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Steven Tyler: We’re All Somebody From Somewhere

Der Longplayer weist keine Schwächen auf - und Steven Tyler lässt es ordentlich krachen, ohne aber den traditionellen Weg des Genre "Country" aus den Augen zu verlieren.

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Steven Tyler - We're All Somebody From Somewhere Steven Tyler, We're All Somebody From Somewhere - Bildrechte: Dot Records, Big Machine

Irgendwann zieht es jeden Rocker nach Nashville um ein „Country“-Album aufzunehmen, warum nur? Steven Tyler sagt, dass „Country Music der neue Rock’n’Roll“ sei. Klingt erstmal ganz gut und plausibel, aber auch das reicht nicht aus, um als Leadsänger einer der härtesten – und langelebigsten Rockbands der Welt – Aerosmith, mit Fiddle, Steel Guitar und dezent getrommeltem Schlagzeug zu liebäugeln, und letzten Endes all seine hart erarbeiten Rocker-Attitüde mal ganz locker über Bord zu werfen. Da steckt mehr dahinter!

Werfen wir einen Blick auf seinen brandneuen Longplayer We’re All Somebody From Somewhere, der, soviel sei an dieser Stelle bereits verraten, ein extrem kurzweiliges und unterhaltsames Album gworden ist. Im Nachhinein ist es also gar nicht so verwunderlich, dass Tyler im vergangenen Jahr seine erste Country-Single ankündigte und nun ein Album folgen lässt. Er hat sich regelrecht festgebissen im Genre „Country“ – und das damalige Resultat, da sind wir wieder bei der ersten Single (Love Is Your Name), ist weit mehr als nur ein Vorbote eines Albums, sondern eine wahre und ehrliche Tyler-Passion.

Wer jetzt allerdings befürchtet, dass der Rocker und umtriebige Tyler nun sämtliche Klischees des Genres auf diesem 15-Track-Album vereint und womöglich schluchzend auslebt, der irrt gewaltig. Der Altmeister des Rock holt eine mächtige musikalische Keule raus, die uneingeschränkt für Dampf im Player sorgt und ausnahmslos für gute „Country“-Laune sorgt. Seine Stimme, in Verbindung mit den grandiosen Songs, gehen eine kongeniale Symbiose ein. Tyler bleibt aber seiner „rockigen“ Linie treu und zerfließt keinesfalls im schlichten Country-Dreivierteltakt.

Produziert wurde „We’re All Somebody From Somewhere“ von T Bone Burnett und Dann Huff. Unterstützung gab’s von Marti Frederiksen und Jaren Johnston (Cadillac Three). Und der Meister himself – Steven Tyler, ist auf das Ergebnis des vorliegenden Albums stolz wie Oskar: „Schon letztes Frühjahr bin ich nach Nashville gefahren, um die Arbeit an diesem Album zu beginnen. Zusammen mit den besten Songschreibern, die Music City zu bieten hat, habe ich dort ein paar fantastische Songs geschrieben – und jetzt, am 15. Juli, kann ich diese Songs endlich auch dem Rest der Welt präsentieren.“

Fazit: „We’re All Somebody From Somewhere“ ist mehr als nur ein weiteres „Country“-Album eines weiteren „Stars“, der mal eben Country macht, um das auf seiner „To-Do-Liste“ abzuhaken. Im Gegenteil, bereits die Singles „Love Is Your Name“ und „Red, White & You“ läuteten eine neue Ära des charismathischen Sängers Steven Tyler ein, der ab jetzt mit Fug & Recht behaupten kann, ein großartiges „Country-Rock-Album“ abgeliefert zu haben, was sich wirklich Hören & Sehen lassen kann!

Steven Tyler – We’re All Somebody From Somewhere: Das Album

Steven Tyler - We're All Somebody From Somewhere

Titel: We’re All Somebody From Somewhere
Künstler: Steven Tyler
Veröffentlichungstermin: 15. Juli 2016
Label: Dot Records, Big Machine
Vertrieb: Universal Music
Laufzeit: 54:29 Min.
Format: CD & Digital
Tracks: 15
Genre: Country Rock
Bewertung: 4 von 5 möglichen Punkten!

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Trackliste:

01. My Own Worst Enemy
02. We’re All Somebody From Somewhere
03. Hold On (Won’t Let Go)
04. It Ain’t Easy
05. Love Is Your Name
06. I Make My Own Sunshine
07. Gypsy Girl
08. Somebody New
09. Only Heaven
10. The Good, The Bad, The Ugly & Me
11. Red, White & You
12. Sweet Louisiana
13. What Am I Doin‘ Right?
14. Janie’s Got A Gun
15. Piece Of My Heart – mit The Loving Mary Band

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Über Dirk Neuhaus (801 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.