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Archiv für April 2007



Larry Schuba & Western: Jubiläumskonzert in Gropiusstadt bei Berlin

30. April 2007 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: Konzertberichte

Seit nunmehr 40 Jahren streift der “Countrybär”, wie ihn seine Fans liebevoll nennen, durch die deutschen Wälder. Ein Mann mit “Herz & Schnauze”, indes ein musikalischen Genie, welches die Gabe besitzt, Country Music in deutscher Sprache zu offerieren, wie dies nur wenige Künstler in Deutschland schaffen. Seine Karriere begann 1967, als importierter Bayer, in der Trabantensiedlung Gropiusstadt bei Berlin. Was liegt demnach also näher, genau an diesem Ort sein 40. Bühnenjubiläum zu feiern. Am Freitag, den 27. April und am Samstag, den 28. April 2007 war es endlich soweit, zwei seit Monaten restlos ausverkaufte Jubiläumskonzerte im Gemeinschaftshaus standen auf dem Programm.

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Tom Astor: Duette

15. April 2007 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: CD-Besprechungen

Sich einen (seinen) großen Traum zu erfüllen, bleibt vielen Menschen ein Leben lang verwehrt. Tom Astor hingegen hat viele Jahre lang intensiv daran gearbeitet sich seinen “Lebenstraum”, in diesem Falle ein Duett-Album, zu erfüllen. Zwar hat er schon vor einigen Jahren den Silberling “Meilensteine”, seines Zeichens ebenfalls ein Duettalbum” veröffentlicht, doch liegt dem Sänger das aktuelle Album noch ein bisschen mehr am Herzen. 18 Duettpartner u. a. Willie Nelson, Kenny Rogers, Lionel Cartwright, Johnny Cash, Kris Kristofferson, John Denver, Billy Ray Cyrus, Bellamy Brothers und Don Williams finden sich auf “Tom Astor & Friends” wieder, mit denen der gebürtige Sauerländer, in “Sachen Duett”, gemeinsame Sache macht. Allesamt das “Who is Who” der amerikanischen Countryszene der letzten 30 Jahre. Das die CD, wie immer bei Tom Astor, tadellos produziert wurde, daran gibt’s keinen Zweifel.

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Are You Sure Hank Would Have Done It That Way: Waylon Jennings

13. April 2007 | Von Manfred Vogel | Kategorie: Storys zum Song

Der Song ist einer der vielen Hits, die Waylon Jennings sich selbst geschrieben hat. Der Titel ist Umgangssprache und jedem Englisch-Lehrer ein Dorn im Auge, denn richtig müsste es heißen: “Are You Sure Hank Would Have Done It That Way?” Was sich aber nicht gut singen lässt. Frei übersetzt bedeutet es: “Bist du sicher, Hank würde das auch so gemacht haben?”

Jennings greift hier die Situation auf, die er vorfand als er nach Nashville kam. Hank Williams war (und ist es immer noch) der große Übervater der Countrynation. Er, der so voller Gegensätze und menschlicher Schwächen war, wurde so glorifiziert, dass immer dann, wenn Jemand etwas anders machte als alle Anderen oder auch etwas falsch machte, gefragt wurde, ob den Hank es auch so gemacht hätte. Womit man suggerierte, dass Hank Williams beinahe unfehlbar war und immer das Richtige getan hat. Wer sich mit der kurzen Lebensgeschichte der Legende auskennt, der weiß, dass er alles andere als unfehlbar war, Vieles richtig aber noch mehr falsch gemacht hat.

Diese eigentlich widersinnige Situation griff Waylon Jennings auf seine unnachahmlich durchaus auch satirische Art auf und schrieb innerhalb weniger Stunden diesen Song. Ausgestattet mit einem stampfenden, treibenden Beat wurde es 1975 ein Top Hit für den Texaner, mit dem er selbst in dieser Form nicht gerechnet hatte.



Pam Tillis: Rhinestoned

5. April 2007 | Von Manfred Vogel | Kategorie: CD-Besprechungen

Lange gab es nichts Neues von der aufregenden Künstlerin – warum eigentlich nicht? Die älteste Tochter von Country-Star Mel Tillis war seit ihrer Jugend eine Art Rebellin. Als Kind eines Stars will man irgendwann nicht mehr im Schatten des Vaters stehen und eigene Wege zu einer eigenen Identität gehen. Das tat Pam Tillis – und machte teilweise schmerzliche Erfahrungen dabei. Sie ging Risiken ein, ließ sich nicht an- und schon gar nicht in eine Schema einpassen – und sie überlebte. Sie fand ihren eigenen Weg nach oben, gehörte in den 90er Jahren zu den Country-Sängerinnen der ersten Garde. Sogar zur Sängerin des Jahres wurde sie von der CMA gewählt. Doch dann verschwand sie aus dem Blickfeld der Country Gemeinde. Anderes war in ihrem auch künstlerisch rebellischen Leben wichtiger geworden. Man konnte sie in diversen TV Serien (u.a. “L.A. Law” und “Diagnose Mord”) als Schauspielerin bewundern oder im Musical “Jesus Christ Superstar” am Broadway von New York.

Nachdem sie ihr leben mit weiteren Erfahrung neu geordnet hat, kommt sie jetzt mit diesem bemerkenswerten Album als gereifte Country-Sängerin zurück und entfaltet ein ungewöhnlich breites musikalisches Spektrum. Etwas, das man bei den meisten der so zahlreich vertretenen Sängerinnen der neuen Generation vergeblich sucht.

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Alison Krauss: A Hundred Miles Or More

2. April 2007 | Von Manfred Vogel | Kategorie: CD-Besprechungen

Sie gilt als eine der Stilistinnen der Country Music und das in noch so jungen Jahren. Man kennt sie in der Szene seit sie gerade die Teenager-Jahre erreichte. Mit ihrem glockenhellen Sopran prägt sie jeden Song, oft genug schon hat sie bewiesen, dass man sie nicht auf eine bestimmte Musikrichtung festlegen kann. Nicht zuletzt deswegen ist sie eine gefragte Duett-Partnerin und Harmoniestimme in der gesamten Musikszene.

Was sie veröffentlicht ist keine Dutzendware, Alison Krauss lässt sich reichlich Zeit, ehe sie ein neues Album fertig stellt. Damit das Warten nicht zu lange dauert, kam Irgendjemand auf die Idee, diese Collection zusammen zu stellen. Es handelt sich nicht, wie man erwarten könnte, um ihren bekanntesten Aufnahmen sondern um solche, die es auf ihren eigenen Alben nicht gegeben hat. Alison Krauss ist auf diversen Soundtracks vertreten (u.a. “O Brother Where Art Thou”, “Cold Mountain”, “The Prince Of Egypt”) aber auch auf Tribute Alben, in TV Produktionen oder bei anderen Künstlern auf deren Alben (The Chieftains, Brad Paisley, Tom Waite).

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