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Luke Combs: What You See Is What You Get

Luke Combs hat mit "What You See Is What You Get" ein großartiges Countrymusik-Album am Start.

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Luke Combs - What You See Is What You Get Luke Combs - What You See Is What You Get. Bildrechte: Columbia Nashville

Wenn das Debütalbum „This One’s For You“ ein Sensationshit ist, das fast ein Jahr lang Woche für Woche das meistverkaufte Country-Album war, sind die Erwartungen an das zweite Album besonders groß. Diesen Druck muss aktuell Luke Combs aushalten, dessen neue CD What You See Is What You Get in dieser Woche veröffentlicht und somit strategisch gut eine Woche vor der Verleihung der Country Music Awards in Nashville platziert wurde. Gleich ansehnliche 17 Titel enthält das Album und an allen hat Luke Combs mitgeschrieben, wobei die Liste seiner Mitautoren überschaubar ist. Produzent ist der kanadische Musiker Scott Moffatt und, so viel sei vorweggenommen, er hat gute Arbeit geleistet.

Fünf Titel waren bereits auf der EP „The Prequel“ vom Frühjahr erhältlich und sie leiten das Album auch ein. Herausragend dabei der Nummer-Eins-Hit „Beer Never Broke My Heart“, ein rockiger Mitsing-Song, mit Combs live glänzen kann. Auch „Lovin‘ On You“ und „Refrigerator Door“ gehören in diese Kategorie. Ein Song, der ebenfalls mitreißt, ist die Hymne, an den Typ, der allzu leicht mit dem Saufen weitermacht, wenn er mal angefangen hat „1, 2 Many“, wobei die stimmliche Unterstützung der Honky-Tonk-Song-Spezialisten Brooks & Dunn bestens passt. Mit den beiden hat er auf deren Album „Reboot“ den ersten Hit des Duos „Brand New Man“ aufgenommen. Wenn man wie Luke Combs mit diesen beiden Ikonen stimmlich mithalten kann, dann hat man das Zeug zu einem großen Star. Die zweite Single, die auch bereits in den oberen Bereichen der Charts steht, ist die einfühlsame Vater-Sohn-Geschichte, die zwar ein kleines bisschen rührselig ist, aber eben gut klingt.

Verbleiben elf Songs, die wir bisher noch nicht gehört hatten. Es ist ein Mix von rockigen Titeln, die immer genau an der Grenze zwischen gefühlvollem Country und durchdringen Southern Rock liegen und ruhiger Songs. Neben Brooks & Dunn fällt einem da noch Travis Tritt in seiner Glanzzeit in den 1990er Jahren ein, an den Luke Combs erinnert. Hier seien Titel wie „Every Little Bit Helps“, „Reasons“ oder der eindringliche Titelsong „What You See Is What You Get“, in dem er sich als heftigen Typ besingt, der seine Fehler ehrlich zugibt. Das Erstaunliche ist, dass die Songs trotz des Tempos, das sie gemein haben, sich sowohl textlich als auch musikalisch voneinander abheben. Das gilt auch für den Rocker „Angels Workin‘ Overtime“, den man am liebsten auf Dauerschleife stellen möchte.

Und gerade, wenn man glaubt, dass die Rockparty weitergeht, schlägt Combs plötzlich ruhigere Töne an. Das beginnt mit einem Duett „Does To Me“ mit niemand geringerem als Eric Church, das ein Liebeslied im gemäßigten Up-Tempo ist, das vielleicht schönste Lied des Longplayers. Das Album klingt im wahrsten Sinne des Wortes aus: Die Ballade „Nothing Like You“ interpretiert Combs höchst gefühlvoll. Noch leiser, nur begleitet von Gitarre und Piano, singt Combs „Better Together“. Man hört, wie gut er singen kann und mit diesem schönen Lied endet das Album.

Fazit: Luke Combs hat dem Druck standgehalten und hat ein Nachfolgealbum aufgenommen, welches den Vergleich mit dem ersten nicht zu scheuen braucht. Der Genussfaktor ist bei 17 Songs, die eigentlich alle gefallen können, ausgesprochen groß.

Luke Combs – What You See Is What You Get: Das Album

Luke Combs - What You See Is What You Get

Titel: What You See Is What You Get
Künstler: Luke Combs
Veröffentlichungstermin: 8. November 2019
Label: Columbia Nashville
Vertrieb: Sony Music
Formate: CD & Digital
Laufzeit: 59:36 Min.
Tracks: 17
Genre: Traditional Country

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Trackliste: (What You See Is What You Get)

01. Beer Never Broke My Heart
02. Refrigerator Door
03. Even Though I’m Leaving
04. Lovin‘ On You
05. Moon Over Mexico
06. 1, 2 Many – mit Brooks & Dunn
07. Blue Collar Boys
08. New Every Day
09. Reasons
10. Every Little Bit Helps
11. Dear Today
12. What You See Is What You Get
13. Does To Me – mit Eric Church
14. Angels Workin‘ Overtime
15. All Over Again
16. Nothing Like You
17. Better Together

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Über Franz-Karl Opitz (616 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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