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Garth Brooks: Man Against Machine

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Garth Brooks Garth Brooks - Bildrechte: Pearl, RCA Deutschland, Sony Music

Kein neues Studioalbum wurde in diesem Jahr mit mehr Spannung erwartet als „Man Against Machine“. Garth Brooks, Megaseller der 1990er Jahre mit über 100 Millionen verkaufter Tonträger weltweit, hatte sich im Jahr 2001 von der großen Bühne in eine – mit kleinen Unterbrechungen, selbstauferlegte Musikrente verabschiedet.

Die lange Zeit des Wartens auf neue Musik ist ab sofort vorbei. Mr. Brooks startet wieder voll durch – mit brandneuem Album und einer Welttournee im Gepäck. Ist er (musikalisch gesehen) immer noch der Alte und schafft er mit „Man Against Machine“ ein fulminates Comeback? Das wird sich in den nächsten Wochen herauskristallisieren – die Ticketverkäufe zur Tour laufen prächtig, das Album muss sich aber noch in den Charts beweisen!

Werfen wir ohne lange Umscheife einen Blick auf den brandneuen Brooks-Longplayer. Der Opener und Namensgeber „Man Against Machine“ ist eine mächtige Hymne mit einer Message (Mann gegen Maschine, nicht aufgeben, sich nicht in Selbstmitleid verlieren). Allerdings klingt der Titeltrack auch sehr modern, mehr der rockige Chris Gaines als der traditionelle Garth Brooks, aber trotzdem ein großartiger Song. „She’s Tired Of Boys“ und „Cold Like That“ schlagen musikalisch in die gleiche Kerbe und die Hoffnung auf den smarten Country-Grooner Brooks schwindet zusehends.

Doch weit gefehlt, mit „All American Kid“ schlägt er zu – und zwar richtig heftig. Der Longplayer nimmt unaufhörlich an „Country“-Fahrt auf. Als besonderes Highlight darf gut und gerne „Mom“ bezeichnet werden. Eine Ballade die eindrucksvoll aufzeigt, warum Garth Brooks über eine Dekade die Hitlisten der Radios und Charts dominierte. Niemand transportiert so viel Gefühl in gut vier Minuten – Hut ab! Weiter geht es mit dem lustigen „Wrong About You“ und einer Symbiose aus Shakespeare und Brooks – „Rodeo And Juliet“. „Midnight Train“, eine romantische Ballade, bereitet den Weg zu einem weiteren Highlight – „Cowboys Forever“. Eine sensationelle Komposition (geschrieben von Dean Dillon), die uns sofort an die großen Single-Erfolge des Meisters erinnert.

„People Loving People“, die erste Single-Kopplung aus „Man Against Machine“, appelliert an den gesunden Menschenverstand. Brooks setzt sich mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinander. Überall herrschen Kriege – der Tod ist allgegenwärtig. Doch „Menschen lieben Menschen“ – eine Message, die heute immer mehr in den Hintergrund gerät, bei Brooks steht sie ganz weit vorne – großartig!

Das zu Herzen gehende „Send ‚Em On Down The Road“, das an einen coolen Strait-Song erinnernde „Fish“ sowie die Power-Ballade „You Wreck Me“ bereiten den Weg zu „Tacoma“. Last but not least, der letzte Track des Silberlings ist mehr als nur der „letzte“ Song. Brooks himself packt seinen Lieblingstitel immer ans Ende des Albums. Recht hat er, denn „Tacoma“ ist mit Sicherheit der beste und rundeste Abschluß für „Man Against Machine“!

Fazit: Garth Brooks hat die Zeichen der Zeit – wie er das schon immer praktizierte, erkannt und setzt auf Modernes aber auch Bewährtes. „Man Against Machine“ ist extrem kurzweilig und nach mehrmaligen Hören setzt sich nahezu jeder Song im Gehörgang fest. Garth ist zurück – Gott sei Dank!

Garth Brooks - Man Against Machine

Künstler / Albumtitel: Garth Brooks – Man Against Machine
Format / Label / Veröffentlicht: CD & Digital (Pearl, RCA Deutschland, Sony Music 2014)

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Trackliste:

01. Man Against Machine
02. She’s Tired of Boys
03. Cold Like That
04. All American Kid
05. Mom
06. Wrong About You
07. Rodeo And Juliet
08. Midnight Train
09. Cowboys Forever
10. People Loving People
11. Send ‚Em On Down The Road
12. Fish
13. You Wreck Me
14. Tacoma

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Über Dirk Neuhaus (800 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.