Pool Shark: Tom T. Hall
Geschrieben hat diese Story der unvergleichliche Tom T. Hall, wobei er auf eine seiner Passionen zurück griff, das Billardspiel. Man muss schon Pool Billard kennen, um alle Feinheiten zu erkennen, die hier eingebaut sind. Der Song hat keine Reime, keinen Chorus, eigentlich Nichts, was einen Song ausmacht – es wird eine von Musik untermalte Geschichte erzählt. Aber die ist so clever konstruiert, dass der Hörer gleich zu Beginn neugierig wird und bis zum Ende zuhört, weil er wissen will, was passiert.
Hall erzählt eine Begebenheit wie es sie immer wieder gegeben hat und auch in Zukunft immer wieder geben wird. Man lässt sich vom Äußeren blenden, wird unvorsichtig und merkt zu spät, dass man sich geirrt hat. Hall siedelt die Geschichte also beim Pool Billard an. Da kommt ein zerlumpter Typ in die Kneipe, bettelt sich eine Zigarette und fragt, ob Jemand Lust hat, mit ihm eine Runde um Geld zu spielen. Da man dem Kerl nichts zutraut, lässt sich Jemand darauf ein – und verliert fast Alles bis auf sein Hemd. Dazu muss er auch den Spott der Umstehenden noch ertragen. Dann fällt ihm ein, dass wer Pech im Spiel hat, vielleicht in der Liebe mehr Erfolg findet. Also fragt er die Kellnerin, wann sie Feierabend hat. Alles Weitere bleibt unserer Fantasie vorbehalten …



