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Truck Stop in Paderborn

45 Jahre Truck Stop: Die Cowboys der Nation verwandeln die Paderhalle in einen Hexenkessel.

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Truck Stop - Live Truck Stop in Paderborn. Bildrechte: Dirk Neuhaus

Es gibt Konzerte, die gefallen, Konzerte die ganz gut waren – aber auch Konzerte, an die man sich auch noch viele Jahre später gern erinnert. Eines dieser wirklich großartigen Konzerte gaben Truck Stop am 11. November 2018 in Paderborn. Spielfreude, Hit an Hit. Akustiksets, Bluegrass- und Hitmedleys sowie eine wunderbare musikalische Hommage an Lucius und Cisco!

Wie viele Hits hatte Truck Stop in 45 Jahren? Hm, schwer einzuschätzen, nicht wahr? Es sind Dutzende – und von diesen haben sie am Sonntag in Paderborn 31 gespielt. Über 100 Minuten folgten Hit auf Hit. Im ersten Set gab es unter anderen den wohl bekanntesten Song „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n“ sowie „Die Lady und der Tramp“, die aktuelle Single „Ein Stückchen Ewigkeit“ (Album erscheint im März 2019), ein Truckermedley („Du bist immer auf Achse“, „Der Trabi und der Truck“, „Ich und mein Diesel“) – und natürlich der Smashhit „Angeln entspannt“. Bis zu diesem Zeitpunkt feierten ca. 400 Fans eine Band, die in den vergangenen 5 Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass Truck Stop auch ohne den schmerzlichen Verlust von Cisco Berndt und Lucius Reichling zu den Topbands des Countrymusik-Business zählt.

Truck Stop

Knut Bewersdorff, Andreas Cisek und Chris Kaufmann. Bildrechte: Dirk Neuhaus


Apropos „Lucius & Cisco“: Ein besonderes musikalischen Stelldichein gab es auch noch. Per Computer erklang die Stimme von Cisco – und die Band spielte „live“ zu „Ich bin Cowboy“. Als zweiten Titel hatte man sich „Große Haie, kleine Fische“ (Großstadtrevier, Titelmusik) ausgesucht – auch die Stimme – diesmal von Lucius, die Musik live zugespielt. Während dieser musikalischen Grüße an die beiden großartigen Menschen und Gründungsmitglieder, war eine ganz besondere Stimmung im Saal zu spüren. Das Publikum applaudierte minutenlang.

Nach einer kurzen Pause gab es ein Akustikset. Unplugged spielte Truck Stop „Ein Hund ohne Namen“, „Männer sind so“, „Made in Germany“ und „Erwin der dicke Schneemann“. Es folgten die Singles „Die Party geht weiter“, „Wenn mein Bier nur so kalt wär, wie Dein Herz“ (gesungen von Teddy Ibing) und ein großartiges Bluegrassmedley. Langsam aber sicher näherte sich das große Finale: Bei „Take It Easy, altes Haus“, „Der wilde, wilde Westen“ und dem „Orange Blossom Special“ tanzte mittlerweile der ganze Saal. Es folgten mit dem „A7 Blues“ und „Ein Tag wie ein Freund“ zwei Zugaben, die dem Konzert den nötigen Schlussakkord gaben.

Truck Stop haben auch nach 45 Jahren – und mit einer neuen Besetzung, nicht an Spielfreude eingebüßt. Neues und Altbeährtes gehen eine wunderbare musikalische Symbiose ein und versetzen, auch in der Gegenwart, Alt und Jung in Ekstase. Wer noch keines der Konzerte bzw. die aktuelle Tour besucht hat, sollte dies wirklich schnell nachholen. Es lohnt sich!

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