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Todd Snider: Crank It, We’re Doomed

Nach sechzehn Jahren veröffentlicht der Musiker endlich das Album, auf dem er u.a. mit Kris Kristofferon und Loretta Lynn zusammenarbeitete.

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Todd Snider – Crank It, We’re Doomed Todd Snider – Crank It, We’re Doomed. Bildrechte: Aimless Records (Thirty Tigers)

Manchmal macht ein Künstler eine Platte und entscheidet sich dann sie nicht zu veröffentlichen. Neil Young ist so einer, der das gemacht hat. Ein weiterer ist Todd Snider. Der hat gleich drei Alben in seiner Karriere auf Eis gelegt. Der Singer & Songwriter aus Oregon hat nun eine dieser Entscheidungen revidiert. Sechzehn Jahre nach seiner Aufnahme wurde Crank It, We’re Doomed am 10. November endlich über Aimless Records veröffentlicht.

Zu kurz für ein Doppelalbum

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„Es war sehr verschwommen“, sagt er rückblickend auf das Jahr 2007. „Nicht wegen der Party, die stattfand, sondern wegen der vielen Songs, die ich geschrieben habe. Es war wahrscheinlich der Höhepunkt meiner Zeit als Songschreiber. Die Songs stürmten auf mich ein, und ich wusste nicht, was ich mit ihnen machen sollte.“ Und das waren Songs der verschiedensten Stilrichtungen. Snider wollte mit „Crank It, We’re Doomed“ ein Doppelalbum veröffentlichen, aber mit 15 Tracks, die insgesamt 49 Minuten lang sind, ist ‚Crank It‘ ein bisschen kurz und erfüllt nicht ganz die Länge eines Doppelalbums. “Ich erinnere mich auch daran, dass ich das Gefühl hatte, dass es noch nicht fertig war. Als ob es mehr Songs gebraucht hätte.“

Veröffentlichung storniert

Also kam das Ding unter Verschluss, doch fünf der Stücke, die er für „Crank It“ aufgenommen hatte, nahm er auf seine nächsten beiden Alben („Peace Queer“ und „The Excitement Plan“) und gab drei der Songs neue Titel. Von sechs weiteren Songs des Albums nahm er neue Versionen auf, die auf The Excitement Plan und Agnostic Hymnen & Stoner Fables veröffentlicht wurden. Es war also nicht die Qualität der Songs, denn Snider befand sich mitten in einer der kreativsten Phasen seiner Karriere.

Doch die Zeit glättete alle Zweifel. Nachdem er die Platte zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt wieder gehört hatte, störte es Snider nicht mehr, dass sie musikalisch und thematisch so eklektisch war. Er spielte das Album ein paar Freunden und Vertrauten vor, die ihn schließlich ermutigten, es zu veröffentlichen.

Neuer Blick auf das Album

Und es scheint, dass er sein eigenes Werk erst jetzt wirklich verstanden hat: „Aber jetzt sehe ich, dass es um einen Mann geht, der den Verstand verliert.“ Und das u.a. wegen des „War on Terror“ (einer der Protestsongs des Albums) oder der amerikanischen Vergnügungssucht (Amerika’s Favorite Pastime), so zwei der allesamt starken Songs auf diesem Album.

Mit dabei zwei seiner All Time Country Favorites – Loretta Lynn und Kris Kristofferson. Beide waren Traditionalisten und Modernisierer des Genres zugleich. Mit Loretta legt er einen glänzenden Honky Tonk-Schieber hin (Don’t Tempt Me) mit Kris‘ Sprechgesang bei „Good Fortune“ verschafft er dem Album einen lässig-coolen Abschluss. Gerade wegen der beiden Duette ist die Veröffentlichung absolut zwingend gewesen.

Fazit: Gute Entscheidung, Mr. Snider! Ein feines, trotz oder gerade wegen der Unterschiedlichkeit ein hörenswertes Album!

Todd Snider – Crank It, We’re Doomed: Die 2023er Album

Todd Snider – Crank It, We’re Doomed

Künstler: Todd Snider
Album: Crank It, We’re Doomed
Veröffentlichung: 10. November 2023
Label: Aimless Records (Thirty Tigers)
Formate: CD, Vinyl & Digital
Tracks: 15
Genre: Americana

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Trackliste: (Crank It, We’re Doomed)

01. From A Dying Rose
02. Juice
03. Handleman’s Revenge
04. Don’t Tempt Me – mit Loretta Lynn
05. The War On Terror
06. America’s Favorite Pastime
07. Doll Face
08. But Seriously Folks
09. West Nashville Grand Ballroom Gown
10. Mercer’s Folly
11. What Made You Do It
12. The Last Laugh
13. Mission Accomplished (Because You Gotta Have Faith)
14. Slim Chance is Still a Chance
15. Good Fortune – Kris Kristofferson

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Über Thomas Waldherr (810 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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