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Various Artists: Coal Miner’s Daughter: A Tribute To Loretta Lynn

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Als „Coal Miner’s Daughter“ hat sie ihren Platz im Olymp der Countrymusik längst sicher. Nun wird Loretta Lynn mit einem Tribute-Album geehrt. Eine illustre und vielfältige Künstlerschar begibt sich da in die Fußstapfen der großen Sängerin. Von Alan Jackson über Sheryl Crow bis zu den „White Stripes“ reicht die Bandbreite.

Sie ist eine der ganz großen der Zunft. Loretta Lynn gehört neben Künstlerinnen wie Dolly Parton, Tammy Wynette, Emmylou Harris und den verstorbenen June Carter und Patsy Cline zum exklusiven Kreis weiblicher Country-Legenden. Anlässlich ihres ersten Hits „I’m A Honky Tonk Girl“, der vor 50 Jahren erschien, ehren nun Stars der Rock-, Pop- und Country-Szene die große Dame der Countrymusik mit dem Album „Coal Miner’s Daughter: A Tribute To Loretta Lynn“. Zu den Interpreten ihrer Songs zählen so unterschiedliche Künstler wie The White Stripes, Kid Rock, Steve Earle, Sheryl Crow, Alan Jackson, Faith Hill oder Lucinda Williams. Dies verspricht ein spannendes und vielfältiges Album.

Und dem ist auch so. Erwartetes und unerwartetes wechseln sich ab und zeigen, wie musikalisch flexibel die Song von Loretta Lynn sind. Während Gretchen Wilson „Don’t Come Home A Drinkin‘ (With Lovin‘ On Your Mind)“ sehr traditionell interpretiert und auch Lee Ann Womack „I’m A Honky Tonk Girl“ musikalisch dem Retro-Trend folgt, brechen „The White Stripes aus den Genregrenzen aus. Jack White hatte ja 2004 Loretta Lynn ein erfolgreiches Comeback beschert, indem er ihr Album „Van Lear Rose“ produzierte. Hier steuert er mit Meg White „Rated X“ bei. Ein Song, mit dem Loretta in den 70ern eindrücklich Stellung nahm zum konservativen Zerrbild geschiedener Frauen. Bei den „White Stripes“ wird ein sparsam instrumentierter Protestsong daraus. Nicht schlecht.

Zurück zu süffigem Schunkel-Country geht es dann mit „You Lookin‘ At Country“ mit Carrie Underwood. Ein perfektes unterhaltsames Mainstream-Country-Duett liefern dann Alan Jackson und Martina McBride mit „Louisiana Woman, Mississippi Men“ ab. Dem Klassiker „You Ain’t Woman Enough (To Take My Man)“ nehmen sich die Alternative-Band „Paramore“ an und reduzieren ihn auf eine akustische Folkversion, was die zornige Aussage des Songs sehr schön unterstreicht. Nach Faith Hills großen Gefühlen mit „Love Is My Foundation“ folgen Steve Earle und seine Frau Allison Moorer mit einer schönen Version von „After The Fire Is Gone“.

Mit coolem Western-Swing beschleunigen Reba McEntire und die „Time Jumpers“ mit „If You’re Not Come Too Long“ dann wieder das Tempo. Das wird gehalten, denn Kid Rock hat aus „I Know How“ einen treibenden Country-Rocker gemacht. Dann geht es wieder in ruhigere Gefilde: Lucinda Williams brilliert im langsamen, traurigen Walzer-Rhythmus bei Somebody Somewhere“. Den Abschluss bildet dann eine beeindruckende Neueinspielung von „Coal Miner’s Daughter bei der Loretta Lynn von Sheryl Crow und Miranda Lambert assistiert wird.

Fazit: Mit „Coal Miner’s Daughter – A Tribute to Loretta Lynn“ ist eine wunderschöne, hörenswerte Würdigung der Country-Sängerin aus Butcher Holler gelungen. Seine Stärke gewinnt das Album aus der perfekten Mischung von Musikstilen und Künstlern. Und es beweist: Loretta Lynns Songs haben auch der heutigen Generation noch sehr viel zu sagen.

A Tribute To Loretta Lynn

CD: „A Tribute To Loretta Lynn“
Veröffentlicht: 2010
Label: Columbia (Sony Music)

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Trackliste:

01. Don’t Come Home A Drinkin‘ (With Lovin‘ On Your Mind) – mit Gretchen Wilson
02. I’m A Honky Tonk Girl – mit Lee Ann Womack
03. Rated X – mit The White Stripes
04. You’re Lookin‘ At Country – Carrie Underwood
05. Louisiana Woman, Mississippi Man – mit Alan Jackson und Martina McBride
06. You Ain’t Woman Enough (To Take My Man) – mit Paramore
07. Love Is The Foundation – mit Faith Hill
08. After The Fire Is Gone – mit Steve Earle und Allison Moorer
09. If You’re Not Gone Too Long – mit Reba McEntire und The Time Jumpers
10. I Know How – mit Kid Rock
11. Somebody Somewhere (Don’t Know What He’s Missin‘ Tonight) – mit Lucinda Williams
12. Coal Miner’s Daughter – mit Sheryl Crow und Miranda Lambert

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Über Thomas Waldherr (508 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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