Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Michael Peterson
Der Konsum von Country Music beinhaltet oftmals mehrere Symptome ihrer Entäußerung. Dass man einem amerikanischen Top-Star besser keine europäische Band zur Seite stellt, die nicht haargenau auf dessen Musik eingespielt ist, ist das Fazit der jüngsten Tour von Michael Peterson.
Wie man trotz nicht idealster Bedingungen als Gesamtziel dennoch eine in sich stimmige und meisterliche Konzertnacht konstruiert, zeigte das Zusammenspiel aller Bands mit dem Konzept und den Ansprüchen des Four Corners. Der Veranstalter war sich seiner Vorarbeit wie immer sicher und konnte dem Abend mit gleich zwei Opening Acts ruhig und gelassen entgegen sehen. Beide hatte man dort schon ein- oder mehrmals gehört, beide waren sich ihres Tuns im Klaren.
Michael Peterson, der sympathische Sänger aus Nashville, war schon mehrfach in Europa (u.a. Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich) zu Gast. Somit kennt der Mann, der in Tucson (Arizona) geboren wurde, die europäische Countryszene sehr genau. Am meisten haben es ihm wohl die Line Dancer angetan, für die sei der neue Silberling “Baby, I’m Stickin With You”, so Peterson, eine wahre Fundgrube an “Songs für die Füße”.
Das neue Album ist exklusiv nur in Europa erhältlich. Wenn Michael Peterson am 01. August 2009 im französischen Cagnes-sur-Mer zum “Riviera Country Music Festival” als Headliner zu Gast ist, hat er “”Baby, I’m Stickin With You” bereits im Gepäck.
Wer jetzt Lust hat sich das neue Album zu bestellen, der kann sich ab sofort ein Exemplar über diese E-Mail bestellen: mpmovingpeople@yahoo.com
Michael Peterson, der am 07. August 1959 in Tucson, Arizona, das Licht der Welt erblickte, hat schon immer seine Stimme erhoben, wenn es etwas zu sagen gab. Ob als charismatischer Redner, als Schreiber ehrlicher Songtexte, oder als amüsanter Geschichtenerzähler in seinen Konzerten. Michael hat es stets verstanden, seine Zuhörer zu fesseln. So verwundert es nicht, dass seine CDs von Millionen Menschen gehört und gekauft werden. Sein Debütalbum auf Reprise Records warf mit “Drink, Swear, Steal and Lie”, “From Here to Eternity”, “Too Good to Be True” und “When the Bartender Cries” gleich vier Hitsingles ab und wurde über Nacht zum Platinerfolg. In den Jahren 1997 und 1998 verkaufte Michael die meisten Platten aller männlichen Newcomer im Country-Geschäft. Außerdem wurde er zum “Country Weekly’s Male Newcomer” und zum “Gavin’s Artist to Watch” gekürt. Bei den TNN Music City News Awards im Jahr 1999 wählten ihn seine Fans schließlich zum “Male Star of Tomorrow”.
Es folgten seine zweite CD auf Reprise (“Being Human” mit den Singleauskopplungen “Something ‘Bout a Sunday” und “Sure Feels Real Good”), ein Auftritt in der populären Fernsehserie “Walker, Texas Ranger” und eine Mammut-Tournee. “Seit meinem ersten Jahr im College schreibe ich schon Songs”, so Peterson. “Ich war ein ziemlich ängstlicher Typ. Meine Gitarre war praktisch ein Ventil für diese Angst. Meine Musik soll die Menschen berühren und ihnen Freude bereiten. Das war schon immer mein Ziel.”
Michael Peterson, er war eine der Überraschungen bei der 12. GACMF Country Music Award Gala am 21. Februar 2004 in Erfurt. Nicht nur seines starken, selbst geschriebenen Songs “No More Looking Over My Shoulder” wegen (war mit Travis Tritt bereits vor einigen Jahren ein Hit) sondern auch aufgrund seines zurückhaltenden aber aufgeschlossenen Auftretens. Seiner Initiative verdankt die Gala eine denkwürdige Jam Session nach getaner Arbeit im Hotel. Als Peterson seine Gitarre holte versammelten sich spontan weitere Musikanten aus den verschiedensten Gruppen sowie Solisten um ihn herum und musizierten nahezu bis zum Sonnenaufgang. Alle, die genügend Stehvermögen hatten und dabei blieben, werden dieses Event nicht vergessen.
Michael Peterson ist ein Vertreter der jüngeren Generation von Countrybarden, die sich nicht verbiegen lassen und konsequent ihre musikalische Richtung verfolgen. Für Peterson ist das ebenso druckvolle, mit Rock Elementen versetzte, knackige Musik wie andererseits vom Feeling geprägte, lebensnahe Balladen, denen die traditionellen Parts nicht abgehen.



