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Pam Tillis

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Eine ganze Weile galt sie als verwöhnte, ungezügelte Tochter eines erfolgreichen Country-Künstlers. Talent, ja das hatte sie, nur anzufangen wusste Pamela Yvonne Tillis damit nichts. Wie ihr Vater Mel Tillis wurde sie in Florida geboren, genau am 24. Juli 1957 in Plant City. Aufgewachsen ist sie in Nashville, wohin ihre Eltern gezogen waren, sie lernte von frühester Kindheit an das Country Music Business als ihren Alltag kennen.

Schon mit 8 Jahren nahm ihr Vater sie mit auf die Bühne der Grand Ole Opry, um etwas kämpfen zu müssen, das lernte sie allerdings nicht. Als Teenager wirkte sich das ziemlich nachteilig aus. Wenn sie Lust hatte, nahm Daddy sie mit auf Tournee und baute sie in seine Band ein. Dann warf ein schwerer Autounfall sie aus der Bahn, den sie mit 16 verursachte. Mehrere plastische Operationen waren die Folge. Sie schrieb sich an der Belmont Universität in Nashville ein und startete während dieser Zeit ihre eigene Band. Schon kurz danach brach sie die Uni ab, um die Musik zum Beruf zu machen.

Pam TillisUm sich vom Schatten des Vaters abzunabeln ging sie nach Kalifornien und schloss sich der Band „Freelight“ an, die eine Art Jazz-Rock spielte. Diese Zeit würde Pam Tillis später als verlorene Jahre bezeichnen.

Reumütig kehrte sie nach Nashville zurück – mit einem unehelichen Kind, für das sie auch noch zu sorgen hatte. Nashville nahm sie keinesfalls mit offenen Armen auf. Zwar bekam sie einen Vertrag bei Warner Brothers, doch ein Album und etliche Singles brachten ihr außer Erfahrung nicht viel ein. Immerhin enthielt das Album Songs, mit denen andere besser fuhren: „Those Memories Of You“ z.B. und „Five Minutes“ (Lorrie Morgan). Bis dahin schien sie selbst nicht zu wissen, welche Richtung sie gehen wollte und die Plattenfirma nicht, wie man ihr Talent zur Geltung bringen konnte.

Vom Vater geerbt hat sie auch das Talent, Songs zu schreiben. Darüber fand sie dann den richtigen Einstieg in ihre Karriere. Tree Publishing gab ihr eine Chance, diese nutzte Pam Tillis. Von Conway Twitty bis Gloria Gaynor reichte ihre prominente Kundschaft.

1990 nahm Arista sie als Sängerin unter Vertrag, um sie deutlich mehr in Richtung „country“ zu produzieren. Damit befand sie sich im richtigen Fahrwasser. Mit „Don’t Tell Me What To Do“ knackte sie die Top Five. Danach folgten weitere Top Ten Erfolge wie „Maybe It Was Memphis“, „Let That Pony Run“ oder „When You Walk In The Room“. 1994 dann ihr größter Hit, den „Mi Vida Loca (My Crazy Life)“ bescherte ihr die erste und einzige Nr. 1 ihrer bisherigen Karriere.

Bis in das neue Jahrtausend hinein hielt sich Pam Tillis mit schöner Regelmäßigkeit in den Charts. Die Zusammenarbeit mit Arista endete 2001 und auch ihre Zeit als Hitsängerin. Aber Pam Tillis hatte noch das andere Standbein als Autorin. In dieser Eigenschaft ist sie auch heute weiter gefragt.

Als Schauspielerin hat sich Pam Tillis in den letzten zehn Jahren auch immer wieder versucht, durchaus mit Erfolg. In rund einem dutzend TV Shows konnte man sie sehen. Ihr bisher letzter Einsatz als Schauspielerin war 2011 an der Seite von Jennifer Anniston und Jennifer Landon im Streifen „The Goree Girls“. Schon 1989 hatte Tillis Musical-Erfahrung gesammelt als sie in einer Produktion von „Jesus Christ Superstar“ die Rolle der Maria Magdalena übernahm. Auch am Broadway konnte man sie in „Smokey Joe’s Cafe“ erleben, einer Produktion, die sich um die legendären Songschreiber Jerry Leiber & Fred Stoller dreht.

2002 wurde das Album „It’s All Relative: Tillis Sings Tillis“ auf Lucky Dog (gehört zu Epic Records) veröffentlicht, das ausschließlich Songs ihres Vaters enthält. Im Jahre 2007 startete Pam Tillis ihr eigenes Label Stellar Cat Records“, wo sie bisher zwei Alben veröffentlichte. Neben „Just In Time For Christmas“ das bemerkenswerte „RhineStoned“. Wie von ihr zu erfahren war, hat sie Ende 2011 an einer Fortsetzung dieses Albums gearbeitet so dass mit einem neuen Studio Album gerechnet werden kann.

Ein Blick noch auf das Privatleben der Pam Tillis. Ihr Sohn Ben ist inzwischen erwachsen und steht auf eigenen Beinen. Ihre Ehe mit dem Songschreiber Bob DiPiero wurde geschieden. Heute ist sie mit Matthew Spicher verheiratet, einem Sohn des berühmten Fiddlers Buddy Spicher.

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