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The BossHoss: Bringen sie den frischen Wind?

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Einig sind sich eigentlich alle – die Country Music braucht dringend frischen Wind, neue Impulse, etwas Überraschendes. The Twang lässt aufhorchen mit ihren voll auf Country / Bluegrass / Twang umgearbeiteten Versionen von bekannten Songs aus anderen Richtungen.

The BossHoss gehen da noch einen großen Schritt weiter. Ihr Motto lautet „Country meets HipHop, Pop & Rock“! Hiphop und Country, geht das überhaupt – weiter können Musikrichtungen kaum auseinander liegen. Ich bin sicher, die Gruppe wird damit heftige Diskussionen auslösen – sie wird auf totale Ablehnung ebenso wie auf begeisterte Zustimmung stoßen. Und damit ein erstes Ziel ereichen, nämlich, dass darüber diskutiert wird. Wer verändern will, der muss Risiken nehmen, der muss auch anecken – man frage beispielsweise einen Willie Nelson wie das damals mit der „Outlaw-Masche“ war!

The BossHoss

Die Gruppe aus Berlin hat sich etwas vorgenommen und ein Konzept erarbeitet, das zum Ziel führen könnte. Ihre Musik ist gewöhnungsbedürftig, man muss sich reinhören, das auf sich wirken lassen. Laut, schrill, frech aber auch ideenreich und ganz einfach anders.

Ich habe bereits in das für April angekündigte Album „Internashville Urban Hymns“ reinhören können. Das Album trägt seinen Titel zu Recht, der deutet fast ein wenig drohend an, was auf den Hörer zukommt. Es steckt viel Arbeit drin! Es müssen die passenden Songs für das Vorhaben ausgesucht werden.

Dabei erweist es sich immer wieder, dass längst nicht jeder Titel sich dann auch eignet. Die Gruppe analysiert jeden Song zunächst und zerlegt in dann in eine Menge Einzelteile, die mehr oder weniger bearbeitet und neu zusammengefügt werden. Ergebnis ist immer eine Überraschung, denn man braucht meist eine Weise, ehe man das Original erkennt. Wenn das „Werk“ dann den „Live-Test“ besteht, kommt er ins Programm.

Und das besteht dann aus Titeln wie Eminem’s „Without Me“ und dem Britney Spears Hit „Toxic“, das reicht von Elvis Presley’s „Little Less Conversation“ über „Sabotage“ von den Beastie Boys und „Hey Ya“ (Outkasts) bis zum Jimmy Hendrix Klassiker „Hey Joe“.

Das mag auf CD noch als „schwere“ Kost gelten, hat live vorgetragen ganz sicher wesentlich bessere Chancen, für Furore zu sorgen. Wer The BossHoss auf der Bühne gesehen hat, zeigt sich meist begeistert, insbesondere bei den Jüngeren ist die Resonanz entsprechend. Wenn Boss (Alec Völkel, Gesang), Hoss (Sascha Vollmer, Gesang, acc. Gitarre), Russ (Gitarre), Guss (Kontrabass), Frank (Drums), Hank (Mandoline, Waschbrett) und Ernesto (Percussion) den Bären steppen lassen, geht die Party richtig ab. Und das inzwischen auch weit über die Grenzen Berlins hinaus.

Das Konzept von The BossHoss ist ausbaufähig. Für meinen ganz persönlichen Geschmack würde ich mir vor allem auf Tonträger gesanglich etwas mehr Abwechslung wünschen. Ich bin jedenfalls echt gespannt, wie The BossHoss angenommen werden. Die aktuelle Single „Hey Ya!“ aus dem Album „Internashville Urban Hymns“ ist bereits im Handel erhältlich, dass Album erscheint im Mai bei Universal Deutschland.

Außerdem interpretieren The BossHoss den aktuellen Langnese-Song „Like Ice In The Sunshine“ auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Den Langnese-Song kann man im Sommer in den Kino- und TV-Werbespots betrachten.

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