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Jessica Simpson: Do You Know

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Sie hat es wirklich getan, die Schauspielerin und Sängerin Jessica Simpson hat ein Countryalbum veröffentlicht. Bereits im Vorfeld wurde in sämtlichen Foren, Blogs und Communities mächtig über das „für & wieder“ einer Karriere als Countryact diskutiert. Jetzt liegt das Ergebnis vor und die Zeit des Spekulierens ist endgültig vorbei. Ich bin meinerseits mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Jessica Simpson hat den Sprung vom Popgirlie zur ernsten Sängerin vollzogen. Da finden sich wirklich einige tolle Songs auf ihrem ersten „Country-Silberling“. Die Single „Come On Over“ sollte hinlänglich bekannt sein. Die US-Radio haben ihn soviel gespielt, dass er sogar bis in die Top 20 der Airplay-Charts vordringen konnte. Ein Song der mit mächtig viel Dampf, einem guten Text und einer guten Hookline daher kommt. Wie heißt es so schön im Volksmund? Eine Single macht bekanntlich noch kein gutes Album … so ist es!

Doch wer jetzt vermutet, dass das texanische Blondchen nichts weiter drauf hat, als die beiden Argumente die keinem Mann verborgen bleiben, der irrt sich gewaltig. An acht der elf Tracks hat Jessica sogar mitgeschrieben, wie zum Beispiel „Remember That“, in dem sie einige doch recht schlimme Erfahrungen ihrer Jugend verarbeitete. Aber auch die anderen Titel sind musikalisch, sowie textlich besser als so manches Album der Künstler, die schon einige „Countryjahre“ auf dem Buckel haben. Da gibt’s, meiner Meinung nach, keinen wirklichen Hänger, der mich nötigen würde den schnellen Vorlauf zu betätigen. Einen großen Anteil daran haben natürlich die Songwriter Hillary Lindsey, Luke Laird und auch Rachel Proctor, sowie die Produzenten Brett James und John Shanks. Die haben allesamt einen großartigen Job gemacht.

Das Highlight des Tonträgers ist selbstverständlich das Duett mit Countrylegende Dolly Parton. Titelsong „Do You Know“, der dem Album seinen Namen gab, ist ein Hammer. Sicher gewinnt er durch den gemeinsamen Gesang, doch daran liegt’s nicht nur allein. Jessica Simpson ist echt bemüht mit der Parton gesanglich mitzuhalten – und es ist ihr gut gelungen. Dolly selbst war (ist) von der Zusammenarbeit mit Simpson begeistert. In einem Interview äusserte sich die Sängerin, dass es ihr die gemeinsame Arbeit unendlich viel Spass bereitet hätte. Na, das aus dem Mund einer so großartigen Künstlerin, das wird ja nicht alles geschwindelt sein. Quatsch, die Dame hat Recht, ein tolles Album. Musikalisch hat’s mich überzeugt.

Jessica Simpson will sich, laut eigener Aussage, gänzlich von der Popmusik verabschieden und sich voll der Country Music widmen. Es würde mit dem Erwachsenwerden zusammenhängen, so die Sängerin. Mit dem Genre „Country“ könnte sie halt am besten ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. In ihrer Familie gäbe es bereits eine erfolgreiche Popkünstlerin (gemeint ist ihre Schwester Ashlee Simpson), die sich dort etabliert und durchgesetzt hat.

Fazit: Ich spreche nicht gerne eine Kaufempfehlung aus, da Geschmäcker bekanntlich sehr unterschiedlich sind. Doch hier würde ich’s wieder mal tun. Versuchen Sie’s, geben sie der „Jung-Country-Künstlerin“ ’ne Chance. Sie hat’s verdient.

   
Do You Know
CD: „Do You Know“
Erscheinungsdatum: 2008
Label: Sony BMG

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Trackliste:

01. Come On Over
02. Remember That
03. Pray Out Loud
04. You’re My Sunday
05. Sipping On History
06. Still Beautiful
07. Still Don’t Stop Me
08. When I Loved You Like That
09. Might As Well Be Making Love
10. Man Enough
11. Do You Know (Duett mit Dolly Parton)

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Über Dirk Neuhaus (812 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.