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Kim Carson & Band in Leipheim

Louisianas Kim Carson Band beschert volles Haus!

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Kim Carson & Band (Bildrechte, Friedrich Hog)

Am Sonntag, den 26. Juli gab es im Schützenhaus Leipheim das jährliche Konzert der Country & Western Friends Kötz mit Kim Carson & Band aus Louisiana/Texas. Kim hatte ihre klassische Band für ein Reunion zusammengebracht, und spielte mit zwei kleinen Pausen dreieinhalb Stunden für ein restlos begeistertes Publikum.

Ryan Donohue spielt seit 2002 mit Unterbrechungen den Kontrabass in der Kim Carson Band. Nach einigen Monaten Aufenthalt in Guatemala war er jüngst nach New Orleans zurückgekehrt, und stand für eine ausführliche Europatournee mit Kim Carson bereit. Johnny Falstaff aus Houston, Texas war 2006 als Gitarrist zur Band gekommen, und hat sein aktuelles Johnny Falstaff Trio für ein paar Monate auf Eis gelegt, um ebenfalls wieder mit Kim Carson zu touren. Schlagzeuger Pete Bradish aus New Orleans war 2007 an Bord gekommen, und gehörte gemeinsam mit Ryan Donohue und Johnny Falstaff in den Jahren 2007 bis 2009 der „klassischen“ Kim Carson Band an. In dieser unschlagbaren Zusammensetzung waren Kim und ihre Musiker zur Freude zahlreicher Besucher wieder bei den Country Friends Kötz, und zogen alle Register ihres musikalischen Könnens. Kim Carson selbst stammt ja aus Texas, lebt seit Jahren aber in New Orleans, Louisiana, und ist mithin das Bindeglied der beiden Nachbarstaaten mit der texanischen Honky Tonk Music und der Cajun Music der französischen Einwanderer in Louisiana.

Da kann sie vom „Cajun Moon“ singen, über den Stau auf der „I-10“, wenn sie zwischen Louisiana und Texas pendelt, und natürlich die Ballade „San Antonio Again“. Ihren Musikern räumte Kim auch Platz als Sänger ein, so brachte Johnny Falstaff seinen „Honky Tonkin‘ Daddy“ auf die Bühne, Ryan Donohue sang den Klassiker der Oak Ridge Boys „Elvira“, und Pete Bradish sang den Bob Dylan Klassiker „I’ll Be Your Baby Tonight“ und „C’est La Vie“ von Chuck Berry.

Zur Freude von Mandy Strobel aus Ulm, der die frühe Kim Carson Komposition „Burned By An Old Flame“ vor Jahren in Nashville für eine seiner CDs aufgenommen hat, sang Kim Carson diese Ballade. Ihr flottes „Just Because You’re Gone“ verarbeitet den frühen Unfalltod ihres Verlobten. So war in den Stimmungen und den Rhythmen viel Abwechslung, was auch zum Tanz animierte. Wenn Kim Gitarre, Mundharmonika und mit dem rechten Fuß im rooten Stiefel zusätzlich Tambourine spielt, klingt sie wie eine komplette Band, und wusste auch so bestens zu unterhalten, „Missing You“, „Buddy Johnson“. Auch der Tausch von Liedern klappte, als Kim „Shine“ aus der Feder von Johnny Falstaff sang. Klassiker wie „Above And Beyond“ von Buck Owens, „Smoke Smoke Smoke“ von Tex Williams oder „You’re Looking At Country“ von Loretta Lynn rundeten das Programm gekonnt ab.

Zurück in Louisiana holte Kim „Leaving Louisiana In The Broad Daylight“, „Around The Lakeside“ und „Going Back To Louisiana“ hervor, kein Cajun, aber eben Louisiana-Feeling. Nach „Ring Of Fire“ gabs eine Pause, und im dritten Set war die Stimmung so heiß wie an einem Sommerabend in Louisiana, als „Are You Sure Hank Done It This Way“ und „Hank’s Songs“ den Weg zu Hank Williams ebneten. Da durfte dann auch „Tequila Makes My Clothes Fall Off“ nicht fehlen, die Vorlage für den Joe Nichols Tophit „Tequila Makes Her Clothes Fall Off“. Nachdem Johnny Falstaff mit viel Elan den „Mule Skinner Blues“ gesungen hatte, und auch immer wieder zeigte, was man mit einer elektrischen Gitarre alles anstellen kann, brachte Ryan Leadbellys „Midnight Special“. Frenetischer Beifall holte die Band zurück für das Kim Carson/Johnny Falstaff-Duett „Jackson“ und die Kris Kristofferson-Klassiker „Me And Bobby McGee“ und „Why Me“.

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