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Rob Baird: Wrong Side Of The River

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Rob Baird (Wrong Side Of The River) Rob Baird, Wrong Side Of The River - Bildrechte: Boots Baird

Rob Baird kann als Wanderer zwischen den Countrywelten bezeichnet werden. In Memphis geboren zog es den talentierten Singer-Songwriter auf die andere Seite des Mississippi in Richtung Texas, wo er sich über mehrere Jahre als Teil der dortigen Countryszene etablieren konnte. Nach zwei Studioalben und im regionalen Radio erfolgreichen Singles wie „Dreams And Gasoline“ und „Same Damn Thing“ hat sich der Tennessee-Guy zurück zu seinen Wurzeln bewegt: „Es wurde Zeit, mich rauszuziehen, meine Bestimmung neu zu definieren und den Reset-Knopf zu drücken“, beschreibt der 28-jährige Rückkehrer die Ausgangssituation für sein neues Albumprojekt.

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Für die Zusammenstellung des Songmaterials wählte Baird die New-Country-Metropole Nashville aus, deren modern-innovativer Sound in der Wahlheimat Texas eher wenig Anklang findet. Mit dieser Ideensammlung im Gepäck zog es den Countryvagabunden zurück nach Austin, wo er nun vier Jahre nach seinem letzten Studioalbum „I Swear It’s The Truth“ den frisch erschienenen Longplayer Wrong Side Of The River eingespielt hat. Welche Seite des Flusses ist nun die Richtige? Die kommerziell geprägte New-Country-Spielwiese Nashville oder das bodenständig-schroffe und traditionsbewusste Texas? Auf dem vorliegenden 10-Teiler gibt Rob Baird eine mehr als überzeugende musikalische Antwort.

„Wrong Side Of The River“ ist ein reflektierendes, mit einer Persönlichkeitsstory unterlegtes Albumkonzept, dessen erfolgreiche Vermarktung in Nashville gegenwärtig undenkbar erscheint. Dass Bairds musikalisches Herz in Texas seine Bleibe gefunden hat, mag in der Tat eine Erkenntnis der zwischenzeitlichen Rückkehr auf die falsche Seite des Flusses gewesen sein. Wir hören eine von modernen Soundtüfteleien befreite Sammlung intensiver, musikalischer Geschichten, die man stilistisch dem „texas-based Americana“ zurechnen darf. Rob Bairds charismatisch-soulige Stimmfarbe erinnert an Songwriterkollegen wie Will Hoge oder Adam Hood, die den Lone- Star-State ebenfalls als musikalische Wahlheimat erlebt haben.

Schon der Beginn mit der vom Southern-Soul durchtränkten Leadsingle „Ain’t Nobody Got A Hold On Me“ bietet eine einnehmende Story, die den Drang nach kreativer Unabhängigkeit andeutet. „Mercy Me“ lässt als positiv getunter Honkytonk-Upbeat dann keinen Zweifel mehr an der inneren Heimat des Wahltexaners. Im weiteren Verlauf von „Wrong Side Of The River“ präsentiert sich Rob Baird in wechselnden Rollen als Denker, Suchender und Liebender, dessen Streben stets von einer gewissen Melancholie durchzogen ist. Hat er vielleicht doch eine gewisse Portion des Memphis-Blues über den Fluss hinübergerettet?

Auf den Balladen „Run Of Good Luck“ und „Horses“ scheinen die Einflüsse in der Tat miteinander zu verschmelzen und lassen den Hörer in tiefer Emotionalität zurück. Auf dem packenden Country-Rocker „Pocket Change“ und dem mit einem treibenden Beat versehenen Single-Kandidaten „Oklahoma“ werden dann jegliche Selbstfindungszweifel pulverisiert.

Dreh- und Angelpunkt dieses durchweg überzeugenden Albums ist der Titelsong, der sich wie ein endgültiges Farewell an die Tennessee-Roots anfühlt. Nach einem einminütigen Instrumentalintro steuert Baird in die Gefilde des Blues-Rock, um seiner Bestimmung unmissverständlich Nachdruck zu verleihen. Hier schlummert ein kleines Meisterwerk. Nach dem aufmunternden „Mississippi Moon“ steuert Rob Baird mit zwei sanften Americana-Balladen seinem Zielhafen entgegen, von denen das an Bildern reiche „Cowboy Cliche“ noch länger im Gedächtnis haften bleibt.

Wurzeln hin oder her, Rob Baird und Texas gehören zusammen. Nicht umsonst hat „Wrong Side Of The River“ unmittelbar nach seinem Erscheinen bei Kritikern und Hörern der Lone-Star-Szene die volle Aufmerksamkeit gewinnen können.

Fazit: Während so mancher Ur-Texaner den Verlockungen Music Citys erlegen ist, folgt Tennessee-Guy Rob Baird dem Ruf seines Herzens auf die andere Seite des großen Flusses. Ergebnis ist ein intensiv-ehrliches Album an der Schnittstelle zwischen Country und Americana, das auch Musikfreunde außerhalb der Texas-Szene begeistern dürfte.

Rob Baird – Wrong Side Of The River: Das Album

Rob Baird - Wrong Side Of The River

Titel: Wrong Side Of The River
Künstler: Rob Baird
Veröffentlichungstermin: 13. Mai 2016
Label: Boots Baird
Laufzeit: 40:42 Min.
Format: CD & Digital
Tracks: 10
Genre: Texas Country, Americana
Bewertung: 4,5 von 5 möglichen Punkten!

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Trackliste:

01. Ain’t Nobody Got A Hold On Me
02. Mercy Me
03. Pocket Change
04. Run Of Good Luck
05. Wrong Side Of The River
06. Oklahoma
07. Horses
08. Mississippi Moon
09. When I Go
10. Cowboy Cliche

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