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Tim McGraw: Der neue King Of Country

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Tim McGraw

Der Mann stellt etwas Besonderes dar. Nicht etwa weil er Tisch und Bett mit Faith Hill, einer der erfolgreichsten und hübschesten Sängerinnen der amerikanischen Unterhaltungsmusik als deren Ehemann teilt. Auch nicht, weil man mit so unwichtigen Auszeichnungen wie „Vater des Jahres“ oder „Mann mit dem meisten Sex“ bedachte. Eher schon weil Tim McGraw auch in Krisenzeiten der Musikindustrie einer der wenigen Interpreten ist, dem die Fans die Treue halten. Seine Konzerte sind weiterhin Renner und seine Tonträger finden reissenden Absatz.

Mit 35 Jahren hat er weit mehr erreicht als den meisten seiner durchaus auch erfolgreichen Kollegen beschieden ist. McGraw’s Markenzeichen ist ein überdimensionaler Cowboyhut von der Optik her. Musikalisch ist das eine eingängige, in der Tradition wurzelnde aber hoch moderne, elektrisierende Country Music. Was er mit dem neuen Album „Tim McGraw & The Dancehall Doctors“ wieder demonstriert. In 15 Etappen – sprich Songs – und einer Gesamtspielzeit von über einer Stunde.

Dieses Album ist sicher ein Eckpfeiler in der bereits so erfolgreichen Karriere des Künstlers, der seinen eigenen Weg geht und sich dabei nicht scheut, auch mal anzuecken. Es macht ganz einfach Laune, ihm zuzuhören. Hier ganz besonders, denn das ist der Tim McGraw, den Millionen Menschen genau so lieben. Weil es McGraw zu 100% ist.

Massgeblich dafür sorgen folgende Herren: Darran Smith, John Marcus, Dean Brown, Jeff McMahon, Billy Mason, David Dunkley, Denny Hemingway, Bob Minner. Denn sie spielen schon eine ganze Weile Lead Guitar, Bass, Fiddle, Keyboard, Drums, Percussion, Steel Guitar und Acoustic Guitar mit und für ihren Boss namens Tim McGraw. Damit ist eine Besonderheit des neuen Albums auch schon genannt – McGraw konnte sich einen Wunsch verwirklichen und seine komplette Band mit ins Studio nehmen.

Mag sein, dass es dem Fan nicht einmal direkt ins Ohr springt aber in der Regel kommt doch ein anderer Groove, ja sogar Sound stande wenn man mit den Musikern ins Studio geht, mit denen man viele Abende auf einer Bühne steht und das live umsetzen muss, was bei den meisten Produktionen versierte Studio-Musiker in der Sicherheit und Anonymität eines Aufnahmestudios perfektionieren. Schon unmittelbar nach Veröffentlichung war mehr als eine halbe Million Exemplare des Albums verkauft – ein enormer Vertrauensbeweis für den Künstler, denn in so kurzer Zeit können sich unmöglich so viele Menschen einen Einblick in das neue Produkt verschafft haben. Aber McGraw hat auch entsprechend Vorarbeit geleistet, denn er ist einer der Wenigen, die sich als Newcomer wirklich auf Dauer durchgesetzt haben. Und das innerhalb relativ kurzer Zeit und nicht ohne Rückschläge.

Geboren 1967 in Louisiana hätte der Sport seine Welt werden können, denn der Vater war ein Baseballspieler, der Erfolge vorweisen konnte. Aber die brodelnde, abwechslungsreiche Musik im amerikanischen Süden hatten grössere Anziehungskraft. Mit 22 machte McGraw sich auf nach Nashville, um dann wieder in den Süden geschickt zu werden, wo er sich als Livemusiker die nötige Erfahrung verdienen musste. Zwar erschien 1992 ein erstes Album – viel Notiz davon nahm jedoch kaum jemand. So etwas ist schon ganz anderen späteren Stars passiert. Und manchmal kommt das Glück eben auf Umwegen.

Im Falle McGraw gab das Publikum den entscheidenden Impuls. Der Sänger hatte einen Song im Live Programm, der bei den Zuschauern immer besonders gut ankam: „Indian Outlaw“. Wenn man als Sänger noch keinen Hit hatte und somit auch keinen Sound oder Image, was vergibt man sich da, wenn man es beim nächsten Album u.a. mit dem Lied versucht, von dem man weiss, die Leute mögen es? „Not A Moment Too Soon“ hiess das Album, für den „Indian Outlaw” kam es keinen Augenblick zu früh. McGraw schaffte damit den Durchbruch.

Seit 1994 gehört er zu den Hit-Garanten der Country Music. Auf Top Hits wie „Don’t Take The Girl“ und „Down To The Farm“ zementierte er eine Karriere, die zumindest derzeit sogar erdbebensicher scheint. Hit reiht sich seither an Hit – es soll hier keine Chronologie der No. 1’s von McGraw erstellt werden. Vielmehr über weitere glückliche Begleitumstände seiner Karriere. Plötzlich war er nicht mehr auf Tingeltour sondern gab Konzerte, zu denen die Menschen in Scharen immer noch strömen.

1996 holte er sich eine noch wenig bekannte Sängerin ins Vorprogramm seiner Concert-Tour: Faith Hill. Nur er selbst weiss, wann der berühmte Funke übersprang und aus der talentierten Kollegin die Liebe seines Lebens wurde. Beide sind nicht nur seit 1996 ein Ehepaar sondern jeder für sich auch ein Superstar geworden. Wohin sie die Unmengen an Awards stellen mag dahingestellt sein, viel fehlt Tim McGraw da nicht mehr in seiner Sammlung. Auch die Auszeichnung zum Entertainer des Jahres hat der Eroberte inzwischen längst.

Den Gesetzen des Show Geschäftes zufolge könnte jetzt die schwierigere Phase der Karriere des Tim McGraw beginnen – nämlich den Erfolg zu behalten. Dazu beitragen könnte auch das Suchen nach neuen Ufern. Vielleicht gehört das neue Album „Tim McGraw & The Dancehall Doctors“ dazu. Wie gesagt, er hat es komplett mit der eigenen Band eingespielt und damit eine Granate abgeliefert. Ein kompaktes musikalischer Erlebnis der Extraklasse, auch was die Spieldauer anbetrifft. Dazu gibt es in Buchform eine Chronik, die das Entstehen das Albums festhält. Titel: „Tim McGraw & The Dancehall Doctors: This Is Ours“ (Verlag Simon & Schuster). Tim McGraw – wo er ist, ist der Erfolg. Lassen wir uns überraschen wie seine märchenhafte Karriere weiter geht.

Tim McGraw & The Dancehall Doctors

CD: „Tim McGraw & The Dancehall Doctors“
Erscheinungsdatum: 2003
Label: Curb Records

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Trackliste:

01. Comfort Me
02. Tickin‘ Away
03. Home
04. Red Ragtop
05. That’s Why God Made Mexico
06. Watch The Wind Blow By
07. Illegal
08. Sleep Tonight
09. I Know How To Love You Well
10. Sing Me Home
11. She’s My Kind Of Rain
12. Who Are They
13. Real Good Man
14. All We Ever Find
15. Tiny Dancer

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>