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Bluegrass wird 75

Die Grand Ole Opry ehrt am 5. Dezember 2020 das Musikgenre Bluegrass mit einer großen Geburtstagsfeier.

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75 Jahre Bluegrass 75 Jahre Bluegrass. Bildrechte: Country.de - Online Magazin

Die Grand Ole Opry hat zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Es ist aber kein Künstler, sondern gleich ein ganzes Musikgenre, das sein 75-jähriges Jubiläum feiert: Bluegrass kann sogar das Datum nennen, an dem es entstanden ist, nämlich am 5. Dezember 1945 in der Grand Ole Opry zu Nashville. Damals traten Bill Monroe und seine Bluegrass Boys im Ryman Auditorium auf und sie spielten eine Art von Musik, die völlig neu war. Nach dem Namen der Band erhielt diese Art Musik folglich den Namen „Bluegrass“. Mit dabei war an diesem Datum zum ersten Mal Earl Scruggs – die anderen Bandmitglieder waren der Gitarrist Lester Flatt, der Fiddler Chubby Wise und der Bassist Howard Watts. Flatt und Scruggs machten sich 1948 selbstständig und wurden mit den Foggy Mountain Boys die erfolgreichste Bluegrass-Band, die mit 20 Titeln in den Country-Charts vertreten waren und mit „The Ballad Of Jedd Clampett“ 1963 sogar eine Nummer 1 schafften. Bill Monroe stand insgesamt neunmal in den Country-Charts, wobei der „Kentucky Waltz“, 1946 eine Nummer 3, sein größter Hit war.

Am 5. Dezember wird also dieser 75. Geburtstag gefeiert und bei dem Konzert spielt der heute wohl populärste Bluegrass-Virtuose Ricky Skaggs, dessen große Zeit die 1980er Jahre waren, als ihm zwischen 1982 und 86 zehn Nummer-Eins-Hits gelangen. Einer davon war „Uncle Pen“, eine Coverversion des von Bill Monroe geschriebenen Songs. Skaggs galt immer als eine Art musikalisches Ziehkind von Bill Monroe. Ebenso dabei sein wird Del McCoury, der heute einer der großen Bluegrass-Künstler ist. Er hatte als junger Mann in der Bluegrass-Band des Bill Monroe als Gitarrist gespielt.

Des Weiteren wurde Sister Sadie eingeladen, die im September von der Internationalen Bluegrass Music Association als Entertainer des Jahres ausgezeichnet wurden. Sister Sadie sind vier Frauen, an der Gitarre Dale Ann Bradley, der Mandoline Tina Adair, Gena Britt, an der Fiddle Deanie Richardson und Beth Lawrence spielt das Banjo.

Viele Countrysänger haben ihre Karriere im Bluegrass gestartet. So war Keith Whitley mit Ricky Skaggs unterwegs oder Marty Stuart war als Minderjähriger mit Lester Flatt auf Tournee. Und etablierte Countrystars nehmen auch gerne mal wieder ein Bluegrass-Album auf, wie zum Beispiel Alan Jackson, Dierks Bentley oder die wunderbare Patty Loveless, deren „Mountain Soul“ aus dem Jahr 2001 zu den schönsten Alben dieses Musikstils gehört.

Auch in Deutschland ist Bluegrass populär. So sei nur auf das Bühler Bluegrass Festival hingewiesen, dessen 18. Ausgabe in diesem Jahr der Pandemie zum Opfer fiel und hoffentlich im kommenden Mai stattfinden kann. Da wir gerade Bühl erwähnen: von dort stammt Thomas Jutz (Thomm Jutz), der in Nashville als Bluegrassmusiker Erfolge feiert und dessen Album „To Live In Two Worlds. Vol. 1“ für den Grammy 2021 nominiert wurde.

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Über Franz-Karl Opitz (853 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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