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Dave Dudley (Biografie)

28. Oktober 2008 | Von Team Country.de | Kategorie: Biografien

Darwin David Pedruska, so sein Geburtsname, erblickte am 28. Mai 1928 in Spencer, Wisconsin das Licht der Welt. Aufgewachsen in Stevens Point, Wisconsin, bekam Dave bereits im Alter von 11 Jahren von seinem Grossvater eine Gitarre geschenkt. Fortan übte er die Akkorde bis im die Finger bluteten. Dave Dudley sagte vor einigen Jahren in einem Interview: “Nun ja, es stimmt schon, dass ich meine Fingerkuppen “wund und blutig” gespielt habe. Allerdings wurde mein Spiel dadurch nicht besser.” Lachend fügt Dave hinzu: “Aber ich denke, dass es für einen elfjährigen Jungen ganz in Ordnung war”!

Eigentlich wollte Mr. Dudley ein grosser Baseballstar werden, dieser Sport hatte es ihm wirklich angetan. Doch aus der Karriere wurde nichts, durch einen Muskelfaserriss in seinem rechten Wurfarm war’s aus mit dem Traum, noch bevor er Realität wurde. Um etwas Essbares auf den Tisch zu bekommen, nahm er kurzfristig einen Job als Hafenarbeiter an, um sich finanziell über Wasser halten zu können. Eines Morgens nach Beendigung seiner Nachtschicht, besuchte er einen Freund der beim örtlichen Rundfunksender arbeitete. Dave setzte sich in die Lobby und wartete vergeblich, sein Freund erschien nicht.

Dave DudleyDurch einen Spalt einer offenen Studiotür entdeckte er eine Gitarre; aus Langweile klimperte er ein paar Akkorde und sang dazu. Ein Redakteur hörte Dave und ermunterte ihn doch mal vor Publikum zu spielen! Dave der noch nie, ausser in einer Schülerband, vor Publikum spielte, nahm diese Worte nicht ernst! Bereits am nächsten Tag, Dave hatte gerade wieder eine anstrengende Nachtschicht im Hafen hinter sich, stand der Redakteur wieder vor ihm, dieses mal konnte er Dave überzeugen wenigstens bei einer Radioshow zur Gitarre zu singen. Nach der ersten Sendung riefen zahlreiche Hörer an und forderteten mehr von jenem jungen Mann. Schon nach kurzer Zeit spielte Dave mehrmals in der Woche und verdiente gutes Geld. Den Job als Hafenarbeiter schmiss er! Ungefähr zu dieser Zeit gründete er seine erste Band das “Dave Dudley Trio”. Alles hätte so schön sein können, doch ein schwerer Autounfall unterbrach seine Musiker-Karriere und fesselte ihn über sechs Monate ans Krankenbett. Danach musste Dave nochmals ein halbes Jahr an Krücken gehen.

Im Jahr 1961 hatte Dave mit “Maybe I do” einen Top 40 Hit. Im Jahr darauf überreichte Jimmy C. Newman ein Demo mit dem Song “Six Days On The Road”. Dave zögerte ein wenig, er meinte der Titel würde nicht zu ihm passen. Doch nach dem er ein paar Tage darüber geschlafen hatte, stimmte er doch zu. Allerdings stand er ohne Label da, niemand wollte den Song veröffentlichen. Kurzerhand gründete er sein eigenes Label “Golden Wing”! Womit niemand gerechnet hatte traf ein, “Six Days On The Road” wurde ein Top Ten Hit! Was jetzt folgte war klar, Mercury trat an den jungen Dave Dudley heran und bot ihm den Major-Deal. Dave unterschrieb, und gleich die erste Single auf dem neuen Label sollte sein nächster “Top-Ten-Hit” werden. Mit “Mad”, “What We’re Fighting For” und “Truck Driving Son Of A Gun” schrieb Dave Dudley Country Music-Geschichte.

Bis in die 1970er hielt sein Ruhm an. Danach wurde es ein wenig ruhig um ihn. Doch als im Jahr 1977 die Band Truck Stop in Deutschland mit dem Song “Ich möcht’ so gern Dave Duley hör’n” einen Superhit landeten, war auch Dave wieder in aller Munde. Bis ins neue Jahrtausend hinein tourte er noch durch ganz Europa. Im Jahr 2003 starb der “König der Trucker” im Alter von 75 Jahren an einem Herzanfall in seinem Haus in Danburry. Mr. Dave Dudley prägte wie kein Anderer den Trucker-Sound und Gott sei Dank bleiben seine Songs unvergessen!

   
20th Century Masters
CD: “20th Century Masters”
Erscheinungsdatum: 2002
Label: Mercury Nashville

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Trackliste:

01. Six Days On The Road
02. Cowboy Boots
03. Last Day In The Mines
04. Mad
05. Two Six Packs Away
06. Truck Drivin’ Son Of A Gun
07. What We’re Fighting For
08. There Ain’t No Easy Run
09. Please Let Me Prove (My Love for You)
10. Pool Shark
11. Comin’ Down
12. Fly Away Again

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