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„Cowboys Don’t Cry“-Sänger Daron Norwood stirbt mit 49 Jahren

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Daron Norwood (Bildrechte, Giant Records)

Daron Norwood wurde am 22. Juli von der Hauswirtin tot in seiner Wohnung in Hereford, Texas, aufgefunden. Die Polizei teilte mit, dass es keine Anzeichen für ein Verbrechen gäbe, die Todesursache aber noch geklärt werden müsse.

Daron Norwood wurde am 30.06.1965 in Lubbock, Texas, geboren. Seine Karriere begann, als er in den Jahren 1994 und 1995 zwei Alben bei Giant Records veröffentlichte, wobei zwei Singleauskopplungen „If It Wasn’t For Her I Wouldn’t Have You“ und „Cowboys Don’t Cry“ die Top 30 der Country-Charts erreichten. Norwood konnte auf diesen Erfolgen allerdings nicht aufbauen, denn bereits 1995 musste er sich wegen großer Alkoholprobleme zurückziehen. „Ich liebte Jack Daniels und Jack Daniels hasste mich“, sagte Norwood nach einer angeblich erfolgreichen Entziehungskur im Jahr 1998. „Ich war so fertig, dass ich hätte sterben müssen. 20 bis 25 Gläser Whiskey habe ich pro Nacht gesoffen. Ich war am Boden.“

Doch seine Karriere nahm nie wieder Fahrt auf und seine Schwierigkeiten häuften sich. 2008 wurde er verhaftet, weil er seine Frau misshandelt hatte. Ein Jahr später kamen Zweifel an seinem Gemütszustand auf. In der Panhandle High School in Texas war er eingeladen worden, vor der Schulversammlung über die Gefahren von Drogen und Alkohol zu sprechen. Stattdessen brüllte Daron Norwood zwei Stunden lang Schüler und Lehrer an und rannte fluchend und drohend durch die Halle. Dafür hat er sich dann zwar entschuldigt, aber sein Ruf war ziemlich ruiniert. Sein letztes Album „I Still Believe“ nahm Norwood im Jahr 2012 auf.

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Über Franz-Karl Opitz (641 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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