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Clint Black: Drinkin‘ Songs & Other Logic

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Anfang der 1990er Jahre stand Clint Black auf einer Stufe mit Garth Brooks. Doch dieser Zustand war nur von kurzer Dauer. Garth Brooks entwickelte sich zum Megastar und die Verkaufszahlen von Clint Black gingen von Album zu Album immer mehr zurück. Nach zehn Alben trennte sich seine Plattenfirma RCA Records von ihm und versetzte seiner Karriere erstmal eine Zwangspause. 2004 erschien dann mit „Spend My Time“ sein erstes Album für Equity Records. Mal abgesehen vom gleichnamigen Titelsong enthielt das Album allerdings nur wenig, wofür es sich gelohnt hätte seine Zeit zu spenden. Ganz anders verhält es sich da auf „Drinkin‘ Songs & Other Logic“. Ein potenzieller Hit reiht sich an den nächsten und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glatt meinen, es handle sich hierbei um ein Greatest Hits-Album.

Zugegeben, Clint Black erfindet die Country Music auf diesem Album nicht neu. Ganz im Gegenteil. Er macht einen großen Rundumschlag und bedient sich einmal bei allen countrytypischen Songmustern, die sich im Laufe der Jahrzehnte so angesammelt haben. Dies macht er allerdings so großartig und dezent, dass man ihm gar nicht böse sein kann. Da gibt es beispielsweise jede Menge Honky Tonk-Titel, wie den Titelsong, „Heartaches“, „A Big One“ und „Longnecks and Rednecks“ genauso wie die beiden wunderschönen Balladen „Go It Alone“ und „Back Home in Heaven“. Die erste Singleauskopplung „Rainbow In The Rain“ bietet radiofreundliches Countryflair, welches selbst George Strait oder Alan Jackson nicht besser hinbekommen hätte. Echte Westernatmosphäre kommt auf bei „Code Of The West“, übrigens die zweite Singleauskopplung des Albums. Das kurze Intro klingt verdächtig nach „The Good, The Bad and The Ugly“ und nimmt zugleich jeden Zweifel, dass es sich hier vielleicht doch nicht um einen Westernsong handeln könnte.

Mit „Too Much Rock“ übt Clint Black versteckte Kritik an der derzeitigen Entwicklung in der Country Music. „There’s too much rock in this country, too many lessons to learn, too many stones to overturn“. Okay, man könnte selbstverständlich auch ganz naiv an den Text rangehen und ihn im Sinne von „zuviel Fels in der Landschaft“ deuten, aber das wird ihm wohl niemand so recht glauben …

Famous last words: Mit diesem Album könnte Clint Black endlich das ganz große Comeback gelingen, auf das er schon seit Jahren wartet. „Drinkin‘ Songs & Other Logic“ ist sicherlich eines der musikalischen Highlights des Jahres 2005, sofern man denn die traditionelle Variante der Country Music bevorzugt. Ob die zwölf von Clint Black geschriebenen bzw. mitgeschriebenen Titel mit entsprechenden Chartpositionen belohnt werden, bleibt dennoch fraglich, da inzwischen schon zwei Songs ausgekoppelt wurden und es diese nicht so recht geschafft haben die vorderen Ränge zu erreichen. Trotzdem, wer gute Countrymusic von einer der markantesten Stimmen der Szene hören möchte, sollte sich schleunigst dieses Werk zulegen!

   
Drinkin' Songs & Other Logic
CD: „Drinkin‘ Songs & Other Logic“
Erscheinungsdatum: 2005
Label: Equity Music Group

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Trackliste:

01. Drinkin‘ Songs & Other Logic
02. Heartaches
03. Code Of The West
04. Rainbow In The Rain
05. Undercover Cowboy
06. Go It Alone
07. Too Much Rock
08. Big One
09. I Don’t Wanna Tell You
10. Back Home In Heaven
11. Thinkin‘ Of You
12. Longnecks & Rednecks

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