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Brett Young: Ticket To L.A.

Mit "Ticket To L.A." knüpft Brett Young musikalisch an seinen Vorgänger an - aber es ist wesentlich gefälliger.

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Brett Young - Ticket To L.A. Brett Young - Ticket To L.A. Bildrechte: Big Machine Label Group

Sein erstes Album, das nur seinen Namen trug, brachte Brett Young viel Lob und viel Umsatz ein. Der 37-jährige Young hatte darin seine damals unglückliche Liebe zum zentralen Thema seiner Lieder gemacht und es waren ihm sehr schöne Balladen – wie in „Case You Didn’t Know“ und drei Nummer 1 in den Country Airplay Charts gelungen. Auch sein neues Album – Ticket To L.A. dürfte ein kommerzieller Erfolg werden. Doch hat sich seine einst wehmütige Stimmung deutlich aufgehellt. Der Grund liegt nahe: Im November heiratete Young seine langjährige Liebe Taylor Mills. Witziger Weise war sie auch für die traurigen Lieder des ersten Albums verantwortlich, denn die beiden hatten sich sehr zum damaligen Leidwesen des Sängers zeitweise getrennt.

Nun aber hat Young sich neu aufgestellt. 13 Lieder hat er aufgenommen, an zehn Songs war er als Co-Autor beteiligt. Und er hat mit Ashley Gorley und Russ Copperman aktuell angesagte Songschreiber aus Nashville gewinnen können. Ein wunderschönes Duett hat Young mit Rocksänger Gavin McGraw geschrieben und gesungen, ein Highlight des Albums das „Chapter“ heißt. Produktion und musikalische Begleitung sind – was man aus Nashville allerdings auch nicht anders erwartet – exzellent. Dafür sorgen Musiker wie der Meister der Steelgitarre Paul Franklin oder der Multiinstrumentalist Dan Huff, der nicht weniger als zehn verschiedene Instrumente beherrscht.

Brett Young hat seinen Liedern alle Höhen und Tiefen der Beziehung zwischen zwei Menschen ausgelotet. Mit viel Einfühlungsvermögen hat er Balladen gesungen, die sicherlich Hitparadenpotenzial haben. Seine aktuelle Single „Here Tonight“ ist eine solche oder das wunderschöne Liebeslied „Reason To Stay“. Richtig dahinschmelzen kann der Zuhörer, besser wohl die Zuhörerin bei „The Ship And The Bottle“ oder „Change Your Name“.

Die schnelleren Songs sind deutlich seltener auf dem Album zu finden: Der Titelsong „Ticket To L.A.“ ist ein solcher und er eröffnet das Album denn auch. Sehr gelungen auch „1,2,3 Mississippi“. Das ist eine Art Ausruf, der dazu dienen soll, vor einer Handlung Zeit zum Überlegen zu gewinnen. In dem Fall eines 16-jährigen Burschen geht es darum, nicht vorschnell dem Mädchen zu nahe zu treten. Nette Idee, die ich so noch nie in einem Lied gehört habe. Auch „Used To Missin‘ You“ gibt Tempo vor und ist fast rockig klingend der Erinnerung der Angebeteten gewidmet.

Gewiss gibt es auch Lieder, die eher als Albumfüller daherkommen, zum Beispiel das etwas eintönige „Catch“ oder „Let It Be Mine“. Songs Nummer 12 und 13 verdienen dann wieder besondere Beachtung: „Running Away From Home“ hat durchaus Hitchancen. Doch noch besser gefällt die Ballade, mit der Brett Young sein Album beschließt: „Don’t Wanna Write That Song“, in der er sich die quälende Frage stellt, warum alles in der Beziehung so schief gelaufen ist. Herrlich wie es ihm gelingt, die Stimmung des verlassenen Manns in Worte und Melodie zu fassen. Nicht zu Unrecht hat Brett Young in einem Interview im Billboard den Song als eines seiner Lieblingslieder bezeichnet.

Fazit: Sein zweites Album „Ticket To L.A.“ ist Brett Young ebenfalls gelungen. Er schreibt gute Lieder mit (meist) intelligenten Texten und interpretiert sie sehr gefällig. Gute, moderne Countrymusik, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Brett Young – Ticket To L.A.: Das Album

Brett Young - Ticket To L.A.

Titel: Ticket To L.A.
Künstler: Brett Young
Veröffentlichungstermin: 7. Dezember 2018
Label: Big Machine Label Group
Vertrieb: Universal Music
Formate: CD, Vinyl & Digital
Laufzeit: 46:58 Min.
Tracks: 13
Genre: Country, Rock

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Trackliste: (Ticket To L.A.)

01. Ticket To L.A.
02. Here Tonight
03. Catch
04. 1, 2, 3 Mississippi
05. Let It Be Mine
06. Where You Want Me
07. Used To Missin‘ You
08. Change Your Name
09. Chapters – mit Gavin DeGraw
10. The Ship And The Bottle
11. Reason To Stay
12. Runnin‘ Away From Home
13. Don’t Wanna Write This Song

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