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Hayseed Dixie – Kult, Hillbilly Deluxe & Schwarzbier

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Hayseed Dixie, die sagenumwobene Gruppe, die in solch einzigartiger Weise aus Hard-Rock-Liedchens, vor allem der Marke Atze Detze, eigenständige Rockgrass-Country-Songs, aber auch Eigenkompositionen, mit einem gehörigen Schuss Selbstironie kreiert, gastierte in Bremens Kulturzentrum Lagerhaus, dem idealen Etablissement für diese Party.

Als die Fans die Bühne kurz vor Anfang betrachteten, war allerdings Ernüchterung angesagt. Es waren nur Wasserflaschen auf der Stage zu erspähen. Doch die Rettung nahte in Form von Tourmanager Horst a.k.a. Mick Griese, der auch in der exzellenten Police-Tribute-Band Regatta de Blanc Lead-Sänger und Bassist ist, in Form von mehreren Kästen Bier. Einfach ein Pils, das war den Dixie’s nicht stark genug, so startete die Zelebration unter dem Motto: „Lasst uns gemeinsam Feiern und Trinken mit Schwarzbier!“

Hayseed Dixie starteten mit „Dirty Deed Done Dirt Cheap“, bekannt durch die Australischen Kängurus. Diese musikalische Country-Hillbilly-Mischung mit der Uniqueness-Instrumentierung von Mandoline, Banjo, Akustik-Gitarre und Bass, verzauberte vom ersten Ton an. Die Wolfsmeute war aus dem Häuschen und das Lagerhaus glich sofort einem Madhouse. Bei „You Shook Me All Night Long“ griff Mastermind John Wheeler a.k.a. Barley Scotch, das erste Mal zu seiner Fiddle. Was für Töne er dieser entlockte, wie ein Teufelsgeiger spielte und dabei noch röhrte wie ein Brunfthirsch, einfach nur sagenhaft! Das bringt die verehrte Legende Charlie Daniels nicht mal fertig.

Hayseed Dixie

„Bohemian Rhapsody“ der Königlichen bot wundervollen Harmoniegesang mit Fratzen-Mimik, vor allem durch den traumhaften Mandoline-Solisten – Hippy Joe Hymas. Dieser ist auch als Impersonator für die nächste Folge von „Die Welt sucht den verrücktesten Gartenzwerg“ ein möglicher Sieger. Eine Verneigung am deutschen Liedgut mit „Schnaps das war sein letztes Wort“ und die Düsseldorfer Kultis von den „Toten Hosen“ mit „Hier kommt Alex“ – in perfektem Deutsch von Barley vorgetragen, waren der Hammer. Immer wieder folgte die Aufforderung in Tedesko zum „GGemeinsamen Feiern“ und ein nervöser Jüngling, der vor dem Gig auf und ab wanderte von Bühnenrand zu Bühnenrand, verlor diese endlich als man ihm bei „Die richtige Zeit für Schwarzbier“ das Lieblingsgetränk zum Prosten reichte. Bassist Jake „Bakesnake“ Byers sorgte dabei für den „Rhythmus bei dem jeder mit muss“!

Bei „Poison“ von Alice Cooper stand der Flitzeflink Johnny Butten im Rampenlicht mit seinen Banjo-Eskapaden. Er behielt dabei die stoische Ruhe als „The Coolest Man In The Band“, sein Spiel aber brachte die Saiten zum Hitzeglühen. Die Zeit verging in Windeseile und mit „Comfortably Numb“ von den Rosa Floyd’s endete ein sagenhaftes Konzert der Extraklasse voller Energie und Spielfreude mit donnerndem Applaus. Danach gesellte sich die Band zum Publikum am Merchandise-Stand um weiter einen zu trinken!

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