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Full House mit Straight Flush

Country Music Live im Yukon Saloon.

Truck Stop 2018
Straight Flush live im Yukon Saloon Straight Flush live im Yukon Saloon. Bildrechte: Michael Förschges

Wieder zeigt der Kalender einen Samstag an und wieder einmal sind wir von Country.de unterwegs, wo die Musik spielt. Am 22. September waren wir zu Gast in Dinslaken im dortigen Yukon Saloon in dem die Formation Straight Flush für Stimmung sorgte. Die Erwartungen waren hoch, heißt es doch auf der Homepage der Band: „Eine gelungene Mischung aus Klassikern, wie z.B. Songs von Johnny Cash oder Eddie Rabbit, und rockigen New Country Sounds von Größen wie Little Big Town, Miranda Lambert oder Sugarland, werden Musikliebhabern und Tänzern geboten –  für Jeden ist garantiert das Richtige dabei!“

Wie im Yukon Saloon üblich, startete die Livemusik gegen 21.00 Uhr – schon jetzt war kaum ein Platz unbesetzt im Saloon und der Platz für die „hauseigene“ Linedancetruppe wurde recht eng. Im ersten Set brachte Straight Flush „alte Bekannte“ zu Gehör, mit denen sich jede Countrylady und auch jeder Cowboy identifizieren kann wie beispielsweise: „Jolene“, „Chattahoochie“ oder auch den „Cherokee Boogie“. Um auch stimmlich für Abwechslung zu sorgen, hatten sich die drei Vocals von Straight Flush die Setliste entsprechend zusammengestellt. Es klänge ja auch sicherlich etwas komisch, wenn ein Cowboy mit Bart in den höchsten Tönen „Jolene“ intoniert. Für solche Songs gibt es bei Straight Flush Lady Angie; wenn’s dann in tiefere Tonlagen geht, wie beispielsweise „Chattahoochie“ oder „Some Days You Gonna Dance“ stehen mit Udo und Tom gleich zwei gestandenen Kerle ihren Mann.

Interessant war an diesem Abend, dass bekannte Gesichter der Band fehlten und Gastmusiker aushalfen – krankheitsbedingte Ausfälle bei Musikern sind nicht leicht zu ersetzen, aber an diesem Abend passten sich die Gäste hervorragend in den Sound der Band ein – inklusive dem Techniker, für den dieser Job seine Premiere mit Straight Flush war. Das erste Set von einer knappen Stunde verging wie im Fluge und in der Pause konnte man feststellen, dass er Yukon Saloon zwischenzeitlich voll belegt war – sehr zur Freude der Band und sicherlich auch des Veranstalters.

Der zweite Turn startete gleich mit einer Mehrfach-Premiere: Mit dem Song „Yukon Crowd“ gab es den allerersten eigenen Song – eigener Text und eigene Musik sind selbstverständlich. Der Song ist gewidmet den Linedancern im Yukon Saloon, den Yukon-Linern, und allen Besuchern des Saloons. Er schildert die Atmosphäre eines Abends mit Livemusik und trifft dies nach einhelliger Meinung der Anwesenden Gäste zu 100 Prozent. Weiter ging es in diesem zweiten Durchgang mit einem Klassiker des Man in Black – Johnny Cashs „Ring Of Fire“. Es folgten weitere bekannte und weniger bekannte Songs und plötzlich musste man feststellen, dass das eben georderte Getränk scheinbar schon wieder verdunstet war in den gestiegenen Temperaturen im Yukon Saloon. Wo viele Leute sich tummeln, wird es schnell recht warm und die Ladys und Gentlemen haben Durst. Gottseidank war die Thekencrew auf alles vorbereitet und der Stoff ging nicht aus – musikalisch passte dazu „Dry Town“ den uns dann auch Countrylady Angie vorsang. Bevor sich die Musiker für die letzte kleine Pause von der Bühne verabschiedeten, gab es noch ein musikalisches Dankeschön an alle anwesende Countryfans und da die Bühne etwas höher ist, als der Rest des Saloons passte hierfür nichts besser als „Friends In Low Places“ – wobei die Musiker und ihre Lady von Straight Flush keine Berührungsängste zum Publikum haben, was man in der nun folgenden Pause feststellen konnte.

Um 23.40 Uhr hieß es dann: Auf zur letzten Runde – Straight Flush on stage again. So war der Opener dieser dritten und letzten Runde auch passend „On The Road Again“. So langsam machten die ersten Fans sich auf den Weg ins heimische Schlafzimmer; musikalisch begleitete von „Grandma’s Featherbed“ Die noch sehr zahlreich anwesende Fans erlebten dann draußen das Schlagen der Glocken zur Mitternacht und drinnen passend den Song „Little White Church“. Zu vorgerückter Stunde hätte man fast den Eindruck bekommen können, die Jungs von Straight Flush werden müde und man muss sich den Gesang innerhalb eines Songs schon teilen – immerhin zeigte die Uhr schon weit nach Mitternacht. Dabei war der Song um den es hier geht im Refrain halt nur zweistimmig ausgelegt, so dass Udo zusammen mit Tom hier zu hören war beim „Mercury Blues“. Der Abend neigte sich dem Ende zu und als last Song gab es dann eine musikalisches Dankeschön an alle weiblichen Countryfans im Yukon: Tom mit dem Titel „Sharp Dressed Man“. Ob es eine Selbstdarstellung war beliebt jeder Lady selbst überlassen…

Die Uhr zeigte 0.30 Uhr am frühen Sonntagmorgen und wenn Straight Flush dachte, sie kommen ohne Zugabe nach Hause, dann haben die Sechs sich verkalkuliert. Wie zu erwarten an einem Abend mit hervorragender Livemusik und einer tollen Songauswahl, die eine entsprechende Stimmung mit sich bringt, forderten die immer noch zahlreichen Fans lautstark und vehement nach MEHR!

Und welcher Musiker, welche Band wäre so töricht, die Stimme der Fans zu ignorieren – Straight Flush jedenfalls nicht. Also hieß es dann auch schnell: „Wir haben da noch was für Euch!“ Als erste von insgesamt drei Zugaben gab es dann den Südstaatensong „Sweet Home Alabama“ gefolgt von dem den Premierensong aus Set zwei – sicherlich nicht ohne Stolz auf die positive Resonanz für „Yukon Crowd“. Für den allerletzten Song hieß es dann aber „Bitte alle mitsingen“ und dieser Aufforderung konnte definitiv Jede und Jeder nachkommen. Und um welchen Song könnte es sich wohl gehandelt haben bei solch einer Aufforderung, wenn nicht um DEN Klassiker von John Denver „Country Roads“, der dann auch aus zahlreichen Kehlen erklang und mit dem Verklingen des letzten Tons um kurz vor 01.00 Uhr den Abend dann endgültig abschloss.

Als Fazit des Abends kann ich mich nur dem Slogan von Straight Flush anschließen: Eine Countryband, die das Publikum mit ihrer Spielfreude und der Liebe zur Country-Musik begeistert!

Ich habe diesen Abend jedenfalls so wahrgenommen und mich haben die dargebotenen Songs begeistert. Hoffen wir also auf einen vollen Tourplan für 2019 – nicht zuletzt damit weitere Countryfans in den Genuss des ersten eigenen Songs der Truppe kommen können. Tourdates und weitere Infos zu Band findet ihr auf der Homepage der Band unter http://straight-flush-country.weebly.com und natürlich auch in den sozialen Netzwerken.

Joshville. Weitere Informationen