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Meg Pfeiffer: Bullrider

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Es steht fest in Fels gemeiselt – bei Meg Pfeiffer werden sich die Geister wieder streiten. Für einige Musikfreunde wird es großartig sein was die sympathische junge Sängerin auf CD gepresst hat, bei der Fraktion „traditionelle Country Music“ sieht’s demnach gegenteilig aus – das ist doch gar kein Country, so darf das nicht klingen – dort wird sie komplett durchfallen!

Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die junge, durchaus talentierte Sängerin und Songschreiberin Meg Pfeiffer, das Zeug zu einer großen Karriere hat – ja, auch und bestimmt im Genre Country Music! Das beweist sehr eindrucksvoll ihr Debütalbum „Bullrider“, erschienen bei Columbia (Sony Music), auf dem neben vielen „gewollten“ Cover-Songs auch drei eigene Kompositionen zu finden sind.

Erinnern wir uns an die Anfangszeit der Berliner Band „The BossHoss“, denen einige Countryfans auch am liebsten den Stecker gezogen hätten und doch am Ende eine, bis zum heutigen Tage, feste Fangemeinde aufbauen konnten. Ihre Alben haben sich hunderttausendfach verkauft und belegten vordere Plätze in den deutschen Album-Charts.

Nun soll aber keinesfalls der Eindruck entstehen, dass Meg Pfeiffer, die für einige Jahre in den USA lebte und dort ihr Faible für Country Music entdeckte, ein billiger Abklatsch bzw. Neuaufguß der Berliner Formation „The BossHoss“ sei. Nein, ganz im Gegenteil! Während die Berliner Kombo eher auf die brachiale, rockige Variante steht, legt Meg Pfeiffer viel Wert auf Authentizität. „Poker Face“, der ersten Single-Auskopplung, im Original von Lada Gaga, gibt sie einen gekonnten Einstand, dem sich selbst – und auch das ist wieder gewollt, sogar die Teenies beim TV-Sender VIVA nicht entziehen können. Dort läuft der Song bereits auf Rotation und schickt sich an ein richtiger Dauerbrenner zu werden!

Jetzt kommen unter Garantie die „Traditionellen“ und werden rufen: „Die wissen doch gar nicht, was richtige Country Music ist!“ Das kann schon sein, aber sie erkundigen sich und wollen sich informieren über das für sie neue Genre – Country. Mehr als 180 Anfragen (per E-Mail) erreichten die Country.de-Redaktion von VIVA- und Youtube-Zuschauern, die wissen wollten wer gerade „up to date“ ist. Country wird zunehmend von der Jugend als cool empfunden. Nicht zuletzt wegen Bands wie Texas Lightning, The BossHoss und den Vorreitern des modernen „Countryfizierens“ – The Twang!

Doch zurück zu Meg Pfeiffer und ihrem neuen Album „Bullrider“. Zwar setzt man im Video von „Poker Face“ auch auf viele (zu viele) Klischees, so steht doch aber letztendlich der moderne Drive im Vordergrund, der gleichermaßen den jungen Menschen von VIVA sowie den Countryfans im Ohr bleibt. Das gilt ebenso für die zweite Single „I Kissed A Girl“ (Katy Perry), die so gefühlvoll in Szene gesetzt und arrangiert wurde, und jetzt als wunderbare Ballade glänzt. Ein kongenialer Countrysong wie er im Buche steht – mit die beste Umsetzung auf „Bullrider“ – grandios!

Werfen wir noch einen Blick auf die eigenen Song; die können sich nämlich ebenfalls sehen bzw. hören lassen. Mit „Love Is Easy“, „Someone“ und „Johnny Goes Bananas“ (an allen Titel ist Meg Pfeiffer an Text & Musik als Co-Autor genannt) treffen sie genau den Nerv eines jeden Countryfans. Davon auf dem nächsten Album bitte mehr, viel mehr!

Fazit: Meg Pfeiffer präsentiert auf „Bullrider“ coole bekannte Songs im Countrysound – das ist nicht neu, oder revolutionär aber klasse umgesetzt. Jedoch bitte Augenmerk auf die drei eigenen Titel – die haben es wirklich verdient beachtet zu werden.

   
Bullrider
CD: „Bullrider“
Erscheinungsdatum: 2010
Label: Columbia (Sony Music)

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Trackliste:

01. Poker Face
02. American Boy
03. Bodies
04. I Kissed A Girl
05. I Will Love You Monday
06. Love Is Easy
07. 4 Minutes
08. Someone
09. Piece Of Me
10. Johnny Goes Bananas
11. Maneater
12. Use Somebody

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Über Dirk Neuhaus (812 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.