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Juice Newton

Die Biografie der weltweit bekannten Sängerin.

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Vier ihrer Hits landeten in den Country-Charts auf dem Spitzenplatz, dennoch gehört Juice Newton nicht zu den Top-Sängerinnen im Bewusstsein der Country-Fans. Das mag daran liegen, dass sie nie Zweifel darüber aufkommen ließ, dass sie sich nicht auf eine bestimmte Richtung festlegen lassen würde. Judith Kay, genannt Juice Newton wurde am 18. Februar 1952 in Lakehurst, New Jersey geboren. Der Ort ist nicht für seine musikalischen Kinder bekannt sondern eher als jener, an dem das Luftschiff „Hindenburg“ verunglückte.

Lange verweilten die Newtons auch nicht in Lakehurst, sie zogen nach Virginia Beach, Virginia. Die Künstlerin wuchs dort mit der Folk Music auf, die insbesondere von Joan Baez und Bob Dylan vertreten wurde. Vor allem in der College-Szene fand sie reichlich Nährboden für ihre musikalischen Interessen, man konnte sie in Bars und Cafes auf der Bühne erleben.

Juice Newton. Bildrechte: Promo, Künstler

Als sie nach Kalifornien ging, dort Otta Young kennenlernte und mit ihm gemeinsam musizierte, reifte bei ihr der Entschluss, eine Karriere als Sängerin zu versuchen. Mit Young gründete sie die Folk-Rock Band „Juice Newton & Silver Spur“. RCA war interessiert genug, ihnen einen Plattenvertrag zu geben.

Mit der Single „Love Is A Word“ schnupperte Newton erstmals in die Country Charts, allerdings reichte es nur zu Platz 88. Dann wechselte die Band zu Capitol Records, machte ein wenig erfolgreiches Album und brach auseinander. Jetzt verfolgte Newton ihre Solo-Karriere, wobei sie aber mit Young weiter zusammen arbeitete.

Und das klappte prima, zunächst in den Pop Charts, denn da sprang sie mit „It’s A Heartache“ in die Hot 100, was sie später noch etliche Male wiederholen konnte. Interessanter damals noch, dass Juice Newton sich als Songwriter etablierte, insbesondere auch in der Country-Szene. So stammt der Carpenters-Hit „Sweet Sweet Smile“ von ihr.

In den Country Charts ging es 1979 mit ihr weiter, „Let’s Keep It That Way“ verhalf ihr zu Platz 37. Erst 1981 knackte sie die Top Twenty. „Angel Of The Morning“ schaffte das noch nicht ganz aber „Queen Of Hearts“. Und gleich danach ihre erste Nr. 1: „The Sweetest Thing“ (geschrieben übrigens von Otta Young). Den Song hatte man schon auf dem ersten Album mit Silver Spur finden können. Auch im Pop Bereich lief es weiter gut für Juice Newton.

1985 wechselte sie nach 6 erfolgreichen Alben für Capitol zu RCA und eroberte sofort erneut Platz 1 der Country Charts mit „You Make Me Want To Make You Mine“. Auch ihre Version des Timi Yuro-Klassikers „Hurt“ schaffte das und im Jahr danach stand sie im Duett mit Eddie Rabbitt und dem Titel „Both To Each Other“ einmal mehr ganz oben. Die Zusammenarbeit mit RCA wurde schwieriger, aus welchen Gründen auch immer. Jedenfalls tauchte Newton 1989 zum letzten Mal in den Country Charts auf mit „When Love Comes Around The Bend“. Auch andere Top Stars hatten mit Ende der 1980er Jahre keine Zukunft mehr bei RCA, z.B. Dolly Parton.

Juice Newton lebte mit ihrem damaligen Ehemann und zwei Kindern in San Diego, Kalifornien, weit weg von Nashville also. Sie zog sich vorübergehend und weitgehend aus der Musik zurück und stellte die Familie in den Vordergrund. Erst Ende der 1990er Jahre machte sie wieder von sich reden als die beiden Alben „The Trouble With Angels“ (1998) und „American Girl“ (1999) erschienen. In das Country-Genre aber kehrte sie nicht wirklich zurück, dafür blieb sie eingebunden in andere Projekte, die allerdings nicht alle erfolgreich wurden.

Im August 2010 starb Newton’s langjähriger musikalischer Weggefährte Otta Young an Krebs. Juice Newton’s bisher letzte Alben erschienen bei der Firma Fuel 2000. Zunächst „Duets: Friends & Memories“, u.a. mit Willie Nelson, Glen Campbell, Dan Seals und Frankie Valli. Ein Projekt, um das es etliche Jahre früher erheblichen Wirbel und Streit gegeben hatte. 2011 folgte die CD „Juice Newton: The Ultimate Hit Collection“, die u.a. ihre eigene Version von „Sweet Sweet Smile“ beinhaltet.

Die Künstlerin ist also auch heute weiter aktiv, sowohl als Sängerin wie als Autorin. In der Country Music allerdings hat man sie weitgehend vergessen.

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