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Mandy Strobel: From Then Till Now

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Er ist ein Typ, er ist ein Kerl mit Ecken und Kanten – ein lieber Kerl ist er auch. Er hat die Sechzig bereits überschritten. Er hat Erfahrung, als Mensch und als Musiker. Er hat Talent, Feeling und „guts“ wie die Amerikaner sagen. Er hat den Mut und den Willen, an sich und seinen Traum zu glauben und diesen zu verwirklichen. Er horcht in sich hinein und findet immer wieder etwas, das er zutage fördert, um Andere daran teilhaben zu lassen. All das kommt dem gebürtigen Ulmer bei diesem Album zugute.

Er ist Mandy Strobel. Punkt! Eigentlich sollte das als Aussage genügen, um zu wissen, was einen erwartet. Ich kenne keinen deutschen Sänger, der das „Country-Amerikanische“ so authentisch verkörpert wie Mandy Strobel. So ca. 50 Jahre macht er Musik und fast genauso lange waren die amerikanischen Clubs in Deutschland so etwas wie seine zweite Heimat. Sie waren eine exzellente Schule – Mandy Strobel ein ebensolcher Schüler. Dass er stimmlich an Johnny Cash erinnert, dafür kann er nichts. Das ist aber auch kein Nachteil, ich kann mir gut vorstellen, dass der „Man in Black“ diese Songs durchaus auch hätte aufnehmen können. Gerade diese Stimme ist es, die seinen Songs das Erdige, das Glaubwürdige, das Griffige, das Aufregende verleiht.

In Ron Davis hat er einen prächtigen Kumpel gefunden. Beide kennen sich seit Jahren, sie sind so eng befreundet, dass Davis als Texter zum Sprachrohr Strobel’s wird. Er kleidet das in Worte, was Strobel aussagen will. So ist ein Album entstanden, bei dem ich mich genüsslich zurück lehne und einfach nur zuhöre. Vom ersten Song an wird der Hörer gefesselt. Mal anheimelnd und anrührend, mal besinnlich und zum Nachdenken anregend, mal dramatisch, dann wieder romantisch. Die Texte sind gut zu verstehen, die Instrumentierung sparsam aber wirkungsvoll. Man hat das Gefühl, Strobel sitze im Wohnzimmer und erzähle singend aus seinem Leben.

Ich habe es erwähnt, ihm kommen die vielen Jahre Erfahrung zugute. Mandy Strobel nutzt sie, um in Erinnerungen zu schwelgen. Genau das ist auch die Absicht, es sind Geschichten aus seinem Leben. Ich will hier nicht auf die einzelnen Songs eingehen, die muss man sich schon selbst anhören.

Aufgenommen wurde das Album in Nashville unter kompetenter und tatkräftiger Mithilfe von Brent Moyer (als Produzent, Musiker und Ratgeber). Es kommt heute sicher nicht allzu häufig vor, dass in Nashville ein Album mit solch traditioneller Country Music produziert wird. Bei zwei Songs ist Joe Sun Duett-Partner, bei einem Song steuert Katja Kaye ihre unverwechselbare Stimme bei.

Fazit: Mandy Strobel bleibt sich treu, er geht konsequent seinen Weg. Zwischen der „Hütte auf dem Hügel“ und der „Betriebsversammlung im Himmel“ spannt Strobel einen ereignisreichen Bogen aus Geschichten, Episoden und Erlebnissen aus dem Leben eines an Erfahrungen reichen Menschen. Dies ist sicher das ausgereifteste aber auch persönlichste Album des Sängers. Vier weitere Alben sind geplant, denn der Mensch und Zeitzeuge Mandy Strobel hat noch einiges zu erzählen.

   
From Then Till Now
CD: „From Then Till Now“
Veröffentlicht: 2010
Label: Songhouse

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Trackliste:

01. My Cabin On the Hill
02. Where Did All The Whittlers Go
03. From Then Till Now
04. Texas Blues In Tennessee
05. See That Golden Moon
06. Apple Picking Time
07. „The Waltz Of The Whispering Wind“ (mit Katja Kaye)
08. Thunder Storm
09. A Singer Named Mandy
10. Old Age Is Creeping Up On You (mit Joe Sun)
11. South Of Belen
12. Heavenly Howe Down (mit Joe Sun)

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