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Pete Seeger ist tot

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Er war einer der ganz Großen der Musik und eine US-Folklegende: Pete Seeger ist am Montag im Alter von 94 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus gestorben.

Seeger war Weggefährte von Woody Guthrie und ein früher Mentor von Bob Dylan. Er schrieb, sammelte und sang unzählige legendäre Folksongs: „Where Have All The Flowers Gone“, „Turn, Turn, Turn“, „If I Had A Hammer“ und „We Shall Overcome“ machte er ebenso zu Hits wie zu Kampfgesängen für eine bessere Welt. Denn Pete Seeger war Zeit seines Lebens ein politischer Mensch, der seine Musik stets für soziale und politische Zwecke einsetzte.

So geriet er in den 1950er Jahren dann auch in den Fokus der McCarthy-Tribunale, die ihn des Kommunismus anklagten. Seitdem hatte er in den Mainstreammedien einen schweren Stand. Unter anderen war es Johnny Cash, der ihn 1969 in seiner TV zu einem der seltenen US-Fernsehauftritte zur Prime Time verhalf.

Doch die Ächtung tat seiner Popularität und Wirksamkeit keinen Abbruch. Seine Person und seine Musik waren in der Bürgerrechtsbewegung, im Kampf gegen den Atomkrieg und der US-Vietnam-Intervention im Einsatz. Wie eine Genugtuung musste es da für ihn sein, bei der ersten Amtseinführung von Barack Obama mit Bruce Springsteen zusammen für den damaligen Hoffnungsträger zu spielen.

Pete Seeger hat der Musik so viel gegeben. Möge er in Frieden ruhen.

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Über Thomas Waldherr (508 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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