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Ramblin‘ Boots in Renswoude

Cold beer on a friday night: American BBQ & Country Music live on stage.

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Ramblin' Boots Ramblin' Boots. Bildrechte: Michael Förschges

Was böte sich für einen Countryfan besser zum Start ins Wochenende an als Livemusik und dazu American BBQ. Also nach dem Job schnell ins Auto und ab in die Niederlande – mein Weg an diesem Freitag, dem 10. Mai führte mich nach Renswoude in die Location „De Gasterij“.

Um 19:00 Uhr hieß es dann „Das Buffet ist eröffnet“ und wie man so kennt, wollte jeder der Erste sein, der etwas frisch vom Grill erhält. Die Livemusik startete daher mit einer Verzögerung von 15 Minuten und man machte sich quasi die freien Sitzplätze zu Eigen. Dazu muss gesagt werden, dass die Band Ramblin‘ Boots das erste Set komplett akustisch und unplugged angelegt hatte. Die bedeutet: Immer wenn die Gäste an ihren Platz zurückkehrten, packte die Band ihre sieben Sachen und zog zum nächsten freien Tisch; sehr zur Freude der im Saal wartenden Gäste. Ein Nachteil war allerdings, dass man nur in relativer Nähe die Musik und den Text mitbekam – obwohl die meisten Gäste eh damit beschäftigt waren, die Teller zu leeren. Nach 45 Minuten war dann das erste Set auch schon gegessen und die Ramblin‘ Boots legten eine kurze Pause ein um die Instrumente nachzustimmen und sich auf der Bühne einzurichten, denn ab dem zweiten Set gings dann mit Soundverstärkung weiter.

Damit alle Countryfans im Saal auf denselben Stand kamen, war das zweite Set quasi die Wiederholung des Ersten. Mit Songs wie „Little Yellow Blanket“, „Suds In The Bucket“ oder dem Klassiker von Kenny Rogers „The Gambler“ trafen die fünf Boots den Musikgeschmack der Anwesenden und sorgten für Stimmung. Am Rande sei für alle, die die Formation kennen und sich über die Anzahl wundern, erwähnt, dass ein Boot leider krankheitsbedingt ausfiel: Gitarrist und Sänger Robert war nicht mit on Tour. Und wenn wir schon mal bei der Besetzung sind, dann machen wir es auch gleich komplett: Neben Robert an Gitarre und Gesang gibt es weiter noch Martine an der Fiddle, Julia am Gesang und Bass, Rogier an der E-Gitarre und am Gesang, Rene an der Pedal-Steel und auch Gesang sowie dem Mann an den Drums, der auf den Namen Geert hört. Zusammen sind es dann 6 Boots die seit Januar 2018 die internationale Country Szene bereichern. In 2019 führt die Musik die Band zu Gigs in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Norwegen, Dänemark, Polen und schließlich auch in die Music City USA, nach Nashville, Tennessee. Soviel zum Organisatorischen, zurück zur Musik. Das zweite Set endete nach 45 Minuten mit dem Song „I Will Never Let You Go“, wobei auch kein Countryfan vorhatte, jetzt schon zu gehen.

Eh man sich versah war auch die kurze Pause schon wieder um und Ramblin‘ Boots spielten zum dritten Set auf. Diese begann mit dem bislang einzigen eigenen Song der Band „1983“. Dieser Eigenkomposition folgte „Wrong Night“ aus der Feder von Reba McEntire und gesungen von Julia. Ein weiteres Idol der Boots ist Brad Paisley. In diesem Set musikalisch Vertreten durch den Song „Mud On The Tires“. Zwischenzeitlich war die Stimmung so gut, dass die Tische ein Stück nach Hinten gerückt wurden, um die Tanzfläche vor der Bühne zu vergrößern – was auch dringend nötig war. Der passende musikalische Kommentar der Band dazu war: „Some Days You Gotta Dance“. Die dritte Runde endete mit „Damned Country Music“ und auch „Guitars and Cadillacs“. Die sich anschließende letzte Pause fiel mit knapp 20 Minuten nicht wirklich lange aus, aber die Zeit reichte um sich mit Merchandising-Artikeln einzudecken. Mit dabei auch der erste Tonträger der Boots – ein MUSS für die Fans, um sich die noch recht junge Formation zumindest musikalisch mit nach Hause zu nehmen.

Um 22:30 Uhr hieß es dann back to work – es startete das vierte und letzte Set an diesem Abend. Der erste Songs war dann eine Instrumentalstück mit dem Titel „Nervous Breakdown“ – dabei gab es für Ramblin‘ Boots gar keinen Grund nervös zu sein. Die Songs fanden beim Publikum durchweg guten Anklang und auch die Stimmung war super in „De Gasterij“. Quasi als Medizin servierten die Fünf dann einen edlen Tropfen – „Drinkin‘ Dark Whiskey“. Ein Fan orderte dann auch gleich eine Runde des hochprozentigen Elixiers für die Band, quasi als Dankeschön für den guten Job. Ob der Gute in festen Händen ist oder sich bei „Mr Lonely“ auch angesprochen fühlte ist nicht bekannt. Weitere Songs des Sets waren zum Beispiel „Punching Bag“, „Little Liza“ und „Wanna Be A Hillbilly“.

Als absoluten Höhepunkt dieses Abends gab es zum Abschluss noch die spezielle „Ramblin‘ Boots Version des Klassikers der Charly Daniels Band „The Devil Went Down To Georgia“. Hier übernahm dann Rene den Part der Leadvocals und Martine zeigte ganz klar, dass ihr an der Fiddle keiner so schnell etwas vormacht. Eigentlich sollte ja jetzt um kurz vor 23:00 Uhr offiziell Feierabend in Sachen Livemusik sein, doch dem Wusch des Publikums folgen gab es als allerletzten Song noch einen für on the Road: „Southbound Train“ war dann auch um kurz nach 23:00 Uhr der wirklich letzte Song der Ramblin‘ Boots für diesen Abend.

Wer jetzt die Chance ergreifen möchte und sich selber mal ein Bild von den Ramblin‘ Boots machen möchte – optisch und natürlich auch musikalisch, der findet auf der Homepage der Truppe die notwendigen Tourdaten, Bilder vergangener Gigs und natürlich auch Videoclips. Sollte man des Niederländischen nicht ganz so mächtig sein, der kann dann auch Englisch als Sprache wählen und findet so zum Ziel. Der Link zur Webseite: Ramblin‘ Boots

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Über Michael Förschges (51 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Country. Konzertberichte und Rezensionen.
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