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Old Dominion: Meat And Candy

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Old Dominion (Meat And Candy)

Das ist Timing, in der Woche vor dem Erscheinen ihres ersten Albums Meat And Candy schaffte Old Dominion mit ihrer Debütsingle „Break Up With Him“ den begehrten Platz 1 in der Country Airplay Charts (und seit vier Wochen auf der 3 in den Hit Country Singles). Das ist für die fünf Bandmitglieder Matthew Ramsey, Trevor Rosen, Brad Tursi, Geoff Sprung, and Whit Sellers zwar der erste gemeinsame Top Hit, aber als Songschreiber haben sie bereits fünf davon erschrieben, u.a. für Dierks Bentley, Kenny Chesney und Blake Shelton. Trevor Rosen meinte dann auch, dass dieser eigene Erfolg umso mehr zähle, als sie davon lange geträumt hätten.

Und was ist „Meat And Candy“ nun für ein Album? Old Dominion hat elf Songs aufgenommen, die moderne Countrymusik repräsentieren. Also gibt es R&B-Elemente, rhythmisch betont, Anklänge von Pop und Spuren von Hip Hop, thematisch dreht sich fast alles um Liebe, mal ernst, mal leicht. Alle Songs sind von den Gruppenmitgliedern geschrieben, beim aktuellen Hit „Break Up With Him“ haben alle fünf mitgeschrieben. Gelegentlich hilft dabei der Produzent, der selber so erfolgreiche Songschreiber Shane McAnally.

Die Titel sind eingängig, und es ist ein Album, das man ohne Probleme stundenlang im CD-Player lassen kann, ohne dass Überdruss entsteht. Songs wie „Snapback“, „Said Nobody“ oder „Beer Can In A Bed Truck“ eignen sich prima zum Mitsingen. Auf der anderen Seite ist hier keine Ballade zu hören, bei der es still im Raum würde oder Gänsehautgefühl aufkäme. Selbst eher gefühlsbetonte Lieder wie „Nowhere Fast“ oder „Wrong Turns“ laden zum Mitsummen ein. Neben „Break Up With Him“ ist „Song For Another Time“ ein besonders gelungener Titel, clever geschrieben und eingängig.

Der Leadsänger Matt Ramsey ist ein hervorragender Sänger, den seine vier Kollegen mit prächtigem Harmoniegesang unterstützen. Ihm gelingt es, die Lieder, die schon recht ähnlich klingen, ausdrucksstark zu interpretieren. Der schon erwähnte Shane McAnally, der hier sein Debut als Produzent gibt, hat einen tollen Job gemacht: da sitzt jede Note, jeder Ton, jede Nuance. Angemerkt sei, dass Old Dominion und speziell Matt Ramsey sehr an Sam Hunt erinnern, sowohl was den Gesangsstil, die Musik, als auch den Inhalt der Lieder angeht, was aber gewiss keine Kritik bedeuten soll.

Der Titel „Meat And Candy“, übersetzt Fleisch und Süßigkeiten, erschließt sich mir nicht ganz und keiner der Gruppenmitglieder konnte (oder wollte) ihn erklären. Davon abgesehen ist „Meat And Candy“ ein gut konsumierbares und anhörenswertes Album. Und eines, dem man anmerkt, dass die Gruppe Songs gesucht hat, die sich live großartig darbieten lassen und das Publikum mitreißen, wie das bei der Tournee im Sommer war, als Old Dominion mit Kenny Chesney unterwegs war.

Fazit: Sehr gut gemachte modernste Countrymusik mit Einflüssen aus anderen Musikrichtungen, nicht unbedingt für Nostalgiker, es sei denn, man hat auch als Anhänger der traditionellen Countrymusik ein offenes Ohr für Originalität und Qualität bewahrt.

Old Dominion - Meat And Candy

Titel: Meat And Candy
Künstler: Old Dominion
Veröffentlichungstermin: 6. November 2015
Label: RCA Records Nashville
Format: CD & Digital
Laufzeit: 35:45 Min.
Tracks: 11
Genre: Country

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Trackliste:

01. Snapback
02. Half Empty
03. Wrong Turns
04. Said Nobody
05. Crazy Beautiful Sexy
06. Nowhere Fast
07. Beer Can In A Truck Bed
08. Break Up With Him
09. Song For Another Time
10. Til It’s Over
11. We Got It Right

Rob Georg: Weitere Informationen hier klicken!
Über Franz-Karl Opitz (623 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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