steel Guitar noch voll zur Geltung und die Post geht mit Pep und Drive ab. Aber es gibt auch besinnliche Klänge, die so richtig vom Feeling getragen werden. 2008 war es als mir sein Debüt „Tryin‘ To Get By“ in die Hände fiel und sofort mein Interesse weckte als sich die CD im Player drehte. Klar, dass man dann auch wissen will, mit wem man es zu tun hat.

Lange suchen musste ich nicht, denn die Spur führte nach Texas, genauer gesagt nach Austin. Dort gehört er seit mehr als einem Jahrzehnt zu den beliebtesten Honky Tonkern und weiß eine große Fangemeinde hinter sich. Ziemlich sicher wird man ihn in einem der klassischen Honky Tonks oder einer Dance Hall des Hill Country live erleben können, in Kultstätten wie The Broken Spoke, White Elephant, Ginny’s Little Longhorn, Coupland Dancehall oder in Luckenbach, Gruene und New Braunfels.

Weldon Henson’s Weg führte gradlinig in die Musik, sein Werdegang unterscheidet sich nicht von denen ungezählter anderer Country-Sänger. Geboren wurde er in dem texanischen Örtchen mit dem schönen Namen Humble (in Deutsch: bescheiden). In der im nördlichen Dunstkreis von Houston gelegenen Kleinstadt mit ihren knapp 15000 Einwohnern hörte Henson Country Music in Radio, in den Eis-Cafe’s kam sie aus der Jukebox. Was er hörte, weckte seine Neugier und irgendwann fand er sich in einer School-Band wieder, wo er alles mögliche ausprobierte. Dass seine Zukunft in der Musik liegen könnte, wurde ihm erst ernsthaft in der Air Force bewusst. Da bekam er von seinem Großvater eine Gitarre geschenkt und den guten Rat, es doch damit und mit seiner Stimme zu versuchen. In der Air Force kam er ziemlich umher, sogar bis nach Korea, was ihm reichlich Gelegenheit gab, Erfahrung zu sammeln. Als Henson 2006 zurück ins Zivilleben kehrte stand eines für ihn fest: „Eines Morgens wachte ich auf und mir war klar, das Einzige, was ich wirklich tun wollte, war mit Musik meinen Unterhalt verdienen. Unbeleckt war ich ja nicht mehr, denn ich hatte es ja schon damit versucht als ich eigentlich zu jung war, um in den Honky Tonks aufzutreten, in denen ich musizierte.“

Weldon-Henson

Henson fackelte nicht lange, er setzte seinen Wunsch in die Tat um und ist seither als Musiker und Songschreiber tätig. Seine Auftritte sind energiegeladen und versetzen einen zurück in die Zeit der klassischen Honky Tonk-Tage. Dabei mischt Henson seiner Musik eine attraktive Prise Modernität ebenso bei wie einen gehörigen Schuss Rock’n’Roll. Es fällt auf, dass bei seinen Gigs die Tanzfläche stets voll ist und sich im Publikum ebenso viele ältere Leute wie Jugendliche befinden. Genau so möchte er es haben, denn „die Tänzer sind längst ein Teil unserer Show. Du glaubst nicht, was es für einen Musiker bedeutet, wenn die Leute auf die Tanzfläche rennen!“ Die Zutaten dazu liefert er ihnen in Form von Swing, Two Step, Walzer, Polkas, einfach das, was Honky Tonk Music shon immer ausgemacht hat und was man in Texas noch an vielen Orten hören will. Dank Interpreten wie Weldon Henson wird im Lonestar State eine regelrechte Honky Tonk Kultur gepflegt.

Seit seinem ersten Album „Tryin‘ To Get By“ sind zwei weitere CDs von ihm erschienen: 2009 „Trouble For Me“, ein Album, was weder ihm Ärger einbrachte noch ein Ärgernis darstellt. Ganz im Gegenteil. „One Heart’s Gone“, veröffentlicht schon 2011, ist derzeit seine aktuelle Scheibe. Auch darauf präsentiert er wieder bärenstarke 11 Songs, wobei er nicht auf bereits bekannte Winner zurückgreift sondern – wie gehabt, möglichst Original-Songs verwendet. Wenn man in der Lage ist, sie so zu singen wie Weldon Henson, hat man es nicht nötig, mit Honky Tonk Klassikern auf Nummer Sicher zu gehen.

Ein Kollege sagte in seiner spontanen Begeisterung über Henson: „Weldon bedeutet für die Country Music nicht nur hier in Texas das, was ein eiskaltes Bier an einem langen, harten, schwülen Sommertag ist!“ Schade nur, dass Weldon Henson über seine Heimat hinaus kaum bekannt ist.

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