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Danny Vera: Pressure Makes Diamonds

Rock'n'Roll meets Country: Danny Vera liefert mit "Pressure Makes Diamonds" ein großartiges Album ab.

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Danny Vera - Pressure Makes Diamonds Danny Vera - Pressure Makes Diamonds. Bildrechte: RCA Deutschland

Obwohl man es fast meinen könnte, ist Danny Vera kein Shooting-Star oder gar One Hit Wonder. Scheinbar plötzlich erscheint er auf der Bildfläche und wird zum ersten Mal von einer großen Masse entdeckt. Doch seit vielen Jahren veröffentlicht er Alben und tritt live auf. Der große Durchbruch blieb ihm allerdings bisher verwehrt. Doch jetzt kommt dem musikalischen Holländer sein Durchhaltevermögen und seine Standhaftigkeit zu Gute. Mit seinem neuen Album Pressure Makes Diamonds schaffte er es nun, nach vorausgehenden Erfolgen in seinem Heimatland, auch hierzulande als Künstler bemerkt zu werden.

Der Legende nach ist Danny Vera familiär vorbelastet, was seine Musik angeht. Sein Vater spielte ihm Songs von von Größen wie Willie Nelson und Kris Kristofferson vor und im heimischen Plattenregal entdeckte er die Alben von Roy Orbison. Bis er schließlich zu Elvis Presley kam. Da war der musikalische Weg schon irgendwie vorbezeichnet. Was sollte das Kind anderes werden als Popstar?

So stilistisch breit gefächert wie die Alben, die er als Kind hörte und ihn beeinflussten, ist auch seine eigene Musik. Danny Vera legt sich nicht eindeutig fest. Seine Musik in eine fertige Schublade zu pressen, fällt ziemlich schwer. Ein Kritiker beschrieb den Musik-Mix so: „Er ist hochemotional, gleichzeitig dampfwalzenstark. Da schneiden die Bläser messerscharfe Muster in die Songs, legen die Streicher weiche Klangteppiche, spielt das Klavier den Boogie, die Gitarre feinsten Rockabilly-Twang.“ Viel besser kann man es kaum beschreiben, was den Zuhörer beim Einlegen des Silberlings erwartet. Die Mischung macht es, wie man oft so schön sagt. Und nach dem Opener „The Year Of The Snake“, der ziemlich düster daherkommt, wird es gleich ein wenig flotter mit Tex-Mex-Einschlag und leichten Mariachi-Anleihen: „Fallen King“. Noch mehr in Richtung Rockabilly geht dann „Next Night Flight“, eine flotte Nummer, die sich an den Sound der 1950er Jahre anlehnt. Mit „Honey South“ folgt der pure Rock’n’Roll.

Der Soundwechsel erfolgt zur Mitte des Albums. Und hier wird es wirklich interessant, denn jetzt folgen den flotten Stücken herrlich anzuhörende Country-Balladen, wie „Bo-utiful“, „Oblivious Desire“ und vor allem „Pompadour Hippie“, in dem sogar eine weinerliche Steel-Gitarre zu hören ist. Musikalischer Überflieger ist natürlich „Rollercoaster“, der Song, mit dem sich Danny Vera im vergangenen Jahr viele Wochen seinen Platz in den einheimischen Charts sicherte und der ihn nun auch über die holländischen Landesgrenzen bekannt machte.

Fazit: Markenzeichen vieler Songs des Albums ist natürlich die markante Stimme des Sängers, die sich wunderbar von der Musik umschmeicheln lässt. Aber auch die tollen Melodien und die dezent eingestreuten Bläsersätze (u.a. „Pressure Makes Diamonds“) machen das Album gut durchhörbar. Danny Vera wird seinen künstlerischen Weg weitergehen, ob der ihn allerdings weiterhin über die verstaubten Straßen des Mainstream-Country und des Pop führt und damit zu einer zahlenmäßig großen Zuhörerschaft, wird die Zeit zeigen.

Danny Vera – Pressure Makes Diamonds: Das Album

Danny Vera - Pressure Makes Diamonds

Titel: Pressure Makes Diamonds
Künstler: Danny Vera
Veröffentlichungstermin: 14. September 2020
Label: RCA Deutschland
Vertrieb: Sony Music
Formate: CD, Vinyl & Digital
Tracks: 12
Genre: Country, Rock’n’Roll

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Trackliste: (Pressure Makes Diamonds)

01. Year Of The Snake
02. Fallen King
03. Stars Align
04. Next Night Flight
05. Honey South
06. Bo-utiful
07. Oblivious Desire
08. Pompadour Hippie
09. Pressure Makes Diamonds
10. Roller Coaster
11. Every Time
12. Born Again

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Über Andreas Weihs (69 Artikel)
Fotograf und Journalist. Fachgebiet: Country & Folk. Rezensionen und Konzertberichte.