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Nach Las Vegas: Rosanne Cash fordert Countrymusiker zum Aufstand gegen die NRA auf

Singer-Songwritern appelliert an die Country- und Roots-Szene, Meinung und Haltung zu zeigen und spricht sich für schärfere Waffengesetze und gegen die NRA-Lobby-Herrschaft aus.

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Rosanne Cash Rosanne Cash. Bildrechte: Patrick McBride

Rosanne Cash ist seit mehr als zwanzig Jahren Kämpferin für schärfere Waffengesetze und gegen die Lobby-Herrschaft der National Rifle Association. Seitdem muss sie sich immer wieder mit Beleidigungen oder dummen Sprüchen wie „Dein Vater würde sich für Dich schämen“ herumschlagen. Mehr noch: Als sie im letzten Jahr zusammen mit Jackson Browne, Eddie Vedder, Marc Cohn und dem Harlem Gospel Choir Konzerte gegen Waffengewalt gab, erhielten die beteiligten Künstler Morddrohungen.

Nun weist Sie aus gegebenem Anlass in einem Meinungsartikel für die New York Times auf die jahrzehntelange Verbundenheit zwischen NRA, der Countrymusikszene und den Fans hin. Denn wenn das Massaker in Las Vegas beim Route 91 Harvest-Countryfestival nicht die Augen öffnet, was soll dann noch passieren? Ein weißer Mann schießt mit einer Unmenge automatischer Waffen auf die Zuhörer eines Country-Konzerts. Tragik und Absurdität liegen manchmal eng nebeneinander.

Sie spricht von einer Schattenregierung im Bereich Waffen. „Die Leute, die die Waffengesetze schreiben, sind dieselben Leute, die an den Waffenverkäufen verdienen“, wirft sie der NRA einen verdeckten politischen Einfluss vor. Und sagt, die Opfer des Massakers in Las Vegas kümmerten die NRA nicht.

Eine ganze Reihe prominenter Countrymusiker sind mit der NRA verbunden, wie man auf deren Website www.nracountry.com nachlesen kann. Doch es gibt auch eine ganze Menge Country- und Rootsmusiker, die die Meinung und Politik der NRA nicht teilen. Diese fordert Rosanne Cash nun auf, Flagge zu zeigen und nicht mehr zu dem Thema zu schweigen.

Rosanne Cash: „Ich weiß, sie werden Euch schikanieren. So funktionieren sie. Nicht jeder wird Euch für Eure Meinung mögen. Lasst es an Euch abprallen. Manche Leute können Ihre Platten verbrennen oder um Rückerstattungen für Tickets für Ihre Konzerte bitten. Was auch immer. Findet die Stärke der moralischen Überzeugung, auch wenn ein Preis dafür zu zahlen sein wird. Lasst Euch nicht zum Schweigen bringen…Patriotismus und das Verständnis für schärfere Waffengesetze sind keine Gegensätze…Ich hoffe, meine befreundeten Bewohner des „Tower Of Song“ werden mir in dieser Aussage folgen. In Einigkeit können wir die Schikanen aushalten.“

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