The Mavericks: In Time
Dass die Platte so geschmeidig funktioniert liegt sicher auch daran, dass die Gruppe der Abstand voneinander scheinbar reifer, und als Band noch homogener gemacht hat. Neben Malo sind auch wieder Schlagzeuger Paul Deakin und der Multi-Instrumentalist Robert Reynolds wie auch zwei langjährige Weggefährten – Keyboarder Jerry Dale McFadden und der erfahrene Gitarrist Eddie Perez (Chris Shiflett, Dwight Yoakam, Miranda Lambert, George Strait, Lee Ann Womack) – dabei.
„In Time“ ist eine gute Laune-Platte, eine Wohlfühl-Scheibe und ein echter Party-Bopper geworden. Mit „Back in Your Arms Again“ geht es gleich mit einem fetzigen Schieber los. „Lies“ kommt als Limonaden-Rock-Ballade daher. „Born To Be Blue“ lässt Malo dann in einer Liga mit Roy Orbison schmachten. Bei „In Another’s Arms“ wird das Tempo für traurige Gefühle kurzzeitig angehalten, um bei „Fall Apart“ dann irgendwo bei Tony Christie-ähnlichem Schlager zu landen. „All Over Again“ ist dann wieder beschwingte Tex-Mex-Polka, die die „Mavericks“ nur so in Reihe aus dem Ärmel schütteln.
Und so dreht sich das Album munter weiter. Mit „Tex-Mex-Big-Band-Rock’n’Roll“, der vor lauter Eingängigkeit mitunter dann doch zu ermüden droht. Es fehlt das wirklich schräge und überraschende. Auch das von Buck Owens beeinflusste „Dance In The Moonlight“ verlässt nicht die bewährten Wohlfühl-Pfade dieser Scheibe.
Mit der Platte bestätigen die „Mavericks“ ihren Status, knüpfen da an, wo sie vor zehn Jahren aufgehört haben. Gut produzierte, perfekte Partymusik. Nicht mehr und nicht weniger. Und vor allem nichts wirklich Neues.
Fazit: Wer die „Mavericks“ mag, dem wird auch diese Scheibe gefallen. Neue Fans werden sie damit aber kaum gewinnen können.
Das aktuelle Album In Time – Bestellen, Format, VÖ. und Label:
| Trackliste:
01. Back In Your Arms |



