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Hank Snow: Der vergessene Superstar

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Wir alle haben es noch gut im Ohr, Truck Stop wollte schon vor vielen Jahren nicht nur Dave Dudley und Charley Pride hören, sondern auch Hank Snow. Über Jahrzehnte hinaus war der gebürtige Kanadier einer der erfolgreichsten Countrysänger. In diesem Jahr, genau am 9. Mai, jährte sich sein Wiegenfest zum 100. Mal. Bei einem Künstler seiner Bedeutung hätte man sicherlich erwarten können, dass anlässlich diesen Datums, der als Clarence Eugene Snow geborene Künstler, entsprechend gewürdigt wird. Doch was geschieht? Fast gar nichts.

Während beispielsweise die Country Music Hall of Fame weniger bedeutenderer Künstler mit Sonderaktionen und Ausstellungen gedenkt, wurde Snow’s 100. Geburtstag offenbar vergessen – oder, was schlimmer wäre, ignoriert.

Überhaupt tat sich in Nashville meinen Informationen zufolge nichts in Sachen Hank Snow. Das führende englische Magazin Country Music People erwähnte in seiner Auflistung wichtiger Country Music Ereignisse des Monats Mai Snow’s Wiegenfest erst gar nicht. Auch sonsten war kaum etwas über irgendwelche Aktionen zu Ehren des „Singing Ranger“ zu erfahren. Schon zu Lebzeiten war er für die Medien nicht unbedingt ein ergiebiger Künstler. Es bleibt Spekulation, warum man in solch eigentlich medienwirksames Datum in den Medien weitgehend ignoriert.

Wenigstens in seiner Heimat, der kanadischen Provinz Nova Scotia, wurde dem am 20.12.1999 verstorbenen Künstler entsprechend gedacht. Matt Balsor, den wir hier auch schon näher vorgestellt haben, war dabei und berichtete mir über die Feierlichkeiten. In seinem Geburtsort Brooklyn gab es an drei Tagen (vom 9. bis 11. Mai) entsprechende Feierlichkeiten. Neben Auftritten lokaler Künstler standen Snows einziges Kind, der bekannte Reverend Jimmie Rodgers Snow, Larry Gatlin sowie Matt Balsor auf der Bühne. In Liverpool, Nova Scotia, wo sich auch das Hank Snow Hometown Museum (148 Bristol Ave., Liverpool, Nova Scotia) befindet, wurde eine Hank Snow-Statue enthüllt sowie die von Vernon Oickle geschriebene neue Buch über den Künstler vorgestellt. Zudem ehrt die kanadische Post den legendären Künstler mit einer neuen Briefmarke.

Hank Snow

Vom 14. – 17.8.2014 wird das Hank Snow Tribute über die Bühne gehen. Es ist bereits das 24. Tribute, allerdings diesmal ein besonderes, denn es werden an den drei Tagen mehr als 30 Künstler dem vielleicht berühmtesten „Kind“ der Provinz ihre Referenz erweisen.

Nachdem Snow seine Karriere in Kanada gestartet hatte, wurde er nach anfänglichen Schwierigkeiten auch in den USA ein großer Star. Er nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an und lebte bis zu seinem Tode in der Nähe von Nashville. Um die Bedeutung Snows zu verdeutlichen, hier einige Fakten: 45 Jahre – länger als jeder andere Interpret – stand er bei RCA unter Vertrag. Insgesamt wurden mehr als 70 Millionen Tonträger von ihm verkauft. Deutlich über 800 Songs hat Snow aufgenommen. Seine Aufnahme von „I’m Movin‘ On“ stand 21 Wochen auf Platz 1 der Country-Charts.

In Deutschland wurde der 100. Geburtstag Hank Snow’s nicht ganz vergessen. So wird in Kürze Band 45 der Schriftenreihe „Country Ideals“ erscheinen. Das Buch ist ausschließlich dem Mann gewidmet, der bereits 1979 in die Country Music Hall of Fame gewählt wurde. Mehrere Autoren haben nahezu alles zusammengetragen, was es über den „Singing Ranger“ zu berichten gibt.

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