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Sixteen Tons: Merle Travis

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Ein Song, der um die Welt gegangen ist, in verschiedensten Versionen und Musikrichtungen zum Erfolg wurde, sogar in deutscher Sprache. Kaum jemand anderer als Merle Travis hätte einen derartigen Titel schreiben können. Immer wieder ist spekuliert worden, was den eigenwilligen Künstler zu diesem Lied inspiriert hat und was er zum Ausdruck bringen wollte. Travis selbst erzählte mir einmal darüber, er habe ein Album für Capitol Records machen sollen, ein erfolgreiches nach Möglichkeit. Das habe er zum damaligen Zeitpunkt dringend nötig gehabt.

Mit seinem Kumpel Cliffie Stone überlegte Travis, beide meinten, Folk-Songs seien sehr beliebt. Travis entschloß sich deshalb, ein Album mit Songs in diesem Stil aufzunehmen und begann, Songs dafür zu schreiben. Der Einfachheit halber griff er dabei auf Erlebnisse seiner Kindheit und Jugend zurück. Die verbrachte Travis im Kohlerevier von Kentucky. Dort herrschte eine unbeschreibliche Armut und ein System, das die Bergarbeiter regelrecht knebelte. Die Kohlegesellschaften hatten alles im Griff, ihnen gehörten u.a. auch die Geschäfte, in denen die Arbeiter einkauften. Mit viel Galgenhumor sagte man: Ich habe sogar meine Seele dem Laden der Gesellschaft verschrieben.

Um diese Szenerie herum schrieb Travis im Jahr 1947 einen der Klassiker der Country Music, der in der Interpretation von Tennessee Ernie Ford wohl am bekanntesten wurde. Bemerkenwert ist dabei die ebenso geschickte wie kernig-drastische Wortwahl Travis‘ die durch die einfache Melodie noch aussagekräftiger wird. Wichtig war Merle Travis aber vor allem, dass der Song nicht so ernst gemeint war. „Mich wundert, was man alles in dieses Lied interpretiert hat, ich wollte mich eigentlich nur auf humorvolle Weise mit der durchaus ernsten Situation befassen, in der sich die Menschen dort in Kentucky befanden“, lachte der Autor.

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