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Anna MacDonald: Paper Flowers

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Was für eine reine, glockenhelle Stimme! Vom ersten Ton an fesselt die junge Schottin den Hörer, man hört ihr automatisch zu. Egal ob live oder auf CD. So ähnlich muss sich der Gesang der Sirenen angehört haben, dem Odysseus beinahe zum Opfer gefallen wäre.

Um eine Verwechslung gleich im vornherein auszuschließen, Anna MacDonald ist weder verwandt noch verschwägert mit ihrer schottischen Landsfrau Amy MacDonald. Während sich die inzwischen auch in Deutschland bekanntere Amy MacDonald der populären Musik widmet, hat sich Anna MacDonald mehr der traditionellen, der Folk Music ihrer Heimat verschrieben.

Noch müssen wir uns mit dieser EP begnügen, ihrer zweiten. Ein komplettes Album gibt es bisher noch nicht von ihr. Fünf Balladen, allesamt von ihr selbst geschrieben, mit denen sie uns ihre Heimat und deren Musik näher bringt, beeindruckend, voller Intensivität, kein bisschen aufdringlich, einfach schön. Zugegeben, als Country Music kann man das nicht bezeichnen, ihre Musik ist aber artverwandt. Genau diese Art von Musik, tief verwurzelt in schottischer, keltischer Tradition, ist in die Folklore der Appalachen und Smokey Mountains und damit in die ursprüngliche Country Music reichlich eingeflossen. Wir wissen von Sängerinnen wie Kathy Mattea und Nanci Griffith wie sehr sie sich zur Folk Music der britischen Inseln hingezogen fühlen und diese aufnehmen und verarbeiten.

Mit Anna MacDonald wächst ein einzigartiges Talent nach. Sie singt auf Schottisch, Gälisch und natürlich auf Englisch (wenn auch nicht auf dieser EP) – es gibt diese sprachlichen Unterschiede in der Tat. Aufgewachsen in Glasgow verbrachte MacDonald so manchen Sommer auf der Isle of Skye (Insel des Nebels), der größten Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands, woher ihre Vorfahren stammen. Hier in der Abgeschiedenheit entstand die Basis für ihre musikalische Vorliebe. Das Jahr 2003 verbrachte sie sogar am Gälischen College auf Skye, um sich sprachlich weiter auszubilden.

Im Jahr 2010 machte sie dann nachhaltig auf sich aufmerksam mit ihrer ersten EP „You Held Out Your Hand“ sowie beeindruckenden Live-Auftritten. Wobei sie erstaunliche Fähigkeiten als Instrumentalistin offenbart. Neben Gitarre und Piano spielt sie auch die „clarsach“, eine keltische Harfe, die für eine exotische Klangfarbe sorgt. Anna MacDonald weckt inzwischen aufgrund ihrer natürlichen Art und des Charmes, mit dem sie ihre reichlich vorhandenen künstlerischen Talente zur Geltung bringt, zunehmend auch außerhalb der Inseln das Interesse. Und das völlig zu Recht.

Fazit: Anna MacDonald hat die Zukunft noch vor sich, gut, dass sie einen Schritt nach dem anderen tut. Lieber eine EP mit fünf höchst beeindruckenden, neuen Songs anbieten als auf Teufel komm raus ein komplettes Album.

   
Anna MacDonald: Paper Flowers
CD: „Paper Flowers“ (EP)
Veröffentlicht: 2012
Label: Firebeach

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Trackliste:

01. Paper Flowers
02. Matty Groves
03. Glasgow Rain
04. Naj’s Song
05. Banks Of Inverurie

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