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Mark Chesnutt: Savin‘ The Honky Tonk

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Es ist ein Jammer, was seit einiger Zeit mit verdienstvollen Stars und talentierten Newcomern so geschieht – nicht nur in der Country Music. Ein schwacher Trost, denn im von der Rezession besonders gebeutelten Music Business weltweit haben sie immer weniger Chancen. Bedingt durch sinkende Umsatzzahlen und die vielen Fusionen sogenannter Major Labels wird die Luft für alle Beteiligten immer dünner. Ein Blick auf die auch anzahlmäßig weniger gewordenen Neuveröffentlichungen macht deutlich, wie viele Interpreten bei sogenannten Indie Labels Neues anbieten. Manche von ihnen starten auch gleich ein eigenes Label. Das muss nicht einmal ein Rückschritt sein. Zwar sinken die Chancen, richtig Kohle zu machen aber wer bei einem Major Label unter Vertrag steht, erntet auch längst nicht immer große Reichtümer. Bei kleinen Firmen backt man natürlich kleinere Brötchen, kann dafür aber in der Regel sein geschickt sehr viel direkter selbst mitbestimmen.

Einer, der diesen Weg auch beschreitet, ist Mark Chesnutt. Der heute 41-jährige Texaner ist sogar beim deutschen Label AGR Television Records unter Vertrag und somit erfreulicherweise auch hierzulande präsent. Ende der 1989er Jahre hörte ich diesen Sänger bei einem meiner USA-Aufenthalte und war sofort von seiner markanten Stimme und der authentischen traditionellen Country Music mit starken Honky Tonk Elementen begeistert. Als er bei MCA Records seine Chance erhielt, hatte der junge Mann bereits mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der texanischen Honky Tonk Szene gesammelt. Er war sich klar darüber, dass es in seinem Metier ganz rasch auch Rückschläge geben kann und auch die Zugehörigkeit zu einem Major Label keine Erfolgs-Garantie ist. Es gelang ihm, seine Philosophie von Country Music beibehalten zu können und mit genau der runde zehn Jahre Dauergast in den Charts bleiben zu können. Chesnutt ist einer der relativ wenigen neueren Stars, die sich halten konnten und nicht nach 2 oder 3 Alben wieder in der Versenkung verschwanden. Der Name Mark Chesnutt bürgte ganz einfach für Qualität in Sachen Country Music so nah wie möglich an ihren Wurzeln. Er tut dies immer noch. Der potentielle Kunde weiß genau, was ihn erwartet und er wurde nie enttäuscht.

Fazit: Mit seinem in diesen Tagen veröffentlichten aktuellen Album, das 15 Titel enthält, brennt Chesnutt ein Feuerwerk an klassischer Honky Tonk Music ab und nutzt dabei die moderne Studiotechnik ideal aus. Damit ist es den Beteiligten gelungen, ein Bilderbuch-Album für dieses Genre zu schaffen. Mit etlichen der Titel schreibt Chesnutt seine Botschaft plakativ auf die Fahne. Es wäre falsch, irgendwelche Songs aus dem Album hervorzuheben, es wirkt ganz einfach durch seine Kompaktheit, in der der Interpret auch unterschiedliche Stimmungen erzeugt. Ein Album wie aus einem Guss. Angemerkt sei, dass als Schmankerl bei „Would These Arms Be In Your Way“ keine Geringere als Lee Ann Womack im Hintergrund singt. Mit Hank Cochran, Red Lane und Vern Gosdin zeichnen zudem drei herausragende Autoren der klassischen Kunst des Songschreibens verantwortlich.

   
Savin' The Honky Tonk
CD: „Savin‘ The Honky Tonk“
Erscheinungsdatum: 2004
Label: AGR Television Records

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Trackliste:

01. Somebody Save The Honky Tonks
02. I’m A Saint
03. The Lord Loves The Drinkin‘ Man
04. Would These Arms Be In Your Way
05. You Can’t Do Me This Way
06. A Hard Secret To Keep
07. What Are We Doing In Love
08. Don’t Ruin It For The Rest Of Us
09. Mama’s House
10. Since You Ain’t Home
11. Think Like A Woman
12. Then We Can All Go Home
13. Beer Bait And Ammo
14. My Best Drinkin‘
15. Honky Tonk Heroes

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